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Züblin nach Umstrukturierung wieder in der Gewinnzone



Die Immobiliengesellschaft Züblin ist erstmals seit März 2012 wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 erzielte das Zürcher Unternehmen einen Gewinn von 8.7 Millionen Franken.

Die vom russischen Grossaktionär Viktor Vekselberg eingeleiteten Restrukturierungsmassnahmen scheinen weiter Früchte zu tragen. Bereits im Vorjahreszeitraum verringerte Züblin den Verlust deutlich auf 23.6 Millionen Franken, wie aus der Mitteilung vom Mittwoch hervorgeht. Beim Betriebsgewinn (EBIT) erreichte Züblin ein Ergebnis von 12.3 Millionen Franken nach 9.5 Millionen in der Vorjahresperiode.

Das gute Vermietungsgeschäft und die allgemein freundliche Marktstimmung führten zudem zu positiven Bewertungseffekten bei den Züblin-Liegenschaften von 6.3 Millionen oder 4.9 Millionen nach Steuern, wie es heisst. Der Mietertrag nahm um 1.5 Prozent auf 9.5 Millionen Franken zu.

Die beiden Geschäftsbereiche Schweiz und Deutschland steigerten ihren Gewinn um 5.7 Millionen auf insgesamt 8.7 Millionen Franken. Der Verwaltungsaufwand schrumpfte dabei gegenüber dem Vorjahr um rund 11 Prozent auf 2.7 Millionen Franken. Das verlustbringende Frankreich-Geschäft hat Züblin im letzten Jahr aufgegeben.

Per Ende September betrug der Gesamtwert des Immobilienportfolios 338 Millionen Franken und erhöhte sich damit um 2.1 Prozent oder 6.5 Millionen Franken. Investitionen in Immobilien seien aktuell gefragt. Auch ein guter Vermietungsmarkt für Büroflächen in Deutschland habe sich positiv auf die Bewertung ausgewirkt.

Allerdings hat sich die Leerstandsquote gegenüber dem Vorjahr um 0.9 Prozentpunkte auf 9.9 Prozent verschlechtert. Grund dafür sei der Auszug eines Grossmieters in der Liegenschaft Hamburg Albert-Einstein-Ring gewesen.

Wechsel in der operativen Leitung

Wie das Unternehmen bereits ankündigte, wird der bisherige Züblin-Chef und Gefolgsmann von Vekselberg, Iosif Bakaleynik, sein Doppelmandat beenden und sich auf das Präsidium des Verwaltungsrats konzentrieren. Die Suche nach einem neuen CEO sei noch im Gange.

Per 1. Dezember wird wie geplant der bisherige Leiter Rechnungswesen der Gruppe sowie Leiter Finanzen und Controlling der deutschen Tochtergesellschaften, Roland Friederich, sein neues Amt als Finanzchef antreten. Im September hatte Züblin mitgeteilt, dass der derzeitige Finanzchef Thomas Wapp die Gruppe per Ende März 2017 verlassen werde. Er wechselt als Finanzchef zur Immobiliengesellschaft Allreal. (sda)

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