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Wehrt sie auch Corona-Varianten ab? Die 5 wichtigsten Fragen zur Booster-Impfung

Sechs Monate nach der Corona-Impfung wird mittlerweile auf Hochtouren geboostert. Doch kann der dritte Piks auch Varianten wie Omikron oder Delta abwehren?
08.12.2021, 06:0908.12.2021, 06:34
Sandra Simonsen / t-online
Bild: keystone
Ein Artikel von
t-online

Während die Delta-Variante noch 97 Prozent der Corona-Infektionen in der Schweiz ausmacht, breitet sich die neue Omikron-Variante in der Welt weiter aus. Auch in der Schweiz könnte die neue Mutante zum Problem werden.

Gleichzeitig lässt der Impfschutz vieler Menschen mittlerweile nach, da sechs Monate und mehr seit der letzten Corona-Impfung vergangen sind. Für sie wird eine Booster-Impfung empfohlen. Wie gut ist der Impfschutz der Booster-Impfung? Welches Vakzin wird empfohlen? Und wirkt die Auffrischungsimpfung auch besser gegen Corona-Varianten? 

Wie viele Menschen sind bereits geboostert?

Bisher wurden in der Schweiz gut 10 Prozent der Gesamtbevölkerung über 12 Jahren dreifach gegen Covid-19 geimpft. Bei den Ü65 sind es 36,5 Prozent.

Welche Booster-Impfung schützt am besten?

Fest steht: Die dritte Corona-Impfung kurbelt das Immunsystem an. Allerdings gibt es einer Studie aus Grossbritannien zufolge starke Unterschiede zwischen den einzelnen Impfstoffen. In einer Phase-II-Studie haben die Wissenschaftler untersucht, wie effektiv die Booster-Impfung bei sieben verschiedenen Impfstoffen wirkt. Darunter auch Impfstoffe, die in der Schweiz nicht zugelassen sind. Die rund 2'900 Studienteilnehmer waren mit den Vakzinen von Biontech oder Astrazeneca grundimmunisiert worden. 28 Tage nach der Booster-Impfung untersuchten die Wissenschaftler die Immunantwort der Probanden.

Bild: keystone

Das Ergebnis war eindeutig: Die beste Wirkung erzielte die Booster-Impfung mit dem Impfstoff von Moderna – sowohl nach einer Erstimpfung mit Biontech als auch mit Astrazeneca. Etwas schwächer war die Immunreaktion bei einer Drittimpfung mit Biontech. Insgesamt sei die Reaktion bei Kreuzimpfungen «akzeptabel» gewesen, so das Team.

Wie gut schützt die Booster-Impfung generell vor einer Infektion?

Mehrere Studien belegen, dass der dritte Piks zu einem erheblich höheren Impfschutz beiträgt. So zeigte eine Studie aus Israel, dass es bei Zweifach-Geimpften mehr als zehnmal so viele Infektionen und 20-mal so viele schwere Verläufe gab, wie bei Dreifach-Geimpften. In der Studie wurden mehr als eine Million Senioren aus Israel untersucht.

Ebenfalls in Israel wurden mehr als 700'000 Menschen beobachtet, die bereits eine Booster-Impfung mit dem Vakzin von Biontech erhalten hatten. Zusätzlich gab es eine Kontrollgruppe von 700'000 Zweifach-Geimpften. Die Studie zeigte: Das Risiko für einen schweren Verlauf oder einen Krankenhausaufenthalt ist für die Dreifach-Geimpften im Vergleich zu den Doppelt-Geimpften nochmals um mehr als 90 Prozent gesunken. Und das Risiko, mit Covid zu sterben, ist um mehr als 80 Prozent niedriger als bei doppelt Geimpften ohnehin schon. 

Wie gut ist der Schutz gegen Varianten?

Die Wissenschaftler aus Grossbritannien, die auch untersucht haben, welcher Impfstoff als Booster besonders gut wirkt, haben ebenfalls analysiert, inwieweit die Booster-Impfungen gegen verschiedene Virusvarianten wirken. Es zeigte sich, dass die Wirksamkeit der Antikörper bei der Delta-Variante geringer war als beim Ursprungsvirus. Trotzdem zeigten alle Booster-Impfungen auch eine Wirkung gegen alle Varianten.

Bild: keystone

Allerdings ist dabei zu beachten, dass die untersuchten Daten nur Laborwerte waren. Hohe Antikörper- und T-Zellen-Werte müssten nicht zwingend auch eine hohe Immunität im Alltag bedeuten. 

Wie steht es um den Impfschutz gegen die neue Omikron-Variante?

Zur neuen Variante Omikron, die Ende November zuerst in Südafrika entdeckt wurde, ist bisher noch wenig bekannt. Trotzdem gibt es bereits jetzt Einschätzungen darüber, wie gut die Impfstoffe und auch die Booster-Impfungen gegen die Mutante wirken könnten. 

Wie die Impfstoffe gegen Omikron angepasst werden sollen, lesen Sie hier. Zunächst hatten sich viele Wissenschaftler wie beispielsweise Christian Drosten, Chefvirologe der Berliner Charité, zuversichtlich gezeigt, dass die Impfstoffe auch gegen Omikron wirksam seien. Wegen der vielen Mutationen der Variante gingen einige Wissenschaftler dann allerdings von einer «erheblichen Abnahme» der Schutzwirkung aus. Deshalb haben die Impfstoffhersteller teilweise begonnen, ihre Impfstoffe zu überarbeiten.

Der künftige Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) erklärte jetzt auf Twitter: «Mit Schnelltests ist Omikron erkennbar. Mit Boosterimpfung ist schwerer Verlauf fast sicher vermeidbar. Daher sind wir auf dem richtigen Weg.» Lauterbach warnte allerdings auch, Omikron scheine zum ersten Mal eine «echte massive Durchbruchsvariante» zu sein. Gleichzeitig betont er: «Durchbruch gegen Booster unwahrscheinlich.» 

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