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Blick in das musikalische Gehirn des Sängers Sting



Forschende der kanadischen McGill Universität durften einen Blick in das Gehirn des «The Police»-Sängers Sting werfen. Dabei stellten sie fest, dass sein Hirn offenbar Gemeinsamkeiten zwischen Songs erkennt, die dem Durchschnittshörer entgehen.

Kurz vor einem Auftritt in Montreal machte der Sänger Sting einen Zwischenstopp im Labor des Hirnforschers Daniel Levitin von der McGill Universität. Dessen Bestseller «This is your brain on music» hatte seine Neugier geweckt. Der Forscher nutzte die Gelegenheit des Besuchs und bat, das Gehirn des «The Police»-Sängers scannen zu dürfen.

Mithilfe neu entwickelter Analysemethoden kartierten Levitin und sein Kollege Scott Grafton von der University of California in Santa Barbara, welche Hirnareal aktiviert wurden, während Sting verschiedene Songs hörte. Die Methoden und die damit gewonnenen Ergebnisse der Fallstudie an Stings Gehirn stellten die Forscher kürzlich im Fachblatt «Neurocase» vor.

Im Kern der Methoden stünde die Möglichkeit zu testen, ob sich die Aktivitätsmuster im Gehirn bei ähnlichen Musikstilen mehr gleichen als bei verschiedenen Stilen, erklärte Grafton in einem Artikel der McGill Universität auf der Website Futurity.org.

Verborgene Ähnlichkeiten

Dabei stellte Stings Gehirn Ähnlichkeiten zwischen Songs fest, die selbst Hörern mit einer gewissen musikalischen Expertise nicht unbedingt auffallen: «Stings Hirnscan zeigte uns mehrere Zusammenhänge zwischen Musikstücken, die ich gut kenne, aber nie als verwandt betrachtet habe», sagte Levitin, der selbst auch als Musiker und Musikproduzent gearbeitet hat.

Als Beispiel nennt der Artikel den Beatles-Song «Girl» und Astor Piazzolla's Tangonummer «Libertango», die im Hirnscan die grösste Überlappung an Aktivität zeigten. Beide Stücke sind in Moll-Tonarten gehalten und enthalten ähnliche melodische Motive.

Ein weiteres Beispiel sei Stings eigener Song «Moon over Bourbon Street» und das Stück «Green Onions» von Booker T. and the M.G.'s.: Beide sind in F-Moll, haben das gleiche Tempo und einen Swing-Rhythmus.

Expertise und Organisation

Die Methoden, die in dem Fachartikel vorgestellt wurden, liessen sich nicht nur auf musikalische Expertise anwenden, so Levitin. Auch wie Athletinnen ihre Bewegungen, Buchautoren ihre Charaktere oder Malerinnen Farbe, Form und Raum in ihrem Gehirn organisieren, liesse sich damit studieren.

Mit der Fallstudie an Stings Gehirn ergeben sich Einblicke, wie das Gehirn eines professionellen Musikers Musik organisiert. «Das ist von Bedeutung, weil im Kern grosser Musikalität die Fähigkeit liegt, die Repräsentation von Klanglandschaften im Geiste nach Belieben zu manipulieren», erklärte Levitin. (sda)

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