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Die französische Regisseurin Agnès Varda stirbt mit 90 Jahren



Die Filmregisseurin Agnès Varda ist tot. Das berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP am Freitag unter Berufung auf ihre Familie. Sie starb im Alter von 90 Jahren in der Nacht auf Freitag.

Die Regisseurin sei einem Krebsleiden erlegen, hiess es in einer Mitteilung der Familie, wie AFP berichtete. Erst im Februar hatte Varda an der Berlinale einen Preis für ihr Lebenswerk entgegen genommen.

Die Filmemacherin hatte sich in ihrer über 60 Jahre andauernden Karriere mit mehr als 30 Werken den Ruf einer der Schlüsselfiguren des internationalen Autorenkinos erarbeitet. Sie konnte auf Auszeichnungen wie den Ehren-Oscar, einen Goldenen Löwen, einen Ehren-César oder die Goldene Palme zurückblicken. Das Filmfestival in Locarno verlieh ihr 2014 den Ehren-Leoparden.

Varda engagierte sich im Rahmen der #MeToo-Bewegung auch für mehr Chancengleichheit in der Filmbranche. Frankreichs Kulturminister Franck Riester würdigte Varda als «eine der grössten Künstlerinnen unserer Epoche». Der frühere Leiter des Filmfestivals von Cannes, Gilles Jacob, sagte: «Varda ist gegangen, aber Agnès wird immer bleiben: Intelligent, lebhaft, sanft, spirituell, lustig und überraschend wie ihr Werk.»

Varda, am 30. Mai 1928 in Brüssel geboren und in Frankreich aufgewachsen, rückte in ihrem Oeuvre meist die «einfachen» Menschen in den Fokus. Die Meilensteine ihrer Karriere sind etwa das Landstreicherinnenporträt «Vogelfrei» (1985) oder ihr internationaler Durchbruch «Cleo - Mittwoch zwischen 5 und 7» (1962), ein Werk über die Zeit an sich. Für «Vogelfrei» erhielt Varda als eine von wenigen Frauen den Goldenen Löwen von Venedig.

«Grossmutter der Nouvelle Vague»

Varda erarbeite sich den inoffiziellen Ehrentitel der «Grossmutter der Nouvelle Vague». Die Bewegung «Nouvelle Vague» lief in den 60er Jahren gegen das herkömmliche Erzählkino Sturm. Varde gehörte mit ihren Werken, die zwischen Wirklichkeit, Fiktion und Poesie schwanken, zu den eigenwilligsten Cineasten unserer Zeit.

Die rührige Filmemacherin mit der markanten Pagenfrisur blieb dabei bis zu ihrem Tod aktiv und stellte etwa 2017 bei den Filmfestspielen von Cannes gemeinsam mit dem Streetartkünstler JR die Dokumentararbeit «Visages Villages» vor. An der diesjährigen Berlinale wurde zudem ihre filmische Autobiografie «Varda par Agnès» gezeigt, ihre Tochter Rosalie war Produzentin des Films.

Zuletzt machte sich Varda auch als Installationskünstlerin einen Namen. Noch am Freitag wollte sie eine Ausstellung ihrer Werke auf Schloss Chaumont an der Loire eröffnen. (sda/afp/dpa/apa)

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