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Russland -Türkei: Russland verschärft Kontrollen für türkische Lebensmittelimporte



Nach dem Abschuss eines russischen Kampfflugzeugs durch die Türkei verschärft Russland die Kontrollen für türkische Lebensmittel. Waren aus der Türkei werden bei der Einfuhr stärker überprüft.

Der russische Landwirtschaftsminister Alexander Tkaschjow begründete dies am Donnerstag mit «wiederholten Verletzungen russischer Normen durch türkische Hersteller». Er verwies dabei etwa auf «verbotene und schädliche Substanzen» sowie stark erhöhte Pestizid- und Nitratwerte.

Die russische Regierung habe die Behörde für Lebensmittelsicherheit deshalb aufgefordert, die Kontrollen über landwirtschaftliche Produkte aus der Türkei zu verschärfen. Ausserdem seien zusätzliche Überprüfungen an der Grenze und an Produktionsstätten in der Türkei geplant. Von den Massnahmen könnten 15 Prozent der landwirtschaftlichen Importprodukte in Russland betroffen sein.

Den Abschuss des russischen Kampfjets vom Dienstag im türkisch-syrischen Grenzgebiet erwähnte der Minister zwar nicht. Experten erwarteten aber vor allem wirtschaftliche Schritte gegen die Türkei. Präsident Wladimir Putin hatte eine Reaktion angekündigt. Die Regierung rief bereits zu einem Verzicht auf Türkei-Ferien auf.

Seit 2014 Embargo gegen westliche Lebensmittel

Russland wird bereits seit Jahren vorgeworfen, gesundheitspolitische Entscheidungen entsprechend seiner geopolitischen Positionen zu treffen, etwa auch im Fall der Ukraine und Georgiens. Seit Sommer 2014 besteht ein Embargo auf die meisten Lebensmittel aus westlichen Ländern, die Russland wegen seiner mutmasslichen Verwicklung in den Ukraine-Konflikt mit Sanktionen belegt haben.

Türkische F-16-Kampfflugzeuge hatten am Dienstag einen russischen Bomber vom Typ Su-24 im türkisch-syrischen Grenzgebiet abgeschossen, weil das Flugzeug nach Angaben der türkischen Armee trotz wiederholter Warnungen in den türkischen Luftraum eingedrungen war. Das russische Verteidigungsministerium erklärte dagegen, die Su-24 sei über syrischem Gebiet geflogen. Der Abschuss führte zu erheblichen Spannungen zwischen Russland und Türkei. (sda/dpa/afp/reu)

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