Basel
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Wölfe haben im Basler «Zolli» ausgeheult – Cleopatra und Cäsar tot



Ein Bild aus früheren Wolfsrudel-Zeiten: 2009 streunte ein Quartett durchs Basler Zoo-Gehege vor die Linse.

Bild: Zolli

Wölfe haben im Basler «Zolli» ausgeheult: Als letzte des alten Rudels sind die 2005 in Basel geborenen Cleopatra und Cäsar von ihren Altersleiden erlöst worden. Der Zoo verzichtet künftig auf Wölfe.

Die beiden Wölfe waren mit über 14 Jahren «sehr alt», wie der Zoo Basel auf einer Tafel an deren leerem Gehege festhält. Sie hätten «zunehmend unter diversen Altersbeschwerden» gelitten. Zuletzt habe die Lebensqualität der beiden sehr abgenommen. Daher habe der Zoo «beschlossen, sie zu erlösen».

Eine Zoo-Sprecherin bestätigte am Dienstag Angaben des Basler Onlinemediums «Prime News», wonach Wölfin Cleopatra am 13. August und Wolf Cäsar am 3. September eingeschläfert worden sind. Die beiden Kadaver gingen zur Untersuchung ans Institut für Tierpathologie der Universität Bern.

Gemäss der Sprecherin litt die Wölfin zuletzt unter anderem an altersbedingten Problemen mit der Wirbelsäule, bis hin zu neurologischen Ausfällen. Beim Wolf liege der pathologische Bericht noch nicht vor; man habe aber bereits von einer «tumorartigen Veränderung mit vermutlich Metastasen» gewusst.

Ära Wolf geht zu Ende

Mit dem Tod der letzten beiden Wölfe geht im Basler «Zolli» eine Ära zu Ende. Bei der Eröffnung 1874 gehörte der Wolf zu den Attraktionen im Raubtierhaus - neben Luchs, Dachs oder Fuchs. Die erste eigene Wolfsanlage war nach einer Arealerweiterung 1933 gebaut worden; die aktuelle datiert von 1983.

Die Wolfsanlage soll künftig anderen Tieren als Behausung dienen. Dass der Zoo, der eher auf exotische Tiere setzt, nach dem Ableben von Cleopatra und Cäsar auf Wölfe verzichten will, war schon vor einigen Jahren beschlossen worden.

Ganz auf Wolfsgeheul verzichten muss man in Basel dennoch nicht: Der Tierpark Lange Erlen im Kleinbasel will sich gemäss einem Masterplan von 2004 zu seinem 150-Jahre-Jubiläum für 4.1 Millionen Franken eine 5000 Quadratmeter grosse Wolfsanlage gönnen. Bis zum 2021 geplanten Spatenstich hofft der Trägerverein auf ausreichende Spenden.

Auch andere Tierparks halten Wölfe, beispielsweise jener in Goldau. Wilde Wölfe leben in mehreren alpinen Kantonen, unter anderem ein Rudel an der Calanda bei Chur.

(sda)

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Benjamin Goodreign 10.09.2019 22:54
    Highlight Highlight AM Calanda bei Chur - der Berg ist männlich.
    • Fumia Canero 11.09.2019 01:20
      Highlight Highlight Korrekt! Kannste hinwandern und bei einer kühlen Dose Quöllfrisch beobachten.
      Kannst dir aber auch nen Wolf holen, wenn du zulange nackt aufm Ergometer strampelst. 😈
    • Benjamin Goodreign 11.09.2019 09:02
      Highlight Highlight True story! Stadt Quöllfrisch empfehle ich für diese Wanderung ein Churer Stadtbier (hilft allerdings nicht gegen den Wolf)

Härtere Strafen für Tierschmuggler? Nicht mit der SVP 🐢

Schwere Fälle von Handel mit geschützten Tieren und Pflanzen sollen neu als Verbrechen gelten – das finden fast alle gut.

«Kuscheljustiz», «Kriminelle härter anpacken» oder «höhere Strafen»: Wörter und Wendungen, die zum Stammvokabular von SVP-Politikern gehören. Die Partei steht für eine pointierte Law-and-Order-Politik – etwa wenn sie im Wahlkampf fordert, das Strafgesetzbuch zu verschärfen. Wenn sie die Höchstdauer von Freiheitsstrafen von 20 auf 60 Jahren erhöhen will. Oder wenn sie das «absolut untaugliche Mittel der Geldstrafen» kritisiert.

Umso bemerkenswerter ist es, wenn sich die SVP gegen griffige Strafen …

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