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Geldpolitik: Nationalbank drängt Grossbanken zu weiteren Massnahmen



Die Schweizer Grossbanken haben zwar in den letzten zwölf Monaten ihre Kapitalpolster erhöht. Der Schweizerischen Nationalbank (SNB) genügt dies jedoch nicht. Sie fordert die Grossbanken auf, weitere Massnahmen zu treffen.

Konkreten Handlungsbedarf bei den Grossbanken macht die SNB bei der Verschuldungsquote (Leverage Ratio) und bei den Vorkehrungen für einen Zusammenbruch der Bank aus. In beiden Punkten erfüllten zwar UBS und Credit Suisse die aktuellen Bestimmungen. Um die Anforderungen gemäss der verschärften «Too big to fail»-Gesetzgebung (TBTF2) zu erfüllen, brauche es aber weitere Massnahmen, schreibt die SNB in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Jahresbericht zur Finanzstabilität.

Auch bei den Inlandbanken sieht die Nationalbank Verbesserungspotenzial. So könnten die im Inland operierenden Banken zwar zurzeit eine Immobilienmarktkrise oder ein Zinsschock überstehen. Doch die Risiken auf dem Immobilienmarkt könnten gemäss SNB weiter steigen. Sie sieht zudem die Gefahr, dass die Inlandbanken höhere Risiken bei der Vergabe von Hypothekarkrediten eingehen. Die SNB werde darum die Situation weiter verfolgen und bei Bedarf eine Erhöhung des antizyklichen Kapitalpuffers prüfen, heisst es im Bericht. (sda)

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