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Fahrende: Jenische und Sinti wollen nicht mehr nur «Fahrende» sein



Jenische und Sinti wollen in der Schweiz als nationale Minderheit anerkannt werden und dies nicht nur unter dem Titel «Fahrende». Das ist der Inhalt einer Petition, welche am Mittwoch bei Innenminister Alain Berset eingereicht wurde.

Die Petition wurde im April 2015 lanciert und mittlerweile «von über 1000 namhaften Persönlichkeiten unterzeichnet», wie die Initianten mitteilten. Der Bundesrat wird darin aufgefordert, mittels offizieller Erklärung die schweizerischen Jenischen und Sinti als seit langem in diesem Land lebende nationale Minderheiten gemäss ihrer Selbstbezeichnung anzuerkennen.

Der Volksgruppen der Jenischen und Sinti gehören demnach in der Schweiz rund 35'000 Personen an. «Wir wollen in diesem Land als Volksgruppe geachtet, anerkannt und genannt sein, vergleichbar den Rätoromanen, die ebenfalls nicht nur wegen eines Teilaspekts ihrer Lebensweise, etwa als 'Jägervolk', anerkannt sind», heisst es im Petitionstext.

Die Lancierung der Petition erfolgte auch im Hinblick auf den 30. Jahrestag der Entschuldigung des Bundesrats für die Aktion «Kinder der Landstrasse» 1986. Zwischen 1926 und 1973 ware über 600 jenische Kinder ihren Eltern weggenommen worden.

Um die sogenannte Wiedergutmachung zu vollenden, brauche es auch den Schritt zur Anerkennung und zur korrekten Benennung dieser Volksgruppen, argumentieren die Petitionäre. Denn: «Ein Volk ohne Namen ist kein Volk.» Die unterzeichnenden Organisationen, darunter etwa die Gesellschaft für bedrohte Völker Schweiz, die Zigeunermission und die Caritas Zürich, unterstützen auch das Recht der Roma, als Minderheiten zu gelten. (sda)

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