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Krieg in Nahost: USA lockern Sanktionen auf iranisches Öl

KEYPIX - epa12819270 ​An Israeli artillery unit deployed at an undisclosed location at the Israeli border with Lebanon shells targets in Lebanon, 14 March 2026. The Israeli military stated  ...
Eine israelische Artillerieeinheit beschiesst am 14. März 2026 Ziele im Libanon.Bild: keystone
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USA lockern Sanktionen auf iranisches Öl ++ Iran greift US-britischen Militärstützpunkt an

11.03.2026, 05:2021.03.2026, 06:46
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6:19
Berichte: Iran greift US-britischen Militärstützpunkt an
Der Iran hat US-Medienberichten zufolge einen von Grossbritannien und den USA gemeinsam genutzten Militärstützpunkt auf den Chagos-Inseln im Indischen Ozean angegriffen. Die Islamische Republik attackierte den Stützpunkt auf der Insel Diego Garcia am Freitagmorgen (Ortszeit) mit ballistischen Raketen, wie unter anderem das «Wall Street Journal» und der Sender CNN unter Berufung auf ranghohe US-Beamte berichteten. Demnach feuerte der Iran zwei Geschosse mit mittlerer Reichweite auf die Basis ab, doch keines der beiden habe die Anlage getroffen. Eine offizielle Bestätigung seitens der britischen oder der US-Regierung gab es zunächst nicht.



Angesichts der Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran hatte US-Präsident Donald Trump schon vor Kriegsbeginn darauf gepocht, dass Grossbritannien doch nicht wie geplant die Chagos-Inseln an Mauritius zurückgibt. Die USA könnten auf die Insel Diego Garcia angewiesen sein, um einen möglichen Angriff des iranischen Militärs abzuwehren, hatte Trump Mitte Februar auf seiner Plattform Truth Social mitgeteilt. Laut dem britischen Premierminister Keir Starmer ist der Stützpunkt einer der wichtigsten Beiträge des Vereinigten Königreichs zur Sicherheitspartnerschaft mit den USA. (sda/dpa)

6:17
USA lockern Sanktionen auf iranisches Öl auf Schiffen
Die USA lockern im Iran-Krieg vorübergehend Sanktionen auf iranisches Öl, das sich derzeit auf Schiffen befindet. Das US-Finanzministerium teilte mit, Verkauf und Lieferung seien bis zum 19. April erlaubt.

Mit der Aufhebung von Sanktionen auf Erdöl versuchen die USA, die steigenden Preise für den Rohstoff unter Kontrolle zu bekommen.



US-Finanzminister Scott Bessent hatte die Lockerung bereits am Donnerstag in Aussicht gestellt. Er geht früheren Angaben zufolge von etwa 140 Millionen Barrel (1 Barrel = 159 Liter) aus. Dabei betonte er, dass iranisches Öl weiterhin vom Persischen Golf nach Indien und China exportiert werde. China und Indien sind die wichtigsten Abnehmer des Rohstoffs aus dem Iran.

Jüngst hatten die USA bereits mitgeteilt, dass russisches Öl, das sich bereits auf Schiffen befinde, vorerst wieder straflos verkauft werden dürfe. Die befristete Ausnahme von US-Sanktionen soll bis 11. April gelten. (sda/dpa)
22:47
Trump: «Erwägen Angriffe auf den Iran zurückzufahren»
«Wir erwägen, unsere umfangreichen Bemühungen im Nahen Osten in Bezug auf das terroristische Regime im Iran zurückzufahren», teilte Donald Trump am Abend auf seiner Plattform Truth Social mit. Die USA stünden laut Trump «kurz davor», ihre Ziele zu erreichen.



Trump listete fünf Ziele auf. Dazu zählte er die vollständige Zerstörung der iranischen Raketenarsenale und Abschussvorrichtungen sowie der dortigen Verteidigungsindustrie. Ausserdem sollten die Marine und Luftwaffe samt der Flugabwehrsysteme ausgeschaltet werden.

Zudem gehe es darum, niemals zuzulassen, dass der Iran auch nur annähernd in den Besitz von Atomwaffen gelange. Schliesslich nannte Trump als Ziel den Schutz der Verbündeten im Nahen Osten, einschliesslich Israel, Saudi-Arabien, Katar, Vereinigte Arabische Emirate, Bahrain, Kuwait und weitere.

Trump sieht andere in der Verantwortung bei Strasse von Hormus

Zudem sehen sich die USA nach den Worten Trumps nicht in der Hauptverantwortung, die für den Energiehandel wichtige Strasse von Hormus zu schützen. Primär seien dafür die Länder verantwortlich, die die Strasse nutzen, wie er schrieb. Die USA könnten sich auf Anfrage an der Operation beteiligen. (hkl/sda)
20:15
Bericht: USA bereiten sich auf möglichen Bodentruppen-Einsatz im Iran vor
Vertreter des Pentagons haben laut einem Bericht des US-Senders «CBS News» konkrete Vorbereitungen für einen möglichen Einsatz von US-Bodentruppen im Iran getroffen. Unter Berufung auf mehrere informierte Quellen heisst es, ranghohe Militärs hätten entsprechende Optionen ausgearbeitet und Anträge eingereicht.

US-Präsident Donald Trump schloss einen solchen Einsatz nicht ausdrücklich aus, betonte jedoch im Oval Office, er plane derzeit keine Stationierung von Truppen. Zugleich sagte er: «Wenn ich es täte, würde ich es Ihnen sicher nicht sagen.» (hkl)

19:07
Grossbritannien erlaubt USA Nutzung von Militärstützpunkten
Grossbritannien hat den USA die Nutzung seiner Militärstützpunkte für Einsätze gegen iranische Stellungen in der Strasse von Hormus gestattet. Das berichtet BBC.

Laut Downing Street wurde die bisherige Erlaubnis nun ausgeweitet: US-Streitkräfte dürfen britische Basen auch für «defensive Operationen» zum Schutz von Schiffen in der Region nutzen.

Direkt an Angriffen beteiligt sich Grossbritannien weiterhin nicht. Die Regierung betont zudem die Notwendigkeit einer schnellen Deeskalation und einer raschen Lösung des Konflikts. (hkl)
17:40
Nato zieht wegen Iran-Krieg Soldaten aus dem Irak ab
Die Nato hat wegen der angespannten Sicherheitslage im Nahen Osten das Personal ihrer Irak-Mission nach Europa verlegt. «Ich möchte dem Irak und allen Alliierten danken, die die sichere Verlegung unterstützt haben», teilte Nato-Oberbefehlshaber Alexus Grynkewich mit. Die Mission werde nun vorerst vom operativen Führungskommando des Bündnisses in Neapel aus fortgesetzt. Zur Zahl der in Sicherheit gebrachten Personen gab es zunächst keine offiziellen Angaben. Aus Bündniskreisen hiess es, es seien einige Hundert betroffen gewesen.

Die Evakuierungsaktion der Nato folgt darauf, dass der von den USA und Israel angegriffene Iran zuletzt auch Ziele im Irak beschossen hatte. Das Land grenzt an den Iran und beherbergt mehrere westliche Militärstützpunkte.

Ziel des 2018 gestarteten Nato-Einsatzes im Irak ist es vor allem, ein Wiedererstarken der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu verhindern. Dazu wurden bislang etwa irakische Militärausbilder geschult. Auch Deutschland beteiligt sich an dem Einsatz. So waren in der Vergangenheit Bundeswehrsoldaten unter anderem als Berater an einer Panzertruppenschule eingesetzt und begleiteten die Einführung von Simulatoren. (sda/dpa)
17:39
Israelische Bodeneinsätze im Libanon dauern an
Bei ihren Bodeneinsätzen im Südlibanon hat die israelische Armee nach eigenen Angaben mit Unterstützung aus der Luft mehrere Mitglieder der Hisbollah getötet. Wie Israels Militär weiter mitteilte, wurden seit dem Beginn «gezielter Bodeneinsätze» vor rund einer Woche auch Stellungen der Miliz zerstört und Waffen sichergestellt.



Aus libanesischen Sicherheitskreisen hiess es, es gebe derzeit heftige Kämpfe zwischen der Hisbollah und israelischen Soldaten in der Stadt Chiam. Diese hätten sich inzwischen in den Norden der Stadt verlagert, da Israels Armee immer weiter vordringe. Insgesamt sei das Militär aus dem südlichen Nachbarland bereits sieben Kilometer tief im Libanon vorgerückt.

Die Hisbollah-Miliz feuerte indes erneut Raketen und Drohnen Richtung Israel.
(sda/dpa)
16:09
Chamenei bleibt unsichtbar – Iran wartet auf erste Rede
Der erste öffentliche Auftritt des neuen iranischen Revolutionsführers, Modschtaba Chamenei, lässt weiter auf sich warten.

Viele Menschen im Iran hatten mit Spannung erwartet, ob er zum Neujahrsfest live sprechen würde. Doch das Staatsfernsehen zeigte lediglich ein Standbild mit seinem Porträt und einer iranischen Flagge. Dazu wurde eine Rede verlesen, die ihm zugeschrieben wurde.



Modschtaba Chamenei ist seit seiner Ernennung zum neuen Religionsführer am 8. März nicht öffentlich in Erscheinung getreten - weder mit einer Audio- noch mit einer Videobotschaft. Laut Aussage der US-Regierung ist er verletzt. Nähere Informationen gibt es bislang nicht. (sda/dpa)
15:12
Abu Dhabi: Festnahmen wegen Verbreitung von Fehlinformationen
In den Vereinigten Arabischen Emiraten sind nach Polizeiangaben mehr als 100 Menschen wegen Vorwürfen der Verbreitung von Falschinformationen festgenommen worden.

Die Polizei in der Hauptstadt Abu Dhabi teilte auf X mit, 109 Menschen seien festgenommen worden, weil sie während «der laufenden Ereignisse Orte und Vorfälle» gefilmt sowie falsche Informationen über soziale Medien verbreitet hätten.

Die Polizei erklärte, solche Aktionen könnten die «öffentliche Meinung aufhetzen» und Gerüchte in der Gesellschaft verbreiten. Es handle sich um Menschen unterschiedlicher Nationalitäten. Weitere Details wurden nicht genannt.

Kritik an der Regierung, den Behörden und ihrer Arbeit stehen in den Emiraten unter Strafe. Es drohen Geldstrafen in Höhe von umgerechnet mehreren Zehntausend Franken und auch mehrere Jahre Haft. (sda/dpa)
14:08
IEA-Chef: Schwerste Energiekrise der Geschichte
Der Chef der Internationalen Energieagentur warnte, dass es sechs Monate dauern könnte, bis die Öl- und Gaslieferungen aus dem Golf wiederhergestellt sind. In einem Interview mit der «Financial Times» meinte Fatih Birol zudem, die Welt stehe vor der schwersten Energiekrise ihrer Geschichte.



Politiker und Märkte würden das Ausmass der Unterbrechung unterschätzen, so Birol, da etwa ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gasvorräte praktisch in der Region festsitze. Der IEA-Chef bezeichnete den Krieg im Iran als die «grösste globale Bedrohung für die Energiesicherheit in der Geschichte» und sagte, es werde Zeit brauchen, bis Öl und Gas wieder verfügbar seien: «Es wird sechs Monate dauern, bis einige [Standorte] wieder betriebsbereit sind, bei anderen wird es viel länger dauern», fügte er hinzu. (lak)
10:11
Iran meldet Tod des Pressesprechers der Revolutionsgarden
Die iranischen Revolutionsgarden melden den Tod ihres Sprechers, Ali Mohammed Naini. Nach Angaben der ihnen nahestehenden Nachrichtenagentur Tasnim ist der General bei einem Angriff getötet worden, für den sie Israel und die USA verantwortlich machen.

Die Garden würdigten Naini als langjährigen Kommandeur, der mehr als vier Jahrzehnte im Dienst der islamischen Revolution gestanden habe. (sda/dpa)
9:51
Irans Führung an Geheimdienst: Feinden Sicherheit entziehen
Die iranische Führung hat die Mitarbeiter des Geheimdienstes dazu aufgerufen, den «Feinden im In- und Ausland» die Sicherheit zu entziehen. In einer Mitteilung auf dem X-Profil des neuen obersten Führers, Modschtaba Chamenei, hiess es weiter, nach dem Tod von Geheimdienstchef Ismail Chatib müssten die «übrigen Beamten und Mitarbeiter dieses sensiblen Ministeriums» diese Lücke ausgleichen.

Modschtaba Chamenei ist seit seiner Ernennung zum neuen Religionsführer am 8. März nicht öffentlich in Erscheinung getreten - weder mit einer Audio- noch mit einer Videobotschaft. Laut Aussage der US-Regierung ist er verletzt. Nähere Informationen gibt es bislang nicht.

Geheimdienstminister Chatib wurde nach israelischen Angaben bei einem Luftangriff in der Nacht zum Mittwoch getötet. (sda/dpa)
  • Israel und die USA haben am 28. Februar mit einem grossen Angriff auf den Iran begonnen. Die iranischen Revolutionsgarden reagierten mit Drohnen- und Raketenangriffen auf Israel und US-Stützpunkte in der Region. Seither dauert der Krieg an.
  • Der Anführer des islamistischen Mullah-Regimes, Ayatollah Ali Chamenei, wurde getötet. Auch weitere hochrangige Militärs und Regime-Anhänger wurden in den ersten Tagen des Krieges getötet. Chameneis Sohn Modschtaba wurden zum Nachfolger gekürt, er soll aber verletzt sein.
  • Der Krieg hat sich mittlerweile auf die ganze Region ausgeweitet, es gab Attacken Irans in Katar, den VAE, Jordanien, Oman, Saudi-Arabien, Kuwait, Jordanien und Bahrain. Israel und die Hisbollah bekämpfen sich zudem im Libanon. Auch mehrere US-Soldaten kamen mittlerweile ums Leben.
  • Zur Rechtfertigung und den Zielen der USA im Iran gibt es widersprüchliche Aussagen. Nebst der Vernichtung von potenziellen Atom- und Langstreckenwaffen sprach Donald Trump zeitweise auch von einem Regime-Wechsel oder einem Szenario wie in Venezuela als Ziel.

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Iran-Proteste 2026

Ende Dezember begannen Proteste in Iran. Die Aufnahme zeigt Teheran am 9. Januar.

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640 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Zanzibar
28.02.2026 08:10registriert Dezember 2015
Hoffentlich gelingt es die Mullahs von der Macht zu drängen und dass die Iranische Bevölkerung wieder frei leben kann, nach europäischem Vorbild.
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Jacques #23
28.02.2026 08:18registriert Oktober 2018
Hab erst vor zwei Tagen hier geschrieben, dass Nethanjahu Trump dann schon sagt, was er tun müsse.

Voilà.
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SamsonP
28.02.2026 08:08registriert April 2024
Immer am Wochende, damit die Börsen nicht überreagieren. Man kann schon bald darauf gehen. Wäre interessant zu sehen, wie der Gold-Kurs bzw Edelmetalle allgemein reagiert hätten. Schade, immer wenn auch mal die kleinen Anleger hätten profitieren können, wird es sogar auf geopolitischer Ebene verhindert. Jetzt wird klar, warum der Goldpreis gestern Abend bzw bei US-Marktöffnung rapide gestiegen ist, da waren wohl nicht die kleinen Anleger die treibenden Kräfte.
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