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Airbus schlägt wegen Brexit für Grossbritannien-Geschäft Alarm



Der Luftfahrtkonzern Airbus will im Fall eines harten Brexits seine Investitionen in Grossbritannien überdenken. «Einfach ausgedrückt gefährdet ein Szenario ohne Deal direkt die Zukunft von Airbus im Vereinigten Königreich», erklärte Airbus-Chef Tom Enders.

Falls das Land im März 2019 ohne Deal aus der EU aussteige und damit im kommenden Jahr Binnenmarkt und Zollunion sofort und ohne Übergangsphase verlasse, würde dies laut Airbus zu einer «schweren Störung und Unterbrechung» der Produktion führen, erklärte Enders in der Nacht zum Freitag.

«Dieses Szenario würde Airbus dazu zwingen, seine Investitionen im Vereinigten Königreich und seinen langfristigen Fussabdruck im Land zu überdenken», teilte das Unternehmen mit.

Airbus beschäftigt nach eigenen Angaben 14'000 Mitarbeiter an 25 Standorten in Grossbritannien, in seiner britischen Zulieferkette unterstütze es 110'000 Jobs. In den britischen Werken Filton und Broughton werden alle Flügel der Airbus-Verkehrsflugzeuge entworfen und hergestellt.

In einer Risikobewertung schreibt Airbus, dass ein geordneter Rückzug mit einem Brexit-Abkommen vorzuziehen sei. Die derzeit angedachte Übergangsphase bis Dezember 2020 reiche aber nicht aus, damit EU und Grossbritannien die offenen Fragen regeln können. Sie sei auch für Airbus zu kurz, um die notwendigen Änderungen in seiner umfangreichen Zulieferkette umzusetzen. (sda/awp/dpa)

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