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Betrug und zweifelhafte Geldtransfers in der Westschweiz



Eine im Wallis wohnhafte Frau hat Geldtransfers zwischen Schweizer Kunden und zweifelhaften ausländischen Dienstleistern abgewickelt. Sie ist bereits verurteilt worden.

Mehrere Romands wurden bei Onlineeinkäufen oder beim Abschliessen von Darlehen über das Internet betrogen, wie das Westschweizer Portal 20minutes.ch am Freitag schrieb. Bei der Zunahme handle es sich in den meisten Fällen um sogenanntes Phishing, sagte Jean-Pierre Greter, der stellvertretende Walliser Oberstaatsanwalt, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Vor allem würden vermehrt sogenannte «Money Mules» eingesetzt, um Gelder illegaler Herkunft zu waschen. Dabei geht ein Unternehmen oder eine Person via Internet einen Dritten an, damit dieser als «Packesel» oder eben als «Money Mule» tätig wird und Geld ins Ausland überweist.

«Packesel» in Martigny

Einer dieser «Packesel» sei eine in Martigny wohnhafte Französin gewesen, sagte Greter. Sie sei verurteilt worden und habe das Land bereits verlassen. Die Beträge, die auf ihr Konto geflossen seien, habe die Betrügerin rasch ins Ausland verschickt.

Die Geschädigten hatten teilweise Zehntausende Franken an die Frau überwiesen mit dem Ziel, ein noch viel höheres Darlehen zu erhalten. Dieses traf aber nie auf ihrem Konto ein. Weitere Betrugsopfer kauften Produkte auf der Plattform anibis.ch und zahlten Geld ein, erhielten im Gegenzug aber nichts. (sda)

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