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Mindestens drei Tote nach Angriff auf Universität in Kabul



Bei einem Angriff auf die Amerikanische Universität in Kabul sind nach Angaben der afghanischen Sicherheitskräfte mindestens drei Menschen ums Leben gekommen, darunter zwei mutmassliche Täter. Die genaue Zahl der Opfer war zunächst unklar.

«Die Kämpfe sind zu Ende», sagte ein Polizist am frühen Donnerstagmorgen der Nachrichtenagentur Reuters. Experten untersuchten nun den Tatort. Das Innenministerium erklärte, auch ein Mitglied des Sicherheitspersonals der Universität sei ums Leben gekommen und mindestens 21 Menschen verletzt worden. Ausländer seien nicht darunter. Zu dem Angriff bekannte sich zunächst niemand.

Der Polizei in Kabul und dem Ministerium zufolge begannen die mutmasslichen Extremisten ihren Angriff mit der Detonation einer Autobombe und drangen dann in den schwer gesicherten Gebäudekomplex vor. Darin sassen Studenten sowie ausländische Lehrkräfte stundenlang fest.

Zudem hatten sich dort auch die Angreifer verschanzt. Schliesslich stürmten Elitesoldaten den Campus, wie Augenzeugen berichteten. Viele Studenten seien aus den Fenstern gesprungen, hiess es weiter. Einige hätten dabei Beinbrüche erlitten.

Die radikal-islamischen Taliban und ein Ableger der Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS) hatten sich zuletzt zu einer Reihe von Gewalttaten in Afghanistan bekannt. Anfang August wurden in der Nähe der Amerikanischen Universität ein Lehrer aus den USA und einer aus Australien verschleppt. Sie werden weiter vermisst. (sda/reu)

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