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Evakuierung Ost-Aleppos vorerst unterbrochen



Die Evakuierung Ost-Aleppos ist am Freitag unterbrochen worden. Ein Vertreter Syriens nannte «Behinderungen» als Grund. Ein Informant der Nachrichtenagentur Reuters berichtete von mindestens vier Explosionen, die an einem Abfahrtsort für Busse zu hören gewesen seien.

Der Vertreter einer Rebellengruppe und ein oppositionsnaher TV-Sender berichteten, eine schiitische Miliz habe auf Buskonvois beim Verlassen Aleppos geschossen. Ein staatlicher syrischer Fernsehsender berichtete, Rebellen hätten entgegen den Abmachungen versucht, Gefangene zu verschleppen.

Zuvor hatten Aktivisten berichtet, dass die Evakuierung nur schleppend vorankommt. Augenzeugen erklärten, Tausende warteten bei winterlichen Temperaturen auf Busse, die sie aus der Stadt bringen sollen. «Das Problem ist, dass nicht viele Busse kommen», sagte Ibrahim al-Hadsch von der Rettungsorganisation Weisshelme.

An anderer Stelle blockierten Demonstranten eine Strasse, die zum Abtransport von Rebellen und Zivilisten aus Aleppo genutzt wurde. Sie forderten nach Darstellung der Hisbollah die Evakuierung von zwei schiitischen Dörfern, die in der Provinz Idlib von Aufständischen belagert werden.

In Syrien kämpft die vom Iran unterstützte Schiiten-Miliz Hisbollah an der Seite von Regierungstruppen. Der mit Syrien verbündete Iran hatte gefordert, dass die beiden Dörfer Fua und Kefraja unter die Abmachungen der Waffenruhe für Aleppo fielen.

Die Evakuierung hatte am Donnerstag begonnen. Ein Abkommen zwischen Regierung und Rebellen sieht vor, dass Kämpfer und Zivilisten die Stadt verlassen und in andere Gebiete unter Kontrolle der Opposition gebracht werden. Ein erster Anlauf zur Umsetzung war am Mittwoch gescheitert, weil neue Kämpfe ausgebrochen waren. In Ost-Aleppo warten noch Zehntausende auf den Transport. (sda/reu/dpa)

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