Zehn Jahre nach Erdbeben: Menschen haben Recht auf Wiederaufbau

Zehn Jahre nach Erdbeben: Menschen haben Recht auf Wiederaufbau

06.04.2019, 12:5606.04.2019, 12:56

Italien hat der Opfer des schweren Erdbebens von L'Aquila vor zehn Jahren gedacht. Staatspräsident Sergio Mattarella mahnte am Samstag zudem mehr Anstrengungen beim Wiederaufbau an.

Die jungen Menschen hätten «ein Recht auf die Wiedergeburt» ihrer Stadt und ihrer Gemeinden. «Der Wiederaufbau ist immer noch eine nationale Herausforderung», erklärte er. Es gebe noch viel zu tun.

Bei dem Erdbeben am 6. April 2009 kamen mehr als 300 Menschen ums Leben. Viele Häuser in der Stadt in der Region Abruzzen sind noch zerstört, das Zentrum ist weitestgehend verwaist und gleicht immer noch einer Baustelle. Kulturschätze müssen aufwendig aufgebaut werden, viele Menschen wohnen noch in Übergangshäusern.

In der Nacht zu Samstag fand in der Stadt ein Fackelzug statt, an dem auch Ministerpräsident Giuseppe Conte teilnahm. Um 3.32 Uhr - dem Zeitpunkt des Bebens - wurden die Namen der 309 Opfer verlesen, begleitet von ebenso vielen Glockenschlägen.

«Es ist traurig, in den Augen von Mamma und Papa eine Gewissheit zu lesen: Auch heute Abend komme ich nicht nach Hause», stand auf einem Banner mit den Fotos mehrerer junger Menschen, die bei dem Beben gestorben waren.

Staatspräsident Mattarella erklärte: «Das Erdbeben hat Tod und Zerstörung gebracht, es hat das ganze Land im Herzen getroffen, hat tiefe und schmerzhafte Zeichen hinterlassen, die die Zeit und der menschliche Einsatz teilweise gelindert haben, aber nie auslöschen können.»

Die gesamte mittelitalienische Region wird immer wieder von schweren Erdstössen heimgesucht. Im August vor drei Jahren wurde die nahe liegende Gegend um den Ort Amatrice zerstört, knapp 300 Menschen starben. Auch hier läuft der Wiederaufbau nur sehr schleppend. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!