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Tunesien: Tunesische Streitkräfte töten 21 Islamisten bei Gefechten



Bei Gefechten zwischen der tunesischen Armee und islamistischen Kämpfern an der Grenze zu Libyen sind am Montag mindestens 30 Menschen getötet worden. Unter den Toten seien 21 Aufständische, teilte das Innenministerium mit.

Die «Terroristen» hätten am frühen Montagmorgen eine Kaserne in der Stadt Ben Guerdane im Südosten Tunesiens angegriffen, hiess es. Der Angriff wurde abgewehrt und laut einem Armeesprecher wurden sechs Islamisten festgenommen. Spitalkreisen zufolge kamen bei den Kämpfen auch mindestens sieben Zivilisten, ein Soldat sowie ein Zollbeamter ums Leben. Das Verteidigungsministerium hatte zunächst von 13 getöteten Angreifern berichtet.

Zuvor hatte der staatliche Fernsehsender Wataniya berichtete, es sei neben der Kaserne auch ein Kontrollposten der Nationalgarde in Ben Guerdane angegriffen worden. Auch dieser Angriff sei abgewehrt worden. Nach Angaben von Augenzeugen zogen sich die Kämpfe bis in den Morgen hin. Ein Augenzeuge sprach von zahlreichen Soldaten im Ort. Sie hätten gesagt, dass die Angreifer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angehörten.

Das Innenministerium forderte die Bewohner der Stadt auf, vorsichtshalber zu Hause zu bleiben. Für den Abend wurde für Ben Guerdan eine Ausgangssperre verhängt, die bis 5.00 Uhr morgens gelten sollte.

Der staatlichen Nachrichtenagentur TAP zufolge wurde die bei Touristen populäre Insel Djerba abgeriegelt, die nur rund 100 Kilometer entfernt liegt. Darüber hinaus wurden zwei Grenzübergänge geschlossen.

Grenzschutz seit IS-Anschlägen verstärkt

Bei Ben Guerdane hatten sich Sicherheitskräfte bereits am Mittwoch vergangener Woche Gefechte mit Extremisten geliefert. Bei vier von fünf Getöteten handelte es sich nach Behördenangaben um Tunesier, die über die libysche Grenze gekommen waren, um in Tunesien Anschläge zu verüben.

In Tunesien hatte die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im vergangenen Jahr mehrere Anschläge verübt, die in Libyen geplant worden sein sollen. Aus Sorge vor dem Eindringen von Extremisten hat Tunesien bereits seine Grenze zusätzlich gesichert.

Libyen wird seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 von konkurrierenden Milizen beherrscht. Sie ringen neben zwei rivalisierenden Regierungen und Parlamenten in Tobruk und der Hauptstadt Tripolis um die Macht. Der IS nutzt die Lage, um sich in dem nordafrikanischen Land auszubreiten. (sda/afp/reu)

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