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Ex-Manager von Goldman Sachs wird US-Finanzminister



Das künftige US-Kabinett nimmt immer deutlichere Formen an. Der frühere Manager der Investmentbank Goldman Sachs, Steven Mnuchin, soll Finanzminister werden. Auch für das Aussenministerium schält sich ein Favorit heraus: Der designierte US-Präsident Donald Trump traf sich erneut mit dem früheren republikanischen Präsidentschaftsbewerber Mitt Romney.

epa05653556 Steven Mnuchin arrives at Trump Tower, where President-elect Donald Trump lives and has an office, in New York, New York, USA, 30 November 2016. Steven Mnuchin is expected to be announced as Secretary of the Treasury of the United States of America.  EPA/ANDREW GOMBERT

Im Fokus der Fotografen: Steven Mnuchin. Bild: ANDREW GOMBERT/EPA/KEYSTONE

Mnuchin selbst gab am Mittwoch bekannt, dass Trump ihn als Finanzminister nominiert habe. Der 53-Jährige war bereits Finanzchef von Trumps Wahlkampagne. Er arbeitete 17 Jahre lang für die Investmentbank Goldman Sachs, später reüssierte er als Produzent von Hollywoodfilmen.

Mnuchin teilte in dem Fernsehinterview auch mit, dass der milliardenschwere Investor Wilbur Ross von Trump als Handelsminister nominiert worden sei. Trump selbst äusserte sich zu den neuen Kabinettsbesetzungen zunächst nicht.

Trumps Rückzug als Manager

Er teilte aber über den Kurzbotschaftendienst Twitter mit, dass er am 15. Dezember seine erste Pressekonferenz seit seinem Wahlsieg abhalten wolle. Darin werde er auch darüber sprechen, dass er die Leitung seines Unternehmensimperiums abgeben wolle. Die Trump-Geschäfte sollen künftig von seinen drei erwachsenen Kindern Donald junior, Ivanka und Eric geleitet werden.

Mnuchin will die Unternehmenssteuer drastisch senken und die vom scheidenden US-Präsidenten Barack Obama nach der Finanzkrise durchgesetzten Regulierungen der Wall Street revidieren.

Die Hoffnung vieler Wirtschaftsvertreter wird sein, dass Mnuchin bei einigen Trump-Plänen mässigend auf den designierten Präsidenten einwirkt. Dies gilt insbesondere für den Freihandel.

Wird Romney Aussenminister?

President-elect Donald Trump, center, eats dinner with Mitt Romney, right, and Trump Chief of Staff Reince Priebus at Jean-Georges restaurant, Tuesday, Nov. 29, 2016, in New York. (AP Photo/Evan Vucci)

Donald Trumps Treffen mit Mitt Romney (rechts) am 29. November in New York ist Anlass für Spekulationen. Links sitzt Trumps Stabchef Reince Priebus. Bild: Evan Vucci/AP/KEYSTONE

Die Spekulationen um die Besetzung des US-Aussenministeriums wurden unterdessen durch ein Dinner in einem New Yorker Nobelrestaurant weiter angeheizt: Das Abendessen Trumps mit Mitt Romney wurde als bislang deutlichstes Zeichen gewertet, dass dieser das State Department übernehmen könnte. Mit am Tisch im Drei-Sterne-Restaurant Jean-Georges sass der künftige Stabschef Reince Priebus.

Romney, Präsidentschaftskandidat der Republikaner 2012, hatte im Wahlkampf noch die innerparteiliche Opposition gegen Trump organisiert und diesen als «Blender» und «Betrüger» bezeichnet. Er steht für das republikanische Parteiestablishment, gegen das viele Trump-Anhänger Vorbehalte haben.

Das Treffen in dem New Yorker Restaurant war die zweite Begegnung zwischen Trump und dem früheren Gouverneur von Massachusetts innerhalb von zehn Tagen. Im Rennen um das Amt des Aussenministers sind auch der frühere General und CIA-Chef David Petraeus, der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Senat, Bob Corker, und der frühere New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani.

Allerdings verkündete ein Sprecher aus dem Team von Trump noch am Mittwoch, dass neue Kabinettsernennungen nicht mehr in dieser Woche bekanntgegeben würden.

Warnung des CIA-Chefs

Alarmierende Worte kamen unterdessen vom scheidenden Chef des US-Geheimdienstes CIA, John Brennan. Er warnte eindringlich vor einem Ende des Atomabkommens mit dem Iran unter der neuen US-Regierung. Eine Aufkündigung des Deals wäre «katastrophal», sagte Brennan dem britischen Sender BBC. «Ich glaube, es wäre der Gipfel des Irrsinns.»

Brennan warnte vor einem Wettrüsten im Nahen Osten als Folge. Die Aufkündigung des Abkommens «könnte zu einem Waffenprogramm im Iran führen, das andere Staaten in der Region dazu verleiten könnte, mit ihren eigenen Programme zu beginnen», unter der Gefahr «militärischer Konflikte».

Das Atomabkommen mit dem Iran, das im Juli 2015 nach langen Verhandlungen mit den fünf UNO-Vetomächten und Deutschland geschlossen wurde, ist eines der Feinbilder des Trump-Teams, in dem Mike Pompeo als Nachfolger Brennans an der Spitze des Auslandsgeheimdienstes gesetzt ist. Pompeo ist ein scharfer Kritiker des Atomabkommens.

Trump superreiche Freunde

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Trumps superreiche Freunde
quelle: ap/ap / carolyn kaster
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(sda/afp/reu/dpa)

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