Tote Skandinavierinnen in Marokko: Schweizer in Rabat verurteilt
Einer der beiden Schweizer, die im Zusammenhang mit der Ermordung von zwei Skandinavierinnen verhaftet worden sind, ist am Freitag in der marokkanischen Hauptstadt Rabat zu zehn Jahren Haft verurteilt worden.
Der 33-Jährige wurde ferner der Beteiligung an einer terroristischen Organisation für schuldig befunden. Das Gericht in Rabat habe den Mann zudem wegen Verherrlichung von Terrorismus und wegen Nichtanzeige einer Straftat verurteilt, wie sein Anwalt Khalil Idrissi gegenüber Keystone-SDA sagte.
Er bestätigte damit einen Bericht des Westschweizer Radios RTS. Das Urteil bezeichnete der Anwalt als «schockierend» und «inakzeptabel». Er hat deswegen Berufung eingelegt.
Der Anwalt sagte weiter, dass der einzige Teil der Anklage eine auf arabisch verfasste Akte der Polizei sei. Sein Mandant spreche diese Sprache nicht.
Der 33-jährige Genfer sagt, er habe keine Verbindung zu den Islamisten, welche für den Mord der beiden skandinavischen Studentinnen verantwortlich sei. Er kenne jedoch Dschihadreisende aus Genf, welche freiwillig in Syrien kämpften. (sda)
