Mazedoniens Parlament billigt Änderung des Landesnamens
Das mazedonische Parlament hat am Freitagabend die Umbenennung des südlichen Balkanlandes in «Republik Nordmazedonien» beschlossen. Für die entsprechende Verfassungsänderung stimmten 81 der 120 Abgeordneten.
Damit wurde die vorgeschriebene Zweidrittelmehrheit erreicht. Auch das Parlament in Athen muss der Vereinbarung zwischen dem griechischen Regierungschef Alexis Tsipras und dem mazedonischen Ministerpräsidenten Zoran Zaev noch zustimmen.
Die Umbenennung des Landes ist eine entscheidende Voraussetzung dafür, dass Mazedonien den Namensstreit mit Griechenland beilegen kann. Damit würde für Mazedonien der Weg zur Aufnahme in Nato und EU frei, was Athen bislang blockiert hat.
Nach der Erringung der Unabhängigkeit im Prozess des Zerfalls Jugoslawiens im Jahr 1991 wurde das Land unter dem Namen Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien (englische Abkürzung: FYROM) Mitglied der Vereinten Nationen. Griechenland besteht seitdem auf einer Namensänderung, weil eine Provinz im Norden des Landes ebenfalls den Namen Mazedonien (Altgriechisch: Makedonia) trägt. (sda/dpa/afp)
