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Eintöniges Ackerland bekommt jungen Steinkäuzen schlecht



Für das Überleben des Steinkauzes ist nicht die Reviergrösse entscheidend, sondern die Vielfalt. Die kleinen Eulen benötigen in intensiv genutzten Ackergebieten mehr Zeit für die Jagd, legen grössere Distanzen zurück und können die Jungen trotzdem weniger oft füttern.

Zu diesem Schluss kommen Fachleute der Schweizerischen Vogelwarte am Kaiserstuhl bei Freiburg im Breisgau D. Sie zeichneten gemäss Mitteilung vom Dienstag mit Hilfe von GPS-Sendern die Jagdflüge von 19 Steinkauz-Weibchen auf.

In monotonen Agrarlandschaften nutzen die Steinkäuze für die Nahrungssuche sechs Mal grössere Gebiete als in strukturreichen Lebensräumen. Während in vielfältigen und extensiv genutzten Landwirtschaftsgebieten weniger als zwei Hektaren für die Jagd ausreichten, waren die Reviere in monotonen Anbaukulturen über zwölf Hektaren gross. Grund war, dass in diesen nur wenig Nahrung vorhanden war.

Weitere Flüge

In intensiv genutzten Ackergebieten musste ein Weibchen für jedes Beutetier demnach zweieinhalb Mal weiter fliegen als Weibchen in vielfältigen Lebensräumen. Dort hätten die Weibchen in der gleichen Zeit einen Viertel mehr Futter verfüttern können. Dies führe zu einem besseren Bruterfolg und zu einer höheren Überlebenswahrscheinlichkeit der Jungen.

In einem kleinen Reviere mit viel Futter zu jagen sei für den Steinkauz also besser, als wenn er in einem grossen Territorien viel Energie und Zeit für die Jagd aufwenden müsse, schreibt die Vogelwarte. Die Studie zeige, wie wichtig strukturreiche Inseln in den eintönigen Landwirtschaftsgebieten seien.

Steinkäuze bewohnen unter anderem Obstgärten und landwirtschaftliche Kulturen. Die kleine Eule mit den goldgelben Augen umsorgt ihre drei bis vier Jungen über einen Monat lang. Um die hungrigen Schnäbel zu stopfen, sind Steinkauzeltern nachts unterwegs. Sie füttern ihre Jungen mit Mäusen, grossen Insekten und anderen kleinen Tieren. (sda)

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