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Justiz GE: Genfer Generalstaatsanwalt muss sich wegen Feier verantworten



Der Genfer Generalstaatsanwaltschaft Olivier Jornot muss sich bei der Justiz-Aufsicht für eine ausschweifende After-Party nach der Jahresendfeier seiner Behörde verantworten. Dabei wird untersucht, ob sich Jornot seinem Amt würdig verhielt.

Nach Angaben der Zeitung «Le Temps» kam es zu den umstrittenen Vorgängen bei der Jahresendfeier der Genfer Staatsanwaltschaft, die im Januar stattfand. Dort soll sich Jornot mit einer Staatsanwältin bei der After-Party in einem Nachtclub ein laszives Spektakel geliefert haben.

Der Generalstaatsanwalt bestätigte die Eröffnung einer Administrativuntersuchung durch die Aufsichtsbehörde. Angesichts der Untersuchung wolle er sich nicht zu den Vorwürfen äussern und halte seine Antworten für die Aufsichtsbehörde zurück, sagte Jornot der «Le Temps».

Der Conseil supérieur de magistrature (CSM) hat zur Aufgabe, über den guten Betrieb der Gerichte zu wachen sowie darauf, dass die Staatsanwälte ihr Mandat mit «Würde, Strenge, Gewissenhaftigkeit, Sorgfalt und Menschlichkeit» ausüben. Auch Jornot ist als Generalstaatsanwalt automatisch Mitglied des CSM.

Jornot wegen Genfer Eigenheit besonders exponiert

Der Generalstaatsanwalt ist in Genf besonders exponiert, weil er die Justizpolitik zusammen mit dem Sicherheitsdirektor festlegt und vom Stimmvolk gewählt wird. Im April 2014 wurde Jornot im Amt bestätigt. Er ist für eine harte Linie gegenüber Kriminellen bekannt.

Der Bericht der Zeitung «Le Temps» ist nicht das einzige Ungemach für Jornot zum Jahresanfang. Erst vergangene Woche hatte die Wochenzeitschrift «L'Illustré» berichtet, dass sich Jornot zusammen mit einer anderen Staatsanwältin eine Immobilie gekauft haben soll.

Dieser Kauf wurde als problematisch bezeichnet, weil das Gesetz es verbietet, dass zwei Menschen, die zusammen das Leben teilen, der gleichen Justizgewalt angehören. (sda)

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