Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Hunderte Marokkaner gehen in Al-Hoceima auf die Strasse



In der marokkanischen Protesthochburg Al-Hoceima sind am Sonntag den dritten Abend in Folge hunderte Menschen auf die Strasse gegangen.

Die jungen Demonstranten versammelten sich in mindestens zwei Stadtvierteln und versuchten, zum grossen Platz im Stadtzentrum zu ziehen. Sie wurden jedoch von Polizisten gestoppt, zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kam es anders als am Freitag und Samstag allerdings nicht.

In Sprechchören riefen die Demonstranten «Korrupter Staat», «Würde» und «Wir sind alle Zefzafi». Nasser Zefzafi ist der flüchtige Anführer der Protestbewegung in der nordmarokkanischen Rif-Region. Er wird von der Polizei seit dem Wochenende per Haftbefehl gesucht.

Proteste gab es am Sonntagabend auch in der Nachbarstadt Imzouren, in den Städten Nador und Tanger, in Casablanca und in der Hauptstadt Rabat.

Al-Hoceima war eine der Hochburgen der Massenproteste, die es im Zuge des Arabischen Frühlings im Jahr 2011 auch in Marokko gab. Neu angeheizt wurde der Aufruhr durch den grausamen Tod eines Fischverkäufers im vergangenen Oktober. Er starb in der Presse eines Müllwagens, als er versuchte, Behördenmitarbeiter daran zu hindern, seine Ware zu zerstören.

Bei den Protesten geht es auch um den Kampf gegen Arbeitslosigkeit und Korruption in der von Berbern bewohnten Rif-Region. Nach offiziellen Angaben hat die Polizei seit Freitag 22 Menschen festgenommen, nach Angaben eines Anwalts gab es sogar 70 Festnahmen. (sda/afp)

Das könnte dich auch interessieren:

5 Antworten zu den geheimen Tapes zu Salvinis Parteispenden-Deal mit dem Kreml

Link zum Artikel

Warum wir aufhören müssen, uns selbst auszubeuten

Link zum Artikel

Wenn Kantonswappen ehrlich wären – die komplette Edition

Link zum Artikel

5 Dinge, die verzweifelte Singles tun – und unbedingt lassen sollten

Link zum Artikel

Hast du in Zürich einen Verrückten ins Wasser springen sehen? Wir wissen nun, wer es war

Link zum Artikel

9 absolut clevere Wege, wie Rechtsradikalen und Neonazis schon die Stirn geboten wurde

Link zum Artikel

Dieser Fotograf zeigt Hochzeiten – so wie sie wirklich sind

Link zum Artikel

Trump, Clinton, der Sex-Milliardär – und die Verschwörungstheoretiker

Link zum Artikel

Warum dieser NZZ-Artikel für einen Shitstorm sorgte – und er von Maassen retweetet wurde

Link zum Artikel

BBC-Moderator berichtet über Patrouille-Suisse-Fail – und lacht sich schlapp 😂

Link zum Artikel

Stell dir vor, die App einer Sportliga fordert per Push plötzlich 6000 Dollar von dir ...

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen