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Trump stellt Steuerkürzungen bis zum Jahresende in Aussicht



US-Präsident Donald Trump will noch vor Ende dieses Jahres die Steuern in den USA senken. Das kündigte der Milliardär in einem am Sonntagabend ausgestrahlten Fernsehinterview mit dem Sender Fox News an.

Auf die Frage, ob die Bevölkerung einen solchen Schritt noch 2017 erwarten könne, antwortete Trump: «Ich denke ja.» Ein Ersatz für die Gesundheitsreform seines Vorgängers Barack Obamas, die er rückgängig machen will, wird dagegen offenbar länger auf sich warten lassen.

Es werde einen «wunderbaren» Plan geben, kündigte Trump an. Der Prozess sei im Gange, sagte der Präsident, aber er könne sich bis ins nächste Jahr hineinziehen.

Atomabkommen: «Wir werden sehen»

Auf den Iran angesprochen bekräftigte Trump seine Kritik am Atomabkommen mit Teheran. Es sei eine «Schande», dass ein derart schlechtes Abkommen abgeschlossen worden sei, sagte der Republikaner. Auf die Frage, ob die USA aussteigen würden, antwortete er aber lediglich: «Wir werden sehen».

Trump kündigte zudem eine Kommission unter der Leitung seines Vizepräsidenten Mike Pence an, die angeblichen Wahlbetrug bei der Präsidentenwahl 2017 untersuchen soll.

Die grosse Mehrheit von Wahlexperten, Vertretern der Bundesstaaten und Politikern geht davon aus, dass Fälle von Wahlbetrug in den USA sehr selten sind. Trump hat jedoch mehrfach erklärt, er glaube, dass möglicherweise Millionen Stimmen nicht rechtmässig gewesen seien.

Die Kommission unter Vizepräsident Pence werde sich das sehr, sehr genau anschauen, sagte Trump in dem Interview des Senders Fox News, das am Freitag aufgenommen wurde.

Vor Blockade der Einreisesperre

Da das Interview am Freitag aufgezeichnet wurde, wurden jüngste Entwicklungen im Streit um Trumps Einreiseverbote nicht aufgegriffen. Am Samstag hatte der Sender bereits einen Interview-Ausschnitt ausgestrahlt, in dem Trump bekräftigte, dass er seinen russischen Kollegen Wladimir Putin respektiere.

In Anspielung auf Vorwürfe, nach denen Putin und enge Gefolgsleute für die Ermordung von Journalisten und Dissidenten verantwortlich seien, warf Interviewer Bill O'Reilly ein, dass Putin doch «ein Mörder ist». Trump entgegnete darauf: «Es gibt eine Menge Mörder. Wir haben eine Menge Mörder. Was glauben Sie? Dass unser Land so unschuldig ist?» (sda/dpa)

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