US-Senat bestätigt Kevin Warsh als neuen Chef der Notenbank
Nach Anlaufschwierigkeiten kann der Personalwechsel an der Spitze der US-Notenbank wie geplant über die Bühne gehen. Der Senat bestätigte den Kandidaten Kevin Warsh am Mittwoch mit 54 zu 45 Stimmen für eine vierjährige Amtszeit als Zentralbankchef und Nachfolger von Jerome Powell. Dessen Mandat als Fed-Vorsitzender endet am Freitag.
Warsh strebt eine engere Abstimmung mit der Regierung von Präsident Donald Trump an und will die Bilanz der Federal Reserve verkürzen. Powell ist von Trump immer wieder kritisiert worden, weil er die Leitzinsen aus Sicht des Staatschefs zu zögerlich gesenkt hatte.
Aus dem Streit zwischen dem unabhängigen Zentralbankchef und dem Präsidenten entwickelte sich eine Art Privatfehde, die in mittlerweile eingestellten Ermittlungen gegen Powell im Zusammenhang mit der kostspieligen Renovierung der US-Notenbankzentrale gipfelte. Das Bestätigungsverfahren Warshs steckte zunächst in einem Senatsausschuss fest, da ein republikanischer Senator die Aufhebung der Ermittlungen gegen Powell zur Bedingung für seine Zustimmung machte.
Verwendete Quellen:
- Nachrichtenagentur Reuters
