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Nordkoreas Machthaber bricht aus Pjöngjang in den Süden auf



Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und Südkoreas Präsident Moon Jae In sind zu ihrem historischen Gipfeltreffen aufgebrochen. Kim habe seine Reise in die entmilitarisierte Zone zwischen beiden Ländern am Freitag angetreten, berichteten nordkoreanische Staatsmedien.

Auf Live-Bildern im südkoreanischen Fernsehen war zu sehen, wie auch Moon in die Grenzregion aufbrach.

In der bislang detailliertesten direkten Äusserung Nordkoreas zu der diplomatischen Initiative mit dem Süden hiess es von der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA: «Kim Jong Un wird alle aufkommenden Punkte zur Verbesserung der interkoreanischen Beziehungen und zum Erreichen von Frieden, Wohlstand und der Wiedervereinigung der koreanischen Halbinsel offenherzig mit Moon Jae In diskutieren.»

Moon und Kim wollen sich an der Grenze beider Staaten in der entmilitarisierten Zone treffen. Wenn Kim die Linie übertritt, wird er der erste nordkoreanische Machthaber seit Kriegsende vor 65 Jahren sein, der südkoreanischen Boden betritt.

Bei den Gesprächen im Grenzort Panmunjom soll es um einen Abbau der militärischen Spannungen zwischen den Nachbarländern gehen. Ausserdem will Moon Kim davon überzeugen, sein Atomwaffenprogramm aufzugeben. Kim und Moon könnten zudem über Wege zu einem möglichen Friedensabkommen beraten. Seit dem Ende des Koreakriegs (1950-53) gilt auf der Halbinsel lediglich ein Waffenstillstand, offiziell befinden sich die beiden koreanischen Staaten noch immer im Kriegszustand.

Bilder von Treffen zwischen Pompeo und Kim

Kurz zuvor hatte die US-Regierung Fotos eines Treffens zwischen dem damaligen CIA-Chef Mike Pompeo und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un veröffentlicht. Pompeo war am Osterwochenende Anfang April überraschend in das abgeschottete Land gereist und hatte dort Kim getroffen. Der geheime Besuch war der ranghöchste Kontakt zwischen den USA und Nordkorea seit fast zwei Jahrzehnten.

Auf den am Donnerstag veröffentlichten Bildern schütteln sich Pompeo und Kim die Hände. Sie lächeln nicht.

US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag gesagt, die persönliche Begegnung zwischen den beiden sei erst ausgemacht worden, als Pompeo schon im Land gewesen sei. Sie habe rund eine Stunde gedauert. Bei dem Treffen ging es darum, einen geplanten Gipfel zwischen Trump und Kim vorzubereiten. Dafür gibt es noch keinen Termin. Zuletzt war von Anfang Juni die Rede. Trump erklärte, er habe drei oder vier Termine ins Auge gefasst.

Pompeo ist inzwischen Aussenminister der USA. Er wurde am Donnerstag vom Senat bestätigt. (sda/reu/dpa/afp)

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