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Umstrittene Präsidentenwahl in Venezuela beginnt



Inmitten der politischen und wirtschaftlichen Krise hat in Venezuela die umstrittene Präsidentenwahl begonnen. Ein Sieg des sozialistischen Amtsinhabers Nicolás Maduro galt am Sonntag als so gut wie sicher.

Zahlreiche Regierungsgegner sitzen im Gefängnis, wurden von der Wahl ausgeschlossen oder sind ins Ausland geflohen. Das wichtigste Oppositionsbündnis MUD fürchtete Wahlbetrug und boykottierte die Abstimmung. Zahlreiche Länder der Region, die USA und die Europäische Union kündigten bereits an, die Wahl nicht anzuerkennen.

Offiziell sollten die Wahllokale um 16.00 Uhr (22.00 Uhr MESZ) schliessen. Allerdings blieben sie in der Vergangenheit häufig noch stundenlang nach der offiziellen Schliessung geöffnet. Mit einem vorläufigen Ergebnis wird in der Nacht zum Montag gerechnet.

Vorwürfe an USA

Am Samstag hatte die Regierung Maduros den USA vorgeworfen, mit neuen Sanktionen die Abstimmung sabotieren zu wollen. Diese seien eine «systematische Kampagne der Aggression», erklärte die Regierung in Caracas. Die Strafmassnahmen von US-Präsident Donald Trump hätten keine rechtliche Grundlage,

Die USA hatten am Freitag den Druck auf Venezuela erhöht. Sie brachten Maduro erstmals öffentlich in Zusammenhang mit Drogenhandel und warfen ihm vor, vom Drogenschmuggel zu profitieren.

Die Regierung in Washington verhängte Sanktionen gegen die Nummer zwei in Maduros Sozialistischer Partei, Diosdado Cabello. Die USA hatten Maduro bereits mit Sanktionen wegen Verstosses gegen die Menschenrechte belegt und machen ihn verantwortlich für die Krise in Wirtschaft und Politik des ölreichen Landes.

Schwere Krise

Das südamerikanische Land steckt in der schwersten Krise seiner Geschichte. Wegen Devisenmangels kann das ölreichste Land der Welt kaum noch Lebensmittel und Medikamente einführen.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für das laufende Jahr mit einem Einbruch der Wirtschaftskraft um 15 Prozent und einer Inflationsrate von mehr als 13'000 Prozent. Angesichts der humanitären Krise haben bereits Millionen Venezolaner das Land bereits verlassen. (sda/reu/dpa)

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