Unfallzahlen 2016 im öffentlichen Verkehr auf Rekordtief
Im vergangenen Jahr sind im Bereich des öffentlichen Verkehrs 157 Unfälle verzeichnet worden. Das sind so wenig Vorkommnisse wie noch nie seit Einführung von standardisierten Sicherheitsberichten.
Mit 157 Unfallereignissen nahm die Zahl der Unfälle gegenüber 2012 um fast ein Drittel ab. Die Zahl der Schwerverletzten war mit 97 die kleinste der letzten Jahre.
Auch die Zahl der getöteten Personen lag mit 31 Menschen in einem tiefen Bereich. Bei den Todesopfern handelte es sich vor allem um Personen, die sich unbefugt auf Bahnanlagen aufhielten. Passagiere kamen im Jahr 2016 keine ums Leben.
Zu den niedrigen Unfallzahlen beigetragen hat gemäss Angaben des Bundesamtes für Verkehr (BAV) vom Dienstag insbesondere die Eisenbahn. Bei den übrigen Verkehrsarten bewegten sich die Unfallzahlen auf dem Niveau der letzten fünf Jahren
Die 2004 ins Leben gerufene Task Force Bahnübergänge, welche die Sanierung der ungesicherten Bahnübergänge vorantrieb, hat ihre Ziele erreicht. Sie löste sich 2016 aufgrund des weit fortgeschrittenen Sanierungsstands auf.
Nachholbedarf hat die Schweiz hingegen bei der Arbeitssicherheit. Im europäischen Vergleich liegt die Schweiz bei den verunfallten Mitarbeitenden zurück. Bereits in früheren Sicherheitsberichten wies das BAV darauf hin, dass die Schweiz im Bereich Arbeitssicherheit - vor allem bei Arbeiten im Gleisbereich - vergleichsweise hohe Unfallzahlen aufweist. (sda)
