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Mindestens 9 Tote und Dutzende Verletzte bei Lkw-Anschlag in Berlin



Bei einem Anschlag mit einem Lastwagen auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin sind am Montag mindestens neun Menschen getötet worden. Das teilte die Polizei mit. Nach Angaben der Feuerwehr wurden mindestens 50 Menschen teils lebensgefährlich verletzt.

Der schwarze Lastwagen war über das Trottoir am Breitscheidplatz bei der Gedächtniskirche gefahren und hatte mehrere Buden zerstört. Der Lastwagen fuhr nach Polizeiangaben auf einer Strecke von 50 bis 80 Metern über den Markt zwischen den Ständen durch und kam auf der Budapester Strasse zu stehen.

Ein Live-Video auf der Facebook-Seite der «Berliner Morgenpost» zeigte zerstörte Buden auf dem Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche. Der Sattelschlepper war vorne stark demoliert und nach dem Anschlag vor dem Hochhaus des Waldorf-Astoria-Hotels abgestellt, wie ein dpa-Fotograf berichtete.

Fahrer nach Flucht verhaftet

Dutzende Rettungswagen und viele Polizeiwagen waren vor Ort. Das Gelände wurde abgesperrt, Passanten wurden nur noch vom Weihnachtsmarkt gelassen. Die Polizei forderte die Bevölkerung auf, zu Hause zu bleiben und keine Gerüchte zu verbreiten. Man arbeite auf Hochtouren, teilte sie über Twitter mit.

Der Fahrer flüchtete zunächst Richtung Zoo. Später konnte er nach Polizeiangaben festgenommen werden. Ein weiterer Verdächtiger - wohl der Beifahrer - sei tot. Über die Todesursache des Mannes, der im Führerhaus des Lastwagens sass, war demnach zunächst nichts bekannt.

Situation unter Kontrolle

Kurz darauf sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller, die Situation sei unter Kontrolle. Der Regierungschef reagierte geschockt auf die Attacke mit mindestens neun Toten. «Was wir hier sehen, ist dramatisch», sagte Müller auf dem Breitscheidplatz. Seine Gedanken seien bei den Familien, die Tote oder Verletzte zu beklagen hätten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel war nach Angaben ihres Sprechers Steffen Seibert mit dem Innenminister und mit Müller in Kontakt. «Wir trauern um die Toten und hoffen, dass den vielen Verletzten geholfen werden kann», twitterte Seibert.

Bei einem Anschlag im Juli in Nizza waren 86 Menschen ums Leben gekommen, als ein Terrorist mit einem Lastwagen über die Uferpromenade der Mittelmeermetropole fuhr. Für diesen Anschlag hatte die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) die Verantwortung übernommen. (sda/dpa/afp)

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