Tessiner Gesundheitsdirektor verpasst Wiederwahl voraussichtlich

Tessiner Gesundheitsdirektor verpasst Wiederwahl voraussichtlich

07.04.2019, 19:0407.04.2019, 19:04

Der Tessiner Gesundheitsdirektor Paolo Beltraminelli (CVP) dürfte die Wiederwahl verpassen. Nach Auszählung der Stimmen in rund 80 Gemeinden liegt er gegenüber seinem parteiinternen Konkurrenten Raffaele De Rosa mit über 6300 Stimmen im Rückstand.

Beltraminelli könnte überdies möglicherweise noch von einer zweiten Konkurrentin der CVP-Liste eingeholt werden: Alessandra Zumthor hat zurzeit rund 1000 Stimmen weniger als er. Noch sind allerdings die Stimmen aus Lugano, Locarno und Bellinzona und auch etlicher Gemeinden im Südtessin nicht ausgezählt.

Bertoli dürfte Wahl schaffen

Die anderen vier Staatsräte, Manuele Bertoli (SP), Christian Vitta (FDP) sowie die Lega-Vertreter Claudio Zali und Norman Gobbi dürften gemäss den zurzeit vorliegenden Resultaten die Wiederwahl schaffen. Heute setzt sich die Kantonsregierung aus zwei Lega-Vertretern sowie je einem Vertreter von FDP, CVP und SP zusammen.

Bertoli war ein knappes Rennen prophezeit worden. Hätte die SP den Sitz verloren, wäre sie seit 1922 erstmals nicht mehr in der Regierung vertreten gewesen. Die SP schnitt - zusammen mit den Jungsozialisten - nun aber mit 15.87 Prozent Wähleranteil besser ab als vorausgesagt. 2015 hatte die SP 14.81 Prozent der Stimmen geholt.

Die Lega, die zu den Staatsratswahlen zusammen mit der SVP angetreten war, konnte in der Staatsratswahl beim Wähleranteil kaum profitieren. Die gemeinsame Liste kam auf 28.32 Prozent der Stimmen. 2015 holten die beiden Listen von Lega und «La Destra», auf der damals die SVP angetreten war, zusammen 32.17 Prozent der Stimmen.

Weniger FDP-Stimmen

Die FDP, die 2011 ihren zweiten Regierungssitz an die Lega verloren hatte, kam am Sonntag noch auf 24.11 Prozent; 2015 hatte sie einen Wähleranteil von 26.25 Prozent. Im Aufwind ist die CVP. Sie erreichte 20.11 Prozent gegenüber 17.54 Prozent vor vier Jahren.

Das Tessin wählt seine Regierung im Proporzverfahren. Derzeit hat die Lega zwei Sitze, und die FDP, die CVP und die SP haben je einen. Insgesamt kandidierten 53 Männer und Frauen auf 13 Listen für die Regierung. (sda)

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