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Zwei Touristen aus Türkei und Schweden bei Beben in Ägäis getötet



Beim Erdbeben in der Ägäis-Region in der Nacht auf Freitag sind auf der griechischen Ferieninsel Kos mindestens zwei Touristen ums Leben gekommen. Nach ersten Polizeiinformationen kamen die Opfer aus der Türkei und Schweden.

Die beiden Touristen waren in einem belebten Viertel der Stadt Kos auf der gleichnamigen Insel unterwegs, als sie vermutlich durch eine einstürzende Mauer einer Bar oder herabstürzende Steine anderer alter Gebäude getroffen wurden.

Fünf Schwerverletzte wurden laut Diplomatenangaben in ein Spital in Heraklion auf Kreta gebracht. Dutzende weitere Menschen kamen mit leichten Verletzungen davon.

Der Yachthafen der Stadt Kos wurde von einer kleinen Tsunami-Welle getroffen. Gebäudemauern zeigten Risse oder stürzten teils sogar ein. Die Sachschäden auf Kos durch das Beben, das sich um 01.31 Uhr Ortszeit ereignete, seien enorm, zitierte die Nachrichtenagentur ANA den Bürgermeister von Kos, Giorgios Kyritsis.

Der Hafen von Kos wurde vorläufig geschlossen. Auch der Fährverkehr nach Kos war vorübergehend eingestellt. Aus der griechischen Hauptstadt Athen wurden Rettungsmannschaften mit zwei Helikoptern und einem Flugzeug nach Kos geschickt.

Epizentrum nahe Bodrum

Laut der US-Erdbebenwarte USGS lag das Epizentrum des Seebebens der Stärke 6.7 nahe der türkischen Stadt Bodrum in etwa zwölf Kilometern Tiefe. Die Erdbebenwarte in Athen gab die Stärke des Bebens mit 6 an. Nach der ersten Erschütterung seien mehrere schwächere Nachbeben erfolgt.

Auch in der nahegelegenen Türkei riss das Beben in der Hauptferienzeit zahlreiche Menschen aus dem Schlaf. In der bei Urlaubern beliebten Region im Südwesten des Landes brach die Stromversorgung teilweise zusammen. Besorgte Feriengäste flüchteten aus ihren Hotelzimmern ins Freie.

Auf der griechischen Insel Rhodos war das Erdbeben ebenfalls zu spüren. Laut der dortigen Polizei gab es aber keine Opfer oder grössere Schäden.

Hotelplan Suisse: eine leichtverletzte Kundin

Reiseanbieter Hotelplan Suisse teilte am Freitagmorgen mit, man habe bis zum jetzigen Zeitpunkt Kenntnis von einer leicht verletzten Kundin. Momentan befänden sich 379 Reisegäste von Hotelplan Suisse auf Kos und sechs Kunden in Bodrum.

Gegenwärtig kontaktierten die lokalen Vertreter auf Kos und Bodrum die Kunden vor Ort und klärten ab, ob eine frühzeitige Rückreise erwünscht sei, teilte der Reiseveranstalter weiter mit. Kundinnen und Kunden, die eine Pauschalreise oder ein Hotel auf Kos oder in Bodrum mit Abreise bis und mit Montag gebucht hätten, könnten ab sofort die Ferien kostenlos umbuchen oder annullieren.

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) teilte am Freitag mit, die Schweizer Vertretung in Athen stehe in Kontakt mit den zuständigen Behörden vor Ort. Es liefen Abklärungen, ob Schweizer Staatsangehörige vom Ereignis betroffen seien. (sda/afp/dpa/reu)

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