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Israel und USA greifen den Iran an – die Entwicklungen im Liveticker

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Nach Angriff: Israel bombardiert auch im Libanon +++ VAE wehrte schon über 150 Raketen ab

28.02.2026, 08:1302.03.2026, 02:35
  • Israel und die USA haben am frühen Samstagmorgen (Schweizer Zeit) mit einem grossen Angriff auf den Iran begonnen. Die iranischen Revolutionsgarden reagierten mit Drohnen- und Raketenangriffen auf Israel und US-Stützpunkte in der Region. Seither dauert der Krieg an.
  • Der Anführer des islamistischen Mullah-Regimes, Ayatollah Ali Chamenei, wurde getötet. Iranische Staatsmedien bestätigten die zuvor publik gemachte Meldung von Israel und US-Präsident Donald Trump in der Nacht auf Sonntag.
  • Das iranische Regime attackierte unter anderem die Emirate-Metropolen Dubai und Abu Dhabi sowie die Länder Katar und Bahrain. Die Lufträume in der Golfregion wurden geschlossen. Auch zahlreiche Schweizerinnen und Schweizer sind betroffen.
  • Wie es im Iran weitergeht, ist unklar. Trump hat bisher klare Stellungnahmen zu den Zielen der USA vermieden. Er hält sowohl einen andauernden Krieg als auch eine kurzzeitige Intervention für realistische Szenarien. Möglich scheint weiterhin der Sturz des Mullah-Regimes, aber auch eine Verhandlungslösung mit verbliebenen Kräften.
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2:34
Israels Armee bombardiert Ziele im Libanon
Israels Armee bombardiert nach eigenen Angaben in Reaktion auf einen Angriff durch die libanesische Hisbollah-Miliz Ziele im nördlichen Nachbarland. Man habe damit begonnen, Stellungen der mit dem Iran verbündeten Miliz im gesamten Libanon anzugreifen, teilte die Armee in der Nacht mit. Augenzeugen berichteten von Explosionen auch in südlichen Vororten der Hauptstadt Beirut. (sda/dpa)
2:28
Hisbollah-Miliz greift Israel an Seite des Irans an
Die libanesische Hisbollah-Miliz reklamiert einen nächtlichen Raketenangriff auf Israel für sich. Damit reagiert sie nach eigenen Angaben auf die Tötung des obersten Führers des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, wie die vom Iran unterstützte Miliz in der Nacht mitteilte. (sda/dpa)
1:41
Kleinere vierstellige Zahl an EU-Bürgern ist noch im Iran
Im Iran halten sich schätzungsweise noch ein paar Tausend Menschen auf, die die Staatsangehörigkeit eines EU-Mitgliedstaates besitzen. Das sagte eine ranghohe EU-Beamtin in Brüssel. Viele von ihnen hätten allerdings auch die iranische Staatsangehörigkeit und wollten nicht zwingend das Land verlassen, ergänzte sie. Genaue Angaben zur Zahl der Menschen, die evakuiert werden wollen, machte sie nicht.

Deutlich mehr Menschen mit Staatsangehörigkeit eines EU-Staates sitzen den Angaben zufolge unfreiwillig in Ländern rund um den Iran fest, weil ihre Flüge wegen Luftraumsperrungen gestrichen wurden. Um ihnen bestmöglich zu helfen, wurde ein EU-Netzwerk für konsularische Zusammenarbeit aktiviert, das die Koordinierung von Evakuierungsbemühungen erleichtern soll. Auch zahlreiche Schweizer sitzen in der Golfregion fest, beispielsweise in Dubai. (sda/dpa/con)
1:38
Israel startet neue Angriffswelle auf Teheran
Die israelische Luftwaffe setzt ihre Attacken gegen Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran fort. Es sei eine neue umfangreiche Angriffswelle gegen das «iranische Terrorregime im Herzen von Teheran» begonnen worden, teilte das Militär in der Nacht ohne weitere Details mit.

Die Entfernung zwischen der israelischen Stadt Tel Aviv und Teheran beträgt Luftlinie rund 1600 Kilometer. Der am Samstagmorgen in Koordination mit den verbündeten USA gestartete Einsatz der israelischen Luftwaffe gegen den Erzfeind Iran ist nach Armeeangaben der bisher grösste in ihrer Geschichte. (sda/dpa)
1:36
Sirenen in Limassol – Drohnenangriff auf Militärbasis
Der britische Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern ist in der Nacht zum Montag von einer Drohne getroffen worden. Das berichtete das zyprische Nachrichtenportal «Cyprus Mail» unter Berufung auf gut informierte Kreise. Eine Bestätigung seitens der Behörden lag zunächst nicht vor. Wer die Drohne abgefeuert hatte, war zunächst nicht bekannt.

Einschlag auf dem Flugfeld

Demnach schlug eine «kleine Drohne» auf dem Flugfeld der Basis ein, die westlich der Hafenstadt Limassol liegt. Die Behörden des Stützpunkts hätten umgehend reagiert und Alarm signalisiert. Nach ersten Angaben gab es keine Verletzten, jedoch sei «geringer Sachschaden» entstanden. Das zyprische Nachrichtenportal «Politis» veröffentlichte Videoaufnahmen von ausserhalb des Stützpunkts. Darauf seien deutlich Alarmsirenen zu hören gewesen.

Warnung vor möglichen weiteren Einschlägen
Angehörige der Basis seien angewiesen worden, an Ort und Stelle zu bleiben und weitere Anweisungen abzuwarten. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass es zu weiteren Einschlägen komme. Explosionen und Sirenen seien auch in der nahegelegenen Stadt zu hören gewesen, berichteten übereinstimmend zyprische Nachrichtenportale. Grossbritannien unterhält auf Zypern zwei souveräne Stützpunkte.

Zyperns Regierung weist Berichte über iranische Raketen zurück
Die Regierung der EU-Inselrepublik Zypern hatte zuvor Berichte zurückgewiesen, wonach iranische Raketen in Richtung der Mittelmeerinsel abgefeuert wurden. Regierungssprecher Konstantinos Letymbiotis schrieb am Sonntag auf der Plattform X, entsprechende Darstellungen träfen nicht zu.

Warnung aus London

Der britische Verteidigungsminister John Healey hatte vor der Gefahr «zunehmend wahlloser iranischer Vergeltungsangriffe» gewarnt. Dem britischen Sender Sky News sagte er, es seien zwei iranische Raketen in Richtung Zypern abgefeuert worden.

Britischer Militäreinsatz in der Region
Das Vereinigte Königreich beteiligt sich nach eigenen Angaben im Nahen Osten an einem defensiven Militäreinsatz, wie Premierminister Keir Starmer bereits am Samstag mitgeteilt hatte. Die Einheiten starteten Healey zufolge unter anderem in Bahrain sowie auf Zypern. (sda/dpa)
0:55
Ölpreise ziehen wegen Nahost-Eskalation kräftig an
Die Ölpreise haben am Montag nach der Eskalation im Nahen Osten wie erwartet zunächst deutlich zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April verteuerte sich in den ersten Handelsminuten um bis zu fast 10 Dollar oder 14 Prozent.

Es kostete mit 82,37 Dollar so viel wie seit Januar 2025 nicht mehr. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) legte prozentual ebenfalls zweistellig zu.

Nach den zunächst zweistelligen Zuwächsen zum Handelsbeginn gaben die Ölpreise bis 0.30 Uhr wieder einen Teil ihrer Gewinne ab, lagen aber immer noch mit rund neun Prozent im Plus.

Vor allem die Einschränkungen des Schiffsverkehrs in der Strasse von Hormus, eine der wichtigsten Engstellen des weltweiten Energiehandels, haben grossen Einfluss auf den Ölpreis. (sda/awp/con)
0:50
Israels Armee meldet Angriff aus dem Libanon
Israel ist nach Angaben des Militärs aus dem nördlichen Nachbarland Libanon beschossen worden. Ein Geschoss sei von der Luftwaffe abgefangen worden, mehrere andere in offenem Gelände niedergegangen, teilte das Militär in der Nacht mit. Es habe weder Verletzte noch Schäden gegeben. Zuvor hatten in mehreren Gebieten im Norden Israels Sirenen geheult. Von wem die Geschosse abgefeuert wurden, war zunächst nicht bekannt.

Nach den jüngsten amerikanisch-israelischen Angriffen auf den Iran hatte die Hisbollah-Miliz im Libanon Teheran ihre Solidarität zugesagt. Die Hisbollah wird vom Iran unterstützt und gilt als einer der stärksten nicht staatlichen Akteure weltweit. Auch nach dem jüngsten Krieg mit Israel, in dem die Miliz stark geschwächt wurde, soll sie noch über grosse militärische Fähigkeiten verfügen. (sda/dpa)
0:32
Emirate: 152 iranische Raketen und gut 500 Drohnen abgewehrt
Das Militär der Vereinigten Arabischen Emirate hat nach eigenen Angaben inzwischen 152 ballistische Raketen und 506 Drohnen aus dem Iran abgewehrt. Das erklärte das Verteidigungsministerium auf der Plattform X. Zudem seien 35 Drohnen abgestürzt, 13 Raketen seien ins Wasser gefallen. Auch seien zwei Marschflugkörper abgefangen und zerstört worden.

Am Samstagabend hatten die Emirate bereits die Abwehr von 132 ballistischen Raketen und 195 Drohnen seit Beginn der iranischen Angriffe bestätigt. (sda/dpa)


Eine Rauchwolke in Dubai.
0:15
Golfstaaten betonen nach Irans Angriffen Recht auf Selbstverteidigung
Die Staaten in der Region des Persischen Golfs haben Irans «ungerechtfertigte» Angriffe auf ihre Territorien verurteilt und ihr Recht auf Selbstverteidigung betont. Man werde «alle nötigen Massnahmen» ergreifen, Sicherheit und Stabilität zu gewähren sowie alle Bürger zu schützen, «einschliesslich der Option, auf die Aggression zu antworten», erklärten die Aussenminister des Golfkooperationsrats (GCC) nach einer ausserordentlichen Sitzung.

Bislang haben die Staaten Saudi-Arabien, Katar, Oman, Bahrain, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate die Angriffe des Irans nur abgewehrt, sie haben nicht selbst zurückgeschlagen. In ihrer gemeinsamen Erklärung betonten sie, dass ein Angriff auf einen Mitgliedsstaat dem Verteidigungsabkommen des Verbunds folgend einen Angriff auf alle Mitgliedsstaaten darstelle. Irans Angriffe seien eine schwerwiegende Verletzung der Souveränität der Mitgliedsstaaten.

Der Iran hat infolge der amerikanisch-israelischen Angriffe seit Samstag auch mehrfach Ziele in den Golfstaaten angegriffen, etwa in den Emiraten, in Bahrain und in Katar. Teils richteten sich die Angriffe gegen Stützpunkte des US-Militärs dort. (sda/dpa)
23:37
Über 1000 Ziele in Iran binnen 24 Stunden angegriffen
Das US-Zentralkommando (Centcom) hat mitgeteilt, dass in den ersten 24 Stunden der «Operation Epic Fury» mehr als 1000 Ziele in Iran getroffen wurden. Das geht aus einem veröffentlichten Faktenblatt hervor.

Zum Einsatz kamen demnach Tarnkappenbomber, Drohnen, Kampfjets sowie Raketenabwehrsysteme. Angegriffen wurden unter anderem Kommando- und Kontrollzentren, Standorte für ballistische Raketen sowie das gemeinsame Hauptquartier der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC).

Die Angaben decken sich mit früheren Mitteilungen der israelischen Streitkräfte (IDF), die bereits von «hochbedeutenden Erfolgen» am ersten Tag der Operation gesprochen hatten. (mke)
23:25
Trump auf dem Rückweg nach Washington
Nach seiner Videobotschaft zur Lage im Iran ist Donald Trump soeben von seinem Anwesen Mar-a-Lago aufgebrochen, von wo aus er die Militäraktionen gegen Iran gelenkt hat.

Air Force One ist laut aktuellen Meldungen gerade vom Palm Beach International Airport gestartet und unterwegs zurück ins Weisse Haus in Washington DC. (mke)

22:29
Iranische Drohne trifft US-Marinestützpunkt in Bahrain
Der US-Stützpunkt der 5. Flotte in Bahrain ist am Abend von einer iranischen Drohne getroffen worden. Das teilte ein hochrangiger Vertreter Bahrains mit. Der Angriff ereignete sich demnach gegen 20.30 Uhr schweizer Zeit und löste einen grösseren Brand aus. Getroffen wurde ein Bereich nahe der angrenzenden britischen Marineeinrichtung. Opfer habe es keine gegeben, da das Gelände zuvor evakuiert worden sei.

Nach Angaben der Behörden wurden bei iranischen Angriffen auf Bahrain insgesamt vier Menschen verletzt: ein Chinese, zwei Ägypter und ein Bahrainer.

Die Aussenminister der Golfstaaten beraten derzeit in einer virtuellen Sitzung über die Lage. Diskutiert wird unter anderem, ob weitere Länder – nach dem Vorbild der Vereinigten Arabischen Emirate – ihre Botschaften in Teheran schliessen sollen. (mke)
22:12
Trump: Krieg im Iran könnte vier Wochen dauern
Der Krieg mit dem Iran könnte nach Einschätzung von US-Präsident Donald Trump noch vier Wochen dauern. Von Anfang an sei man davon ausgegangen, dass es etwa vier Wochen gehen würde, sagte Trump laut «Daily Mail» in einem Telefoninterview. Der Iran sei ein grosses Land. «Es wird vier Wochen dauern - oder weniger.»

Israels Generalstabschef Ejal Zamir sagte vor hohen Offizieren in Israel in einer ersten Bilanz des Krieges: «Viele weitere Tage des Kampfes liegen vor uns.» Die Koordination mit dem US-Militär sei «enger als je zuvor», sagte Zamir einer Mitteilung des Militärs zufolge. (sda/dpa)
22:11
Emirate ziehen Botschafter aus Teheran ab
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) schliessen nach eigenen Angaben ihre Botschaft in der iranischen Hauptstadt Teheran und ziehen ihren Botschafter sowie sämtliches diplomatisches Personal aus dem Iran ab.

Es handle sich um eine Reaktion auf die «offenkundig iranischen Raketenangriffe» auf das Staatsgebiet der Emirate, teilte das Aussenministerium in Abu Dhabi mit. Die Angriffe hätten sich gegen Wohngebiete, Flughäfen, Häfen und Versorgungseinrichtungen gerichtet. Unzählige Zivilisten seien in Gefahr gebracht worden.

Das Ministerium sprach von einer gefährlichen und unverantwortlichen Eskalation. Diese bedeute eine eklatante Verletzung der nationalen Souveränität sowie einen klaren Bruch des Völkerrechts.

Im Zuge der Eskalation zwischen dem Iran, den USA und Israel sind auch Ziele in den VAE mehrfach unter Beschuss geraten. Das Verteidigungsministerium hatte zuletzt angegeben seit Beginn des Konflikts unter anderem mehr als 500 iranische Drohnen erfasst zu haben. Ausserdem seien 165 ballistische Raketen aus dem Iran in Richtung der VAE festgestellt worden, hiess es. Mindestens drei Menschen in den VAE wurden nach staatlichen Angaben getötet. (sda/dpa)
22:05
Deutschland droht mit «notwendigen Massnahmen»
Die Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Frankreich und des Vereinigten Königreichs haben die Raketenangriffe des Iran auf Länder der Region verurteilt und militärische Abwehrmassnahmen angedroht. Die Angriffe des Iran seien «wahllos und unverhältnismässig», hiess es in einer gemeinsamen Mitteilung, die auch das Bundespresseamt veröffentlichte.

«Wir fordern den Iran auf, seine rücksichtslosen Angriffe unverzüglich einzustellen», erklärten die Staats- und Regierungschefs. «Wir werden die notwendigen Massnahmen ergreifen, um unsere Interessen und die unserer Verbündeten in der Region zu verteidigen. Dies kann potentiell auch, falls notwendig, das Ermöglichen von verhältnismässigen militärischen Defensivmassnahmen einschliessen, um die Fähigkeit des Iran, Raketen und Drohnen abzufeuern, an der Quelle zu zerstören.» Dazu werde man auch mit den USA und den Verbündeten in der Region zusammenarbeiten.

Unter den vom Iran angegriffenen Ländern seien auch solche, die nicht an der ursprünglichen militärischen Operation der USA und Israels beteiligt gewesen seien. «Die rücksichtslosen iranischen Angriffe richten sich gegen enge Verbündete und bedrohen unser Militärpersonal und unsere Bürgerinnen und Bürger in der gesamten Region», hiess es in der gemeinsamen Mitteilung. (sda/dpa)
21:52
Trump nach ersten US-Todesopfern: «Wir erwarten Verluste»
Nach Angaben des US-Militärs sind bei den Angriffen auf Iran drei amerikanische Soldaten ums Leben gekommen. Fünf weitere wurden demnach schwer verletzt, mehrere andere erlitten leichte Verletzungen und sollen in den Dienst zurückkehren. Es sind die ersten bekannten US-Todesopfer seit Beginn der Angriffe am Samstag.

Präsident Donald Trump sagte laut NBC News: «Bei so etwas erwarten wir Verluste.» Drei Tote seien zu beklagen, «aber am Ende wird es ein grossartiges Ergebnis für die Welt sein». Als mögliches Ziel nannte Trump unter anderem eine «Enthauptung» der iranischen Führung und sprach davon, die «ganze Gruppe von Killern und Schlägern» zu beseitigen. Es gebe «viele mögliche Ergebnisse», man könne einen kurzen oder längeren Weg wählen.

Trump erklärte zudem, iranische Vertreter seien an einer Fortsetzung der Gespräche interessiert. Ob die USA dafür ihre Angriffe pausieren würden, liess er offen: «Ich weiss es nicht – wenn sie uns zufriedenstellen können.»

21:41
Mehrere Drohnen nahe Flughafen Erbil (Irak) abgeschossen
In der Nähe des Flughafens Erbil im Nordirak sind am Sonntag mehrere Drohnen abgeschossen worden, wie die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtet. Auf dem Gelände sind US-amerikanische und internationale Truppen stationiert, darunter auch Soldaten der Bundeswehr. Der Abschuss sei in der Stadt deutlich zu hören gewesen, Trümmerteile seien in einem nahegelegenen Baugebiet niedergegangen.

Die kurdische Website «Rudaw» meldete mehrere Explosionen, in sozialen Medien kursierten Videos mit aufsteigendem Rauch. Die proiranische Miliz Saraja Awlija al-Dam bekannte sich demnach zu einem Drohnen- und Raketenangriff auf einen US-Stützpunkt in Erbil. Eine unabhängige Bestätigung liegt nicht vor. Seit Sonntagmorgen reklamierte die Dachgruppe «Islamischer Widerstand» 23 Angriffe auf Stützpunkte im Irak und der Region für sich.

Die Bundeswehr unterstützt im Rahmen eines internationalen Einsatzes die Ausbildung irakischer Sicherheitskräfte, um ein Wiedererstarken der Terrormiliz IS zu verhindern. Schwerpunkt ist Erbil. Bereits vor der jüngsten Eskalation hatte Deutschland wegen der Spannungen Soldaten aus dem Kurdengebiet ausgeflogen.
21:37
Iran-Krieg: EU verstärkt Schutz für Handelsschiffe
Die EU baut angesichts des Iran-Kriegs ihren Militäreinsatz zum Schutz der Handelsschifffahrt im Roten Meer und im Golf von Aden aus. Frankreich will zwei zusätzliche Schiffe für die Operation «Aspides» bereitstellen und hat bereits einen Zerstörer entsandt. Auch Italien und Griechenland stellen je ein Schiff. Die Einheiten verfügen unter anderem über Flugabwehrsysteme. Laut EU-Aussenbeauftragter Kaja Kallas ist die Zahl der Schutzanfragen zuletzt deutlich gestiegen.

Die Mission «Aspides» wurde Mitte 2024 beschlossen und soll Handelsschiffe vor Angriffen der Huthi-Miliz aus dem Jemen schützen, die vom Iran unterstützt wird. Das Rote Meer zählt zu den wichtigsten Handelsrouten weltweit und verbindet über Suezkanal und Bab al-Mandab das Mittelmeer mit dem Indischen Ozean. Deutschland beteiligt sich an der Mission, hat derzeit jedoch kein eigenes Schiff im Einsatz. (mke/sda/dpa)
21:36
Irans Aussenminister Araghtschi: Können Krieg trotz Bombardierung Teherans führen
Die Fähigkeiten des Irans, Krieg zu führen, sind dem iranischen Aussenminister Abbas Araghtschi zufolge durch die Bombardierungen der Hauptstadt Teheran nicht eingeschränkt. «Wir hatten zwei Jahrzehnte, um Niederlagen des US-Militärs bei unseren westlichen und östlichen Nachbarn zu studieren», schrieb der Minister im Kurznachrichtdienst X. Er spielte damit auf die Kriege in Afghanistan und dem Irak an. Daraus habe man Lehren gezogen, fügte er hinzu. Dezentralisierte Verteidigungsstrukturen ermöglichten dem Land, den Krieg nach Belieben in die Länge zu ziehen. (sda/dpa)
21:34
Bundespräsident Parmelin besorgt über Eskalation im Nahen Osten
Bundespräsident Guy Parmelin hat sich auf der Plattform X «zutiefst besorgt» über die Eskalation im Nahen Osten gezeigt. Am Sonntagabend tauschte sich der Bundesrat zudem mit dem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate sowie dem Kronprinzen von Kuwait aus.

Mit dem Präsidenten und dem Kronprinzen habe er «über die sich rasch verändernde Lage und die Notwendigkeit gesprochen, eine weitere Destabilisierung der Region zu verhindern», schrieb Parmelin auf X.

Er sei «zutiefst besorgt» über die Eskalation in einer Region, in der er im vergangenen Monat «so herzlich empfangen» worden sei, so der Bundespräsident weiter. In Kuwait hatte Parmelin Anfang Februar gemeinsam mit Scheich Mishal Al-Ahmad Al-Jaber Al-Sabah, dem Emir des am persischen Golf gelegenen Staates, den 60. Jahrestag der diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern gefeiert.

Am Sonntag erneuerte Parmelin denn auch die Forderung der offiziellen Schweiz an die Konfliktparteien, das Völkerrecht «uneingeschränkt» einzuhalten, wie er auf X weiter schrieb. Alle Parteien müssten «Zivilisten und zivile Infrastruktur schützen, unverzüglich deeskalieren und zur Diplomatie zurückkehren». (sda)
21:29
Israel meldet Zerschlagung iranischer Kommandozentrale
Die israelischen Streitkräfte (IDF) haben nach eigenen Angaben das «iranische Kampf-Hauptquartier» zerschlagen. In einer Mitteilung auf Telegram heisst es, bei einer gross angelegten Angriffswelle seien mehrere Kommandozentren getroffen worden, in denen sich Angehörige des iranischen Regimes aufgehalten hätten.

Nach Darstellung der IDF wurden unter anderem Hauptquartiere der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC), Geheimdienstzentren, Kommandoeinrichtungen der IRGC-Luftwaffe sowie interne Sicherheitsstrukturen angegriffen. Israel kündigte an, die militärische Infrastruktur und operative Kräfte des iranischen Regimes weiterhin «überall dort ins Visier zu nehmen, wo sie tätig sind». (mke)
21:26
US-Bomber greifen Raketenanlagen an – Centcom bestätigt Einsatz
Das US-Zentralkommando (Centcom) hat mitgeteilt, dass in der ersten Angriffswelle in der Nacht iranische Anlagen für ballistische Raketen bombardiert wurden. Zum Einsatz kamen demnach B-2-Stealthbomber, die mit 2000-Pfund-Bomben bewaffnet waren.

Bereits im vergangenen Sommer hatten die USA B-2-Bomber eingesetzt, um iranische Nuklearanlagen anzugreifen. Weitere Details zu den aktuellen Schäden oder möglichen Opfern wurden zunächst nicht bekanntgegeben. (mke)
19:43
Schwere Explosionen erschüttern Teheran
Die iranische Hauptstadt Teheran ist am Abend von schweren Explosionen erschüttert worden. Im Norden der Stadt zitterten die Wände, als kurz hintereinander zwei laute Detonationen zu hören waren, berichtete ein dpa-Reporter vor Ort. Auf Bildern waren unter anderem ein grosser Feuerball und eine dunkle Rauchwolke über der Stadt zu sehen. Die Nachrichtenagentur Isna meldete, Einrichtungen des staatlichen Rundfunks seien zum Ziel eines israelisch-amerikanischen Angriffs geworden. Weiteren Berichten zufolge wurde auch der Sitz der iranischen Atombehörde angegriffen. (sda/dpa)

19:36
Iran meldet Raketenangriffe auf drei Öltanker – Bestätigung fehlt
Irans Revolutionsgarden (IRGC) haben nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA erklärt, drei Öltanker aus den USA und Grossbritannien seien mit Raketen getroffen worden und stünden in Flammen. Eine Bestätigung aus Washington oder London liegt bislang nicht vor.

Die britische Behörde UK Maritime Trade Operations teilte zuvor mit, in der Region habe es mehrere sicherheitsrelevante Vorfälle gegeben. Zwei Schiffe seien von einem «unbekannten Geschoss» getroffen worden, was Brände ausgelöst habe. Angaben zur Herkunft oder Registrierung der betroffenen Schiffe wurden nicht gemacht.

Die Vorfälle ereigneten sich demnach im Persischen Golf und in der Strasse von Hormus, die inzwischen als geschlossen gilt. Die Meerenge zählt zu den wichtigsten Engpässen im globalen Ölhandel. (mke)
18:59
Iranische Partei dementiert: Ex-Präsident angeblich noch am Leben
Der frühere iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad soll nach Angaben seiner Partei Dolate Bahar doch nicht getötet worden sein. Zuvor hatte die iranische Nachrichtenagentur Ilna gemeldet, der 69-Jährige sei bei einem Luftangriff in Teheran ums Leben gekommen. Welche der beiden Angaben richtig ist, konnte zunächst nicht unabhängig überprüft werden.

«Dolate Bahar gibt hiermit bekannt, dass die Berichte über den Märtyrertod von Dr. Ahmadinedschad bei den amerikanisch-israelischen Angriffen falsch sind», hiess es in einer Mitteilung auf der Internetseite der Partei.

Die Nachrichtenagentur Isna veröffentlichte zudem eine Mitteilung Ahmadinedschads zum Tode des obersten geistlichen Führers im Iran, Ajatollah Ali Chamenei. Dessen Tod war in der Nacht im Staatsfernsehen verkündet worden. (sda/dpa)
18:38
Trump: «Neun iranische Marineschiffe zerstört und versenkt»
US-Präsident Donald Trump schreibt auf seiner Plattform Truth Social, die USA hätten «neun iranische Marineschiffe» zerstört und versenkt, darunter «relativ grosse und wichtige». Man gehe nun «den Rest» an, diese würden «bald ebenfalls auf dem Meeresgrund treiben», so Trump weiter.

In einem weiteren Angriff sei zudem das Hauptquartier der iranischen Marine «weitgehend zerstört» worden, so der US-Präsident.
18:34
Israels Staatsflugzeug zum Berliner Flughafen gebracht
Israels Staatsflugzeug ist nach Beginn des Kriegs gegen den Iran zum Berliner Flughafen BER gebracht worden - und damit ausserhalb des Kampfgebiets. Es parkt auf dem Rollfeld, wie ein dpa-Reporter beobachtete. Nach Informationen aus deutschen Regierungskreisen landete die Maschine nach einer vorherigen Anmeldung auf Wunsch Israels auf dem Hauptstadtflughafen.

Nach Daten des Luftverkehr-Portals «Flightradar» war die Maschine am frühen Samstagnachmittag Ortszeit (kurz nach 13.00 Uhr MEZ) in Israel gestartet und kreiste dann stundenlang über dem Mittelmeer, bevor sie nach Deutschland flog und am Abend am BER landete. Israel und die USA hatten am Samstagmorgen breit angelegte Angriffe gegen den Iran begonnen, der seitdem unter anderem Ziele in Israel beschiesst.

Der Flughafen BER äusserte sich auf Anfrage nicht zum Aufenthalt des Fliegers, auch die israelische Botschaft reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage. Bereits bei früheren Konflikten war die Maschine nach israelischen Medienberichten zum Schutz vor Raketenangriffen ausser Landes gebracht worden.

Israels Staatsflugzeug «Flügel Zions» ist eine Boeing 767, die speziell für offizielle Regierungsreisen und diplomatische Missionen ausgestattet wurde. Es dient sowohl dem Präsidenten als auch dem Ministerpräsidenten Israels und ist mit modernster Kommunikationstechnik gesichert. (sda/dpa)
18:24
Video zeigt Karte der Angriffe
Seit dem US-israelischen Angriff auf den Iran am Samstag hat Teheran mit Raketen und Drohnen reagiert – auch in Ländern, in denen US-Truppen stationiert sind oder die als Verbündete gelten. Wo es bisher zu Einschlägen kam, zeigt dieses Video.
18:10
VAE übernehmen Hotelkosten für gestrandete Passagiere
Die Vereinigten Arabischen Emirate übernehmen nach Behördenangaben angesichts der Eskalation zwischen Israel, den USA und dem Iran die Kosten für Unterkünfte von gestrandeten Passagieren im Land. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur WAM teilte die Generalbehörde für Zivilluftfahrt mit, dass dies «alle Unterbringungs- und Verpflegungskosten für betroffene und gestrandete Passagiere» betreffe.

Flughäfen und nationale Fluggesellschaften haben den Angaben nach bereits rund 20.200 Passagiere betreut, deren Flüge verschoben werden mussten. Es wurden vorübergehende Unterkünfte, Mahlzeiten und Erfrischungen bereitgestellt, zudem die Umbuchung der Flüge nach den genehmigten Betriebsplänen erleichtert. Zu den Massnahmen gehöre auch die Umleitung einiger Flüge zwischen den Flughäfen des Landes.

In Saudi-Arabien teilte das Aussenministerium mit, dass König Salman auf Vorschlag von Kronprinz Mohammed bin Salman die Unterbringung aller im Land gestrandeten Golfstaaten-Bürger an Flughäfen genehmigt habe, bis deren sichere Rückkehr in ihre Heimat möglich sei. (sda/dpa)
17:46
Vermittler Oman ruft zu Deeskalation im Nahen Osten auf
Der Aussenminister des Vermittlerstaats Oman, Badr al-Bussaidi, hat im aktuellen Iran-Krieg zur Deeskalation aufgerufen. Eine Fortsetzung der militärischen Eskalation trage nicht zur Lösung des Konflikts bei, hiess es aus dem Aussenministerium in Maskat. Al-Bussaidi forderte eine sofortige Waffenruhe und die Rückkehr zu diplomatischen Gesprächen.

Er habe bereits mit Irans Aussenminister Abbas Araghtschi telefoniert. Dieser habe betont, dass Teheran Frieden wolle und diplomatische Bemühungen zur Beendigung der durch die amerikanisch-israelische Militärkampagne ausgelösten Krise unterstütze.
Gespräche mit befreundeten Ländern

Al-Bussaidi habe zudem mit seinen Kollegen aus «brüderlichen und befreundeten Länder» gesprochen, um die sich schnell entwickelnde Lage und deren ernste Auswirkungen auf die Stabilität der Region zu erörtern.

Der Oman meldete am Sonntag zum ersten Mal einen mutmasslich iranischen Drohnenangriff auf den Hafen bei Dukm. Im Oman gibt es zwar keine US-Stützpunkte. Häfen wie der in Dukm können aber vom US-Militär genutzt werden. Oman ist im Atomstreit zwischen den USA und Iran als Vermittler aufgetreten. (sda/dpa)
17:45
Libanon: Tausende Hisbollah-Anhänger trauern im Libanon um Chamenei
Im Gedenken an das getötete iranische Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei haben sich in den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut Tausende Anhänger der proiranischen Hisbollah versammelt. Einige riefen Parolen wie «Tod Israel» und «Tod den USA», wie ein dpa-Reporter berichtete. Über Lautsprecher wurden Lieder abgespielt, die Religionsführer Chamenei und die sogenannte Achse des Widerstands besingen.

Mehrere Teilnehmer trugen Banner, die die USA und Israel verurteilten. Eine Frau hielt ein Schild, auf dem die iranischen Revolutionsgarden dazu aufgefordert wurden, die US-Botschaft im Nordosten Beiruts anzugreifen. Andere Teilnehmerinnen wurden weinend gesehen.

Die Hisbollah im Libanon gilt als wichtigster nicht staatlicher Partner des Irans und als verlängerter Arm Teherans in der Region. Seit dem Krieg mit Israel im Herbst 2024 gilt sie jedoch als deutlich geschwächt. (sda/dpa)
17:29
Trump hat sich mit neuer iranischer Führung auf Gespräche geeinigt
Einen Tag nach den Angriffen auf den Iran und der Tötung des bisherigen Staatsoberhaupts und Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei hat sich US-Präsident Donald Trump gesprächsbereit gezeigt. «Sie wollen reden, und ich habe zugesagt, also werde ich mit ihnen sprechen», zitierte ihn die Zeitschrift «The Atlantic» nach einem Telefoninterview. Dabei warf Trump den Iranern vor, zu lange gezögert zu haben. Unklar war, ob die iranische Seite auch zu Gesprächen bereit ist.

Wann genau die Gespräche stattfinden sollen, liess Trump demnach offen. Der Präsident habe angemerkt, dass einige Iraner, die an den bisherigen Verhandlungen beteiligt waren, nicht mehr am Leben seien. «Die meisten dieser Leute sind tot. Einige derjenigen, mit denen wir verhandelt haben, sind tot, denn das war ein schwerer Schlag», sagte er.

Mit wem Trump nun sprechen möchte, ist bislang unklar. Zuletzt verhandelten die Vereinigten Staaten unter Vermittlung von Oman mit Irans Aussenminister Abbas Araghtschi. Nach dem Tod von Chamenei bei den amerikanisch-israelischen Luftangriffen auf Teheran ist der weitere Kurs des Landes unklar.

Bis ein neues Staatsoberhaupt bestimmt wird, soll ein dreiköpfiger Rat seine Aufgaben übernehmen. Diese Rolle fällt laut offiziellen Angaben Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi sowie dem Mitglied des Wächterrats, ⁠Alireza ⁠Arafi, zu. Für die Wahl des neuen Staatschefs ist ein sogenannter Expertenrat, ein Gremium aus 88 einflussreichen Geistlichen, zuständig. (sda/dpa)
17:10
Merz: Vorgehen der USA und Israels «nicht ohne Risiko»
Bundeskanzler Friedrich Merz hat auf Risiken der Angriffe Israels und der USA gegen den Iran hingewiesen. «Die Militärschläge sollen das zerstörerische Spiel eines geschwächten Regimes beenden», sagte der CDU-Politiker in Berlin. «Das ist nicht ohne Risiko.» Man wisse nicht, «in welche Eskalation die harten iranischen Gegenschläge die Region noch ziehen werden». Und man wisse nicht, «ob der Plan aufgeht, durch Militärschläge von aussen einen politischen Wandel von innen heraus zu ermöglichen».

«Die innere Dynamik im Iran ist nur schwer zu durchschauen», sagte Merz. Der Vergleich mit den westlichen Interventionen in Afghanistan, im Irak und in Libyen trage nur zum Teil. «Aber er zeigt doch, wie real die Risiken mittelfristig sind. Ihre Folgen hätten auch wir in Europa und in Deutschland zu tragen.» Merz äusserte sich nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats im Kanzleramt.

«Das Mullah-Regime ist ein Terrorregime, das verantwortlich ist für die Jahrzehnte währende Unterdrückung des iranischen Volkes», betonte der Kanzler mit Blick auf die gegenwärtige Führung des Irans. Die Bundesregierung teile «die Erleichterung vieler Iranerinnen und Iraner, dass dieses Mullah-Regime jetzt an sein Ende kommt». Mit den Vereinigten Staaten und Israel teile man das Interesse daran, dass «der Terror dieses Regimes aufhört und die gefährliche nukleare und ballistische Aufrüstung gestoppt wird». (sda/dpa)
17:02
Iranischer Minister: Chamenei-Nachfolge binnen zwei Tagen möglich
Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi hält es für möglich, dass ein neuer geistlicher Führer im Iran innerhalb von Tagen feststeht. «Es könnte schon in einem oder zwei Tagen zur Wahl eines obersten Führers kommen», sagte Araghtschi dem Nachrichtensender Al-Jazeera in einem exklusiven Interview.

Araghtschi verurteilte die Tötung des bisherigen Staatsoberhaupts und Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei durch die israelisch-amerikanischen Angriffe als «beispiellos und eine schwere Verletzung internationalen Rechts».
Expertenrat aus 88 Geistlichen soll Nachfolger wählen

Bis ein neues Staatsoberhaupt gewählt ist, soll ein dreiköpfiger Rat seine Aufgaben übernehmen. Diese Rolle fällt laut offiziellen Angaben Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi sowie dem Mitglied des Wächterrats, ⁠Alireza ⁠Arafi, zu. Für die Wahl ist ein sogenannter Expertenrat, ein Gremium aus 88 einflussreichen Geistlichen, zuständig.

Wer Chamenei nachfolgen könnte, ist unklar. Welche Figuren jetzt im Fokus stehen, liest du hier.

(sda/dpa)
16:56
Netanjahu kündigt Intensivierung von Angriffen auf Teheran an
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat eine weitere Intensivierung der militärischen Angriffe auf Teheran angekündigt. Die israelische Armee greife bereits mit «zunehmender Stärke» im Herzen der iranischen Hauptstadt an, sagte Netanjahu in einer Videobotschaft. Dies werde sich in den kommenden Tagen jedoch noch weiter verstärken.

Nach einem Treffen mit Verteidigungsminister Israel Katz, dem Generalstabschef Ejal Zamir und dem Leiter des Auslandsgeheimdienstes Mossad, David Barnea, habe er die Anweisung gegeben, die Offensive fortzusetzen. In dieser setze Israel «wie nie zuvor» die gesamte Kraft der Armee ein, sagte Netanjahu. Dabei gehe es darum, «unser Überleben und unsere Zukunft zu sichern».

Er betonte, die enge Zusammenarbeit Israels mit den USA bei den gemeinsamen Angriffen im Iran ermögliche es, das zu tun, worauf er bereits seit 40 Jahren hoffe: «Dem Terrorregime einen entscheidenden Schlag zu versetzen.» Dies habe er versprochen und dies werde Israel nun tun. (sda/dpa)

16:00
Reedereien MSC und Maersk stoppen Frachtverkehr im Nahen Osten
Die beiden weltweit grössten Containerreedereien MSC mit Sitz in Genf und die dänische Maersk haben angesichts der eskalierenden Sicherheitslage im Nahen Osten weitreichende Einschränkungen für den Schiffsverkehr beschlossen. Mehrere Schiffe wurden in der Region angegriffen.

Die Mediterranean Shipping Company (MSC) setzte am Sonntag sämtliche Buchungen für Frachttransporte in die Region bis auf Weiteres aus, wie das Unternehmen mitteilte. Es wies Schiffe im Golfgebiet sowie auf dem Weg dorthin an, sichere Schutzräume anzusteuern.



Die Strasse von Hormus

Die Sicherheit der Besatzungen habe oberste Priorität. Die Lage werde laufend beobachtet, und man arbeite mit den zuständigen Behörden zusammen. Buchungen sollen wieder aufgenommen werden, sobald sich die Sicherheitslage verbessere.

Auch Maersk stellte bis auf Weiteres sämtliche Schiffspassagen durch die Strasse von Hormus ein. Dienste zu Häfen im Persischen Golf könnten sich verzögern, umgeleitet oder fahrplanmässig angepasst werden, hiess es in einer Mitteilung. Zudem würden vorübergehend Fahrten durch den Suezkanal ausgesetzt. Betroffene Verbindungen zwischen Nahost/Indien und Europa beziehungsweise der US-Ostküste würden über das Kap der Guten Hoffnung umgeleitet. (sda/dpa)
15:59
Weiter Angriffe auf Golfstaaten: Tote, Verletzte und Schäden
In den Vereinigen Arabischen Emiraten (VAE) wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums bisher mindestens drei Menschen getötet. 58 weitere Personen seien verletzt worden. Insgesamt seien 541 iranische Drohnen erfasst worden. Ein Grossteil sei zerstört oder abgefangen worden. 21 von ihnen hätten jedoch zivile Ziele getroffen. Bisher seien 165 ballistische Raketen aus dem Iran in Richtung der VAE festgestellt worden, hiess es.

In Kuwait fielen nach Angaben des Elektrizitätsministeriums infolge herabfallender Trümmerteile beim Abfangen von Drohnen mehrere Stromleitungen aus. In verschiedenen Gebieten sei der Strom teilweise unterbrochen gewesen. Die Behörden erklärten, insgesamt seien 97 iranische ballistische Raketen sowie 283 Drohnen in Richtung des Landes gestartet worden.

Auch Bahrain meldete weitere Schäden. Nach Angaben des Innenministeriums wurde ein Hotel in der Hauptstadt Manama getroffen. Es habe Schäden gegeben, Verletzte seien jedoch nicht gemeldet worden. Die US-Botschaft in Bahrain riet ihren Staatsbürgern, Hotels in der Hauptstadt zu meiden, da diese mögliche Ziele weiterer Angriffe sein könnten. Die Behörden forderten die Bevölkerung zudem auf, Hauptverkehrsstrassen zu meiden. (sda/dpa)
15:55
Drei US-Soldaten bei Militäroperation getötet
Beim US-Militäreinsatz gegen den Iran sind drei US-Soldaten getötet und fünf weitere schwer verletzt worden. «Einige andere erlitten leichte Splitterverletzungen und Gehirnerschütterungen – und befinden sich auf dem Weg zurück in den Dienst», teilte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) auf X mit. Umfangreiche Kampfhandlungen dauerten an.



Centcom teilte auch mit, dass die US-Streitkräfte bei dem Einsatz namens «Gewaltiger Zorn» ein iranisches Kriegsschiff ins Visier genommen hätten. «Das Schiff sinkt derzeit an einem Pier in Tschahbahar auf den Grund des Golfes von Oman.» Das Militär hatte angekündigt, Ziele priorisiert zu haben, «von denen eine unmittelbare Bedrohung ausging». Unter anderem seien Kommando- und Kontrollzentren der Islamischen Revolutionsgarden, iranische Luftverteidigungsanlagen, Raketen- und Drohnenstartplätze sowie Militärflugplätze ins Visier genommen worden, hiess es. (sda/dpa)
15:06
Saudi-Arabien bestellt iranischen Botschafter ein
Nach iranischen Angriffen auf saudi-arabisches Territorium hat Riad den Botschafter der Islamischen Republik einbestellt. Hintergrund seien «eklatante iranische Angriffe», die sich gegen das Königreich sowie andere «Bruderstaaten» gerichtet hätten, teilte das saudische Aussenministerium mit.

Bei dem Treffen mit Botschafter Ali Reza Enajati habe der stellvertretende Aussenminister Walid bin Abdulkarim Al-Churaidschi die Missbilligung und Verurteilung der Angriffe durch Riad bekräftigt. Saudi-Arabien lehne jegliche Verletzung der staatlichen Souveränität ab.

Das Königreich werde alle notwendigen Massnahmen ergreifen, um seine Sicherheit zu verteidigen und sein Staatsgebiet zu schützen, hiess es weiter. Eine unmittelbare Stellungnahme aus dem Iran lag zunächst nicht vor.

Der saudische Fernsehsender Al-Arabija berichtete darüber hinaus, dass die Aussenminister der Golfstaaten am Abend zu einem «Notfalltreffen» per Videokonferenz zusammen kommen wollten, um über die Lage zu beraten. (sda/dpa)
15:05
Bund weitet Reisewarnungen für den Nahen Osten aus
Das EDA weitet seine Reisewarnungen für den Nahen Osten aus. Neu rät es auch von touristischen und nicht dringenden Reisen nach Bahrain, Jordanien, Katar, Kuwait, Saudi-Arabien und in die Vereinigten Arabischen Emirate ab.

Das teilte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Sonntag auf X mit. Die neuen Warnungen erfolgen nach der Eskalation der Lage nach den Angriffen der USA und Israels auf Iran in der Nacht auf Samstag.



In deren Folge hatte der Bund bereits von Reisen nach Israel abgeraten. Für den Iran gilt ein solcher Hinweis schon seit einiger Zeit. (sda)
14:50
Bericht: Irans Ex-Präsident Ahmadinedschad bei Luftangriff getötet
Der ehemalige iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad ist bei einem Luftangriff in Teheran getötet worden. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Ilna befand sich der 69-Jährige zum Zeitpunkt des Angriffs gemeinsam mit Leibwächtern in seinem Haus im Osten der Hauptstadt.

Ahmadinedschad führte den Iran von 2005 bis 2013. Zu Beginn galt er als Favorit des herrschenden schiitischen Klerus sowie der Hardliner und Konservativen im Parlament. Gegen Ende seiner Amtszeit wuchs die Kritik an seinem Kurs. Seine harte Linie in der Atompolitik löste internationale Sanktionen aus, die das Land in eine schwere Wirtschaftskrise führten.



Wegen seiner militärischen Drohungen gegen Israel sowie der Leugnung des Holocaust war der Iran international isoliert. Seine Unterstützer wandten sich immer mehr von ihm ab, selbst unter den Hardlinern war er am Ende seiner Amtszeit umstritten.

Ahmadinedschad stützte sich während seiner Präsidentschaft massiv auf die Revolutionsgarden (IRGC). Im Gegenzug verschaffte er ihnen Gewinne bei Privatisierungen sowie Kontrolle über strategische Wirtschaftssektoren.

Obwohl Ahmadinedschad als Ziehsohn des jetzt getöteten Ajatollah Ali Chamenei galt, entwickelte er sich gegen Ende seiner Präsidentschaft und darüber hinaus zu einer unberechenbaren Opposition innerhalb des Systems.

Sein Versuch, die Befugnisse des gewählten Präsidenten gegenüber dem Klerus zu erweitern – insbesondere durch den offenen Konflikt um das Geheimdienstministerium 2011 – führte zum Bruch mit dem Obersten Führer. In den Folgejahren wurde er politisch marginalisiert; der Wächterrat schloss ihn 2017, 2021 und 2024 von den Präsidentschaftswahlen aus. (sda/dpa)
14:33
Swiss setzt Flüge nach Dubai bis einschliesslich 4. März aus
Die Swiss hat wegen der angespannten Lage im Nahen Osten die Aussetzung ihrer Flüge nach Dubai und Tel Aviv verlängert. Verbindungen nach Dubai fallen bis und mit Mittwoch 4. März aus, jene nach Tel Aviv bis und mit Sonntag 8. März.

Die Sicherheit von Besatzung und Passagieren habe oberste Priorität, begründete die Swiss in einer Mitteilung vom Sonntag den Entscheid. Das Unternehmen beobachte die Lage weiterhin aufmerksam und stehe im Austausch mit den zuständigen Behörden.



Die Massnahmen betreffen auch die Routenführung. Bis zum 4. März werden die Flugzeuge der Swiss den Luftraum der Vereinigten Arabischen Emirate nicht nutzen. Bis zum 8. März meidet die Airline zudem die Lufträume von Israel, Libanon, Jordanien, Irak, Iran, Kuwait und Bahrain.

Betroffene Fluggäste könnten ihre Reise kostenlos auf ein späteres Datum umbuchen, hiess es. Alternativ erstatte die Fluggesellschaft den vollständigen Ticketpreis zurück. (sda)
13:25
Israel: Verletzte bei iranischen Raketenangriffen
Neue iranische Raketenangriffe auf Israel haben in weiten Teilen des Landes Luftalarm ausgelöst. Einwohner der Stadt Tel Aviv berichteten von lauten Explosionen. Der israelische TV-Sender N12 berichtete, es habe mehrere Einschläge gegeben. Das Nachrichtenportal «ynet» berichtete von mindestens 20 Verletzten in einem Gebäude in der Stadt Beit Schemesch, das direkt getroffen worden sei. Die Stadt liegt westlich von Jerusalem.

Millionen von Einwohnern harrten in Schutzräumen aus. «Wir hören immer wieder laute Knalls, möglicherweise sind das auch Abwehrraketen», sagte ein Einwohner Tel Avivs. «Es nimmt einfach kein Ende.» Seit Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe im Iran am Samstagmorgen berichten Einwohner Israels von ständigen Gegenangriffen des Irans auf israelische Bevölkerungszentren, teilweise im halbstündigen Takt.

Am Samstag war bei einem Raketeneinschlag in Tel Aviv eine Frau getötet worden. Insgesamt starben nach offiziellen Angaben bei iranischen Raketenangriffen auf Israel bisher zwei Frauen, Dutzende Menschen wurden verletzt. (sda/dpa)
13:22
Regierung in Bahrain bestätigt beschädigtes Hotel
Das Innenministerium von Bahrain bestätigte, dass das Crowne Plaza Hotel in Manama bei einem Anschlag beschädigt worden sei, gab jedoch an, dass es keine Todesopfer gegeben habe, wie die «New York Times» vermeldete.

Weitere Details wurden nicht bekannt gegeben.
12:44
Papst warnt vor «Abgrund» im Nahen Osten
Papst Leo XIV. hat angesichts der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran und dessen Gegenschlägen eine Rückkehr zur Diplomatie verlangt. Das Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken sprach zum Abschluss seines Sonntagsgebets im Vatikan von einer «Tragödie von enormem Ausmass». «Stabilität und Frieden lassen sich nicht durch gegenseitige Drohungen erreichen oder durch Waffen, die Zerstörung, Leid und Tod säen, sondern nur durch einen vernünftigen, verantwortungsvollen und authentischen Dialog.»

Vor mehreren Zehntausend Menschen auf dem Petersplatz mahnte der Pontifex alle Beteiligten, «moralische Verantwortung» zu übernehmen. Die Spirale der Gewalt müsse beendet werden, «bevor sie zu einem unwiderruflichen Abgrund wird». Leo schloss mit den Worten: «Möge die Diplomatie ihre Rolle wiederfinden und das Wohl der Völker gefördert werden.» (sda/dpa)
12:31
Grossajatollah ruft zu Vergeltung nach Chamenei-Tod auf
Ein einflussreicher iranischer Geistlicher hat Muslime weltweit zur Vergeltung für den Tod von Religionsführer Ali Chamenei aufgerufen. Grossajatollah Nasser Makarem Schirasi erklärte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim in einer religiösen Stellungnahme (Fatwa), die «Hauptverantwortlichen für dieses Verbrechen» seien die USA und Israel. «Rache ist die religiöse Pflicht aller Muslime auf der Welt, damit das Böse dieser Verbrecher von der Erde getilgt wird», hiess es weiter.

Makarem Schirasi hatte bereits im Juni vergangenen Jahres US-Präsident Donald Trump indirekt mit dem Tod gedroht. Trump hatte zuvor gesagt, Chamenei sei ein leichtes Ziel. Der Grossajatollah erklärte daraufhin in einer religiösen Stellungnahme, dass Drohungen gegen Chamenei im Islam mit dem Tod bestraft würden.

Makarem Schirasi zählt als Mardscha zu den höchsten religiösen Autoritäten im Zwölfer-schiitischen Islam, der im Iran Staatsreligion ist. Die Schiiten bilden nach den Sunniten die zweitgrösste Glaubensrichtung im Islam. (sda/dpa)



Ayatollah Ali Chamenei besuchte den Grossajatollah 2024 im Spital.
12:25
China verurteilt Tötung von Chamenei scharf
Die Tötung von Irans Religionsführer Ali Chamenei hat scharfe Kritik aus China ausgelöst. Das Vorgehen verletze die Souveränität Irans in schwerwiegender Weise und missachte die Ziele und Grundsätze der Charta der Vereinten Nationen, teilte das Aussenministerium in Peking mit. China lehne ein solches Vorgehen entschieden ab und verurteile es nachdrücklich, hiess es weiter.

Peking rufe dazu auf, alle militärischen Handlungen unverzüglich einzustellen, eine weitere Eskalation der Spannungen zu vermeiden und Frieden sowie Stabilität im Nahen Osten und in der Welt zu wahren. (sda/dpa)
12:24
Israel: Dutzende iranische Raketenabschussrampen zerstört
Seit Beginn der Angriffe auf den Iran hat die israelische Armee nach eigenen Angaben Dutzende Raketenabschussrampen zerstört. Ein israelischer Armeesprecher sagte, zu Beginn des letzten Kriegs gegen den Iran im vergangenen Juni habe Teheran über gut 3000 ballistische Raketen verfügt. Dieses Arsenal sei damals etwa halbiert worden.

«Inzwischen haben sie es wieder aufgefüllt, sodass es nun wieder bei rund 2500 liegt – und die Zahl steigt», sagte der Militärsprecher. Seit Beginn des jüngsten Schlagabtauschs habe der Iran Hunderte Raketen auf Israel sowie andere Länder in der Region abgefeuert.

Teheran strebe danach, ein deutlich grösseres Arsenal aufzubauen, sagte er. Er nannte die Zahl von rund 8000 ballistischen Raketen. Ein Ziel der gegenwärtigen Operation sei, dies zu verhindern. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. (sda/dpa)
12:16
Israel weist Schuld an Angriff auf iranische Schule zurück
Israel hat eine Verantwortung für einen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran zurückgewiesen. Die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna hatte berichtet, bei einem Raketenangriff im Süden des Landes seien mehr als hundert Schülerinnen ums Leben gekommen. Getroffen worden sei eine Grundschule für Mädchen in der Provinz Hormusgan.

«Zu diesem Zeitpunkt sind uns keine israelischen oder amerikanischen Angriffe dort bekannt», sagte der israelische Militärsprecher Nadav Schoschani. «Ich weiss, dass die Amerikaner nachprüfen, ich weiss, dass wir nachprüfen», ergänzte der Sprecher.

«Und was ich weiss, ist, dass wir in der Lage waren – und das wird auch von den Amerikanern und den Iranern bestätigt – 40 Personen auszuschalten, die sich vor uns versteckt hatten, auf sehr präzise Weise, mehr als tausend Meilen entfernt», sagte Schoschani offenbar mit Blick auf die Tötung des iranischen Staatsoberhaupts und Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei. Dies könnten nicht viele Armeen auf der Welt und es bedeute, «dass wir extrem präzise operieren». Die Angaben beider Kriegsparteien lassen sich nicht unabhängig überprüfen. (sda/dpa)
11:41
Putin: Chamenei-Ermordung verstösst gegen Völkerrecht
Der russische Präsident Wladimir Putin bezeichnet den US-israelischen Angriff auf den Iran sowie die gezielte Tötung des iranischen Obersten Führers als «zynischen Mord». Das berichtet die russische Staatsmedienagentur TASS.

Putin sieht den Tod von Ayatollah Ali Chamenei als Mord, der «gegen alle Normen der menschlichen Moral und des Völkerrechts» verstosse. Chamenei werde in Russland als «herausragender Staatsmann» in Erinnerung bleiben.

Der russische Präsident führt seit vier Jahren einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. (hkl)

11:26
Alireza Arafi tritt in Führungsrat ein
Alireza Arafi tritt in den Führungsrat im Iran ein. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters mit Verweis auf die iranische Agentur ISNA. Bisher war unklar, wer den Platz für die Kleriker des Mullah-Regimes besetzen sollte.

Arafi ist ein iranischer schiitischer Geistlicher und derzeit Mitglied des Wächterrats, der Expertenversammlung und Anführer der Basij-Miliz. Er war zuvor Vorsitzender der Al-Mustafa International University, Freitagsgebetleiter in Qom und Leiter des iranischen Priesterseminars. (hkl)
11:07
Irans Präsident: Ermordung von Chamenei offene Kriegserklärung
Irans Präsident Massud Peseschkian hat die gezielte Tötung von Religionsführer Ali Chamenei als offene Kriegserklärung bezeichnet. Diese richte sich gegen alle Muslime, insbesondere aber gegen alle Schiiten weltweit. Peseschkian erklärte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna: «Der Iran betrachtet die Vergeltung und Blutrache an den Tätern und Drahtziehern dieses Verbrechens als Pflicht und legitimes Recht.» Chamenei sei ein «Märtyrer», dessen Standhaftigkeit ihn in die Geschichtsbücher eingeschrieben habe.

Weltweit gibt es rund zwei Milliarden Muslime. Eine grosse Mehrheit von 85 bis 90 Prozent sind Sunniten. Schiiten machen mit rund 10 bis 15 Prozent die zweitgrösste Glaubensrichtung im Islam aus. (sda/dpa)



Irans Präsident Massud Peseschkian
11:02
Britischer Verteidigungsminister: Iran feuert Raketen in Richtung Zypern
Der britische Verteidigungsminister John Healey warnt vor der Gefahr von «zunehmend wahllosen iranischen Vergeltungsangriffen». Es seien zwei Raketen Richtung Zypern abgefeuert worden. «Wir glauben nicht, dass sie gezielt auf Zypern gerichtet waren», sagte Healey dem Sender Sky News. Es sei aber ein Beispiel dafür, dass es eine «sehr reale (...) Bedrohung durch ein Regime» gebe, das in der gesamten Region weit um sich schlage.



Grossbritannien beteiligt sich im Nahen Osten an einem defensiven Militäreinsatz, wie Premierminister Keir Starmer bereits am Samstag mitgeteilt hatte. Healey erläuterte, dass britische Flugzeuge Drohnen und Raketen abschiessen, wenn sie diese sehen. Die Einheiten starten demnach unter anderem in Bahrain und auf Zypern. «Wenn ich also davon spreche, dass Grossbritannien im Rahmen koordinierter regionaler Verteidigungsoperationen eine Rolle bei der Stärkung der regionalen Stabilität spielt, dann meine ich genau das», sagte Healey.

Er kritisierte ausserdem, dass iranischen Kommandeuren zunehmend erlaubt werde, ihre eigenen Ziele auszuwählen, da das Land «die Kontrolle über seine Befehls- und Kommandostrukturen verliert». (sda/dpa)
10:51
Netanjahu ruft Iraner zum Aufstand auf
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Bevölkerung im Iran in einer auf Farsi verbreiteten Videobotschaft zum Sturz der politischen Führung in Teheran aufgerufen. Die Ansprache wurde allem Anschein nach mit Künstlicher Intelligenz (KI) auf Farsi erstellt. «Bürger des Irans, lasst euch diese Gelegenheit nicht entgehen», sagte Netanjahu dort.

Er rief die Iraner auf, auf die Strasse zu gehen, «um die Sache zu vollenden, um das Terrorregime zu stürzen, das euer Leben zur Hölle gemacht hat». Netanjahu kündigte zudem an, Israel werde in den kommenden Tagen «Tausende Ziele des terroristischen Regimes» angreifen, um die «Bedingungen für das mutige Volk des Irans zu schaffen, sich von den Ketten der Tyrannei zu befreien». (sda/dpa)

10:34
Keine gestrandeten Passagiere am Flughafen Zürich
Der Flughafen Zürich hat keine Informationen von Passagieren, die seit dem Ausbruch des Krieges gegen den Iran in Zürich gestrandet wären. Hingegen stecken drei Flugzeuge wegen geschlossener Flughäfen in der Krisenregion in Zürich fest.

Die drei Flieger der Emirates, der Qatar Airways und von Etihad könnten zurzeit nicht zurückfliegen, hiess es beim Flughafen Zürich auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Der Etihad-Flug sei vorerst für Montag angesetzt.

Ansonsten verlaufe der Betrieb an den Schaltern am Flughafen geregelt. Denn die Passagiere würden normalerweise frühzeitig informiert, wenn Flüge abgesagt seien. (sda)
10:10
Dubai meldet Schäden und Verletzte bei Drohnenabwehr
In Dubai in den Vereinigten Arabischen Emirate sind bei der Abwehr von Drohnenangriffen zwei Menschen verletzt worden. Trümmerteile seien in die Höfe von zwei Wohnhäusern gefallen, teilte das Medienbüro von Dubai mit. Explosionsgeräusche in der Stadt seien auf Abfangraketen zurückzuführen, hiess es weiter.

Bereits am Samstag war es im Zuge der aktuellen Eskalation zu einem Feuer am bekannten Luxushotel Burj al Arab gekommen. In Behördenangaben war von einem «kleinen Brand» die Rede. Ein Video zeigte aber, dass es an der Aussenwand des mehr als 300 Meter hohen Wolkenkratzers über mehrere Stockwerke hinweg brannte.
Auch in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate kam es zu einem ähnlichen Vorfall. Nach Angaben des Medienbüros von Abu Dhabi wurden eine Frau und ihr Kind leicht verletzt, als Trümmer einer abgefangenen Drohne die Fassade eines Gebäudes der Etihad Towers trafen. An dem Wahrzeichen der Stadt entstand geringer Sachschaden, hiess es weiter auf X. Die Behörden riefen die Bevölkerung auf, keine Gerüchte zu verbreiten und Informationen nur aus offiziellen Quellen zu beziehen. (sda/dpa)
(sda/dpa)
10:08
Schweizer Botschaften bleiben in Betrieb
Alle Schweizer Botschaften in der Region sind gemäss den EDA-Angaben weiterhin operationell. Das Personal sei wohlauf und es gebe keine Schäden an der Infrastruktur. Alle Vertretungen verfügten über Sicherheits- und Krisendispositive, die Notfallplanungen enthalten. Zu konkreten Massnahmen äussert sich das EDA nicht.

Vier der zehn verbliebenen Mitarbeitenden der Schweizer Botschaft in Teheran wurden am Samstag in die Schweiz zurückbeordert. Wegen des gesperrten Luftraums war ihr Abflug jedoch nicht mehr möglich, wie Monika Schmutz Kirgöz, Chefin der Abteilung Naher Osten und Nordafrika im EDA, in einem Interview mit der «SonntagsZeitung» sagte. Die vier Mitarbeitenden sassen demnach bereits im Flugzeug und sind zurzeit in einem Hotel nahe dem Flughafen untergebracht.

Sechs weitere Mitarbeitende bleiben vorerst in der Botschaft in Teheran. Das Personal war bereits in den Tagen zuvor von 14 auf 10 Personen reduziert worden. Für die Angestellten in Teheran seien in einem Keller Betten aufgestellt worden. Die fünf EDA-Mitarbeitenden in der Botschaft in Tel Aviv können sich bei Luftalarm in Bunker zurückziehen. (sda)
10:00
Israelisches Militär meldet Angriffe auf Ziele im Herzen von Teheran
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben am Sonntag mit neuen Angriffen auf die iranische Hauptstadt Teheran begonnen, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. «Die IDF greift Ziele des iranischen Terrorregimes im Herzen Teherans an», erklärte das Militär mit Blick auf die israelischen Streitkräfte.

Mehrere Explosionen waren am Sonntag in Teheran zu hören, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete. (hkl)

9:56
Oman: Öltanker in der Strasse von Hormus angegriffen
Vor der Küste des Golfstaats Oman ist nach staatlichen Angaben ein Öltanker angegriffen worden. Der Tanker «Skylight» sei etwa neun Kilometer vor der omanischen Küste bei Musandam attackiert worden, meldete die Nachrichtenagentur Oman News Agency unter Berufung auf das omanische Zentrum für maritime Sicherheit. Dabei seien vier Personen verletzt worden. Die 20-köpfige Besatzung des Schiffs unter der Flagge des pazifischen Inselstaats Palau sei evakuiert worden. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.

Der Vorfall ereignete sich nahe der Strasse von Hormus. Die iranische Nachrichtenagentur hatte gestern gemeldet, dass die iranischen Revolutionsgarden den Schiffsverkehr der strategisch wichtigen Meerenge eingeschränkt haben. Demnach erhielten Schiffe wiederholt Funkmeldungen, in denen ihnen die Durchfahrt untersagt wurde. Die Besatzungen würden aufgefordert, die Maschinen zu stoppen und sich auf ein mögliches Entern vorzubereiten, hiess es.

Die Strasse von Hormus ist eine der wichtigsten Engstellen des weltweiten Energiehandels. Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert täglich die Meerenge. Jede Störung könnte die Energiepreise steigen lassen und die internationalen Märkte verunsichern. (sda/dpa)
9:49
Drohnenangriff im Oman gemeldet
Der Handelshafen von Dukm im Oman ist mit zwei Drohnen angegriffen worden. Eine der Drohnen habe eine Arbeiterunterkunft getroffen, wobei ein ausländischer Arbeiter verletzt worden sei, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Oman News Agency unter Berufung auf Sicherheitsquellen.

Die zweite Drohne sei in der Nähe von Treibstofftanks abgestürzt. Dabei habe es weder Verletzte noch Schäden gegeben, hiess es weiter. Die Regierung des Oman verurteilte den Angriff.

Nach Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran am Samstag hat Teheran mehrfach US-Militärstützpunkte in der Region attackiert. Die arabischen Golfstaaten beheimaten gemeinsam Tausende US-Truppen. Im Oman selbst sind keine US-Stützpunkte. Häfen, wie der in Dukm, können aber vom US-Militär genutzt werden. Oman ist im Atomstreit zwischen den USA und Iran als Vermittler aufgetreten. (sda/dpa)
9:30
Mindestens 8 Tote: Auch Unruhen in Pakistan
Nachdem bereits im Irak Befürworter des iranischen Regimes die US-Botschaft zu stürmen versuchten, aber von Sicherheitskräften daran gehindert wurden, kommt es auch in Pakistan zu ähnlichen Szenen. Videos und Bilder in den sozialen Medien zeigen, wie eine aufgebrachte Menge versucht, in das Gebäude einzudringen. Sie schlagen darauf auf Türen und Fenster des Konsulats in der Stadt Karachi ein. Laut Medienberichten gingen Sicherheitskräfte mit Gewalt gegen die Protestierenden vor. Nebst Tränengas soll auch scharfe Munition eingesetzt worden sein, mindestens acht Menschen wurden getötet. (con)
9:18
Iran: Pläne der USA und Israels vereitelt
Nach den schweren Angriffen im Iran und der Tötung des Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei hat der Generalsekretär des Sicherheitsrats, Ali Laridschani, das Vorhaben der USA und Israels als «vereitelt» bezeichnet. «Die USA und Israel haben sich verkalkuliert und wollten mit gezielten Angriffen auf militärische Einrichtungen und der Tötung hochrangiger Funktionäre Unruhe und einen Machtwechsel im Iran auslösen», sagte Laridschani laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Die Bevölkerung habe jedoch geschlossen reagiert und diese Pläne vereitelt, behauptete er.

Zugleich kündigte Laridschani an, die iranischen Streitkräfte würden die Angriffe auf US‐Stützpunkte in der Region fortsetzen. (sda/dpa)
9:16
Zehntausende trauern um Chamenei
Der Tod von Ayatollah Ali Chamenei hat im Iran nicht nur Jubel ausgelöst, sondern auch grosse Bestürzung und Trauer. In den grossen Städten strömten Tausende Menschen auf die Strassen, um Chamenei zu gedenken. Das zeigten Bilder, die von der Nachrichtengentur AP und der Bildagentur EPA weiterverbreitet wurden.

Trauernde auf den Strassen von Tehran.
Chamenei war bei einer Minderheit der Bevölkerung trotz der beispiellosen Brutalität des iranischen Regimes weiterhin populär. Umfragen bezifferten den Anteil der regimetreuen Bevölkerung auf zwischen 10 und 20 Prozent. Der Iran hat etwas mehr als 90 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. (con)
8:55
Israels Armee: Iran greift erneut mit Raketen an
Der Iran hat nach Angaben des israelischen Militärs am Morgen erneut Raketen auf den jüdischen Staat abgefeuert. Die Abwehrsysteme seien aktiviert, um sie abzuwehren, teilte die Armee mit. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, in die Schutzräume zurückzukehren. In mehreren Gebieten des Landes heulten erneut die Sirenen.

In den vergangenen 24 Stunden mussten Millionen Menschen nach Armeeangaben bereits rund 20 Mal wegen Raketenangriffen des Erzfeindes Iran in die Schutzräume eilen.

Der Iran hatte nach der Tötung des obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei bei den amerikanisch-israelischen Luftangriffen massive Vergeltungsschläge gegen Dutzende US-Stützpunkte sowie Ziele in Israel angekündigt. (sda/dpa)


Ein zerstörtes Gebäude in Tel Aviv.
8:50
Nach Chamenei-Tod: Trump warnt den Iran vor Vergeltungsschlägen
US-Präsident Donald Trump hat den Iran nach den amerikanisch-israelischen Luftangriffen vor Vergeltungsschlägen gewarnt. «Das sollten sie besser nicht tun», schrieb der Republikaner in Grossbuchstaben auf der Plattform Truth Social. Sollte das passieren, werde man «mit einer noch nie zuvor gesehenen Stärke» zurückschlagen.

Nach der Tötung von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei bei amerikanisch-israelischen Luftangriffen hatten die Revolutionsgarden des Landes Rache geschworen. «In Kürze werden die grössten militärischen Einsätze in der Geschichte der iranischen Streitkräfte gegen Israel und US-Stützpunkte in der Region beginnen», hiess es in einer Presseerklärung der Elitestreitmacht der Islamischen Republik. (sda/dpa)
8:42
Auseinandersetzungen nahe US-Botschaft in Bagdad
Nach der Tötung von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei haben Demonstranten in der irakischen Hauptstadt Bagdad versucht, in das streng gesicherte Regierungsviertel mit der US-Botschaft vorzudringen. Nach Angaben von Augenzeugen hatten sich am Eingang zur sogenannten Grünen Zone Hunderte Menschen zum Protest versammelt. Sicherheitskräfte lösten die Menge gewaltsam auf.

Die Demonstranten versuchten demnach, die Sicherheitsbarrieren zu überwinden, um zur US-Botschaft innerhalb der Grünen Zone zu gelangen. Laut Augenzeugen setzten die Sicherheitskräfte Schlagstöcke, scharfe Munition, Tränengas und Wasserwerfer ein, um die Demonstranten auseinanderzutreiben. (sda/dpa)

8:10
Auch Irans Verteidigungsminister und Generalstabschef laut Staatsmedien tot
Wie die iranischen Staatsmedien berichten, wurden auch der Verteidigungsminister des Regimes, Aziz Nasirzadeh, und Generalstabschef Abdolrahim Mousavi bei den Angriffen durch die USA und Israel getötet.

In der Nacht auf Sonntag bestätigten die staatlich kontrollierten Nachrichtenagenturen Fars und Irna bereits den Tod von Staatsoberhaupt Ayatollah Ali Chamenei. (con)
7:05
Erneute Explosionen in Golfstaaten
Nach der Tötung von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei durch amerikanisch-israelische Angriffe sind in den arabischen Golfstaaten erneut Explosionen zu hören. Augenzeugen in der katarischen Hauptstadt Doha zufolge waren am Morgen mehrere Knallgeräusche zu hören. Der katarische Nachrichtensender Al-Jazeera meldete mindestens elf Explosionen in Doha.

Nach Angaben des Innenministeriums sei in einem Industriegebiet beim Abfangen einer Rakete ein kleiner Brand durch herabfallende Trümmerteile entfacht worden. Es seien keine Verletzten gemeldet worden.


Auch in Manama, der Hauptstadt von Bahrain wurden Explosionen gemeldet. Augenzeugen berichteten von mindestens vier lauten Knallgeräuschen. Auf Social Media wurden in dem Zuge Bilder eines getroffenen und beschädigten Hotels in Manama verbreitet. Sie liessen sich zunächst nicht unabhängig verifizieren. (con/sda/dpa)


In der katarischen Hauptstadt Doha gab es erneut Explosionen.
7:04
Israels Armee gibt nach Raketenbeschuss wieder Entwarnung
Israels Armee hat nach gemeldeten Raketenangriffen des Irans wieder Entwarnung gegeben. Die Menschen in allen Teilen des Landes dürften die Schutzräume wieder verlassen, sollten sich aber weiter in ihrer Nähe aufhalten, teilte die Armee am Morgen mit. Zuvor waren Luftabwehrsysteme im Einsatz gewesen, um die Angriffe abzuwehren.

Zum bereits 20. Mal hätten Millionen Menschen in Israel innerhalb von 24 Stunden wegen Angriffen des Irans in die Schutzräume rennen müssen, erklärte das Militär. Die israelische Luftwaffe hatte in der Nacht auch ihre Angriffe gegen Raketenstützpunkte und Luftabwehrsysteme im Iran fortgesetzt. (sda/dpa)
6:31
Chamenei-Berater: Ein Trio soll Iran vorübergehend führen
Im Iran soll nach der Tötung von Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei vorübergehend ein dreiköpfiger Rat das Land führen. Die Verantwortung für die Übergangsphase sollen Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi und ein Mitglied des Wächterrats übernehmen. Das erklärte ein Berater des getöteten Chameneis, Mohammed Mochber, der Nachrichtenagentur Mehr zufolge. Auch die iranische Nachrichtenagentur Irna berichtete darüber.

Das Trio soll die Aufgaben Chameneis übernehmen, bis der sogenannte Expertenrat, ein Gremium aus 88 einflussreichen Geistlichen, einen Nachfolger benennt. Laut der Verfassung müsse der Expertenrat umgehend einen neuen Führer bestimmen und vorstellen, sagte Mochber.

Wer Chamenei nachfolgen könnte, ist unklar. Öffentlich hatte sich der Religionsführer dazu nicht geäussert. In den vergangenen Jahren war immer wieder dessen Sohn Modschtaba genannt worden, der bislang kaum in der Öffentlichkeit stand. Dem Staatsapparat dürfte es zudem schwerfallen, mitten im Krieg das Machtgefüge neu zu ordnen. (sda/dpa)
6:06
Schah-Sohn Pahlavi bringt sich als Interimsführer ins Spiel
Der Sohn des 1979 gestürzten Schahs von Persien, Reza Pahlavi, hat sich nach der Tötung von Staatsoberhaupt und Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei erneut als Übergangsführer des Irans ins Spiel gebracht. «Viele Iraner haben mich, oft trotz lebensbedrohlicher Situationen, gebeten, diesen Übergang zu leiten», schrieb er in einem Meinungsbeitrag in der «Washington Post». Er wolle ihrem Ruf folgen und den Weg hin zu einer neuen Verfassung freimachen. Diese solle zunächst in einem Referendum verabschiedet werden. Darauf sollten dann freie Wahlen unter internationaler Aufsicht folgen. «Mit der Abstimmung der Iraner löst sich die Übergangsregierung auf», schrieb er weiter.



Pahlavi betonte, dass der Iran nicht die Fehler wiederholen wolle, die dem Irak-Krieg gefolgt seien. «Es wird keine Auflösung von Institutionen, kein Machtvakuum, kein Chaos geben», schrieb er weiter. «Ein demokratischer Iran würde den Nahen Osten grundlegend verändern und einen der beständigsten Krisenherde der Welt in eine Stütze regionaler Stabilität verwandeln», zeigte sich Pahlavi zuversichtlich. Ferner stellte er in Aussicht, den Erzfeind Israel «sofort anzuerkennen».

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor mitgeteilt, er habe mehrere Kandidaten für die Führung des Landes im Blick. Auf die Frage, ob es jemanden gebe, den er gerne an der Spitze des Irans sehen würde, sagte Trump dem Sender CBS News nach dessen Angaben: «Ja, ich denke schon. Es gibt einige gute Kandidaten.» Namen nannte Trump nicht.

Pahlavi, den sein autoritär regierender Vater, der letzte Schah von Persien, einst zum Kronprinzen ernannt hatte, lebt seit Jahrzehnten im Exil in den USA. Während der jüngsten Massenproteste beanspruchte er aus dem Ausland eine Führungsrolle in der zerstrittenen und zersplitterten iranischen Opposition. In den sozialen Medien hat er sich ein Millionenpublikum aufgebaut. Er gilt inzwischen als eine der einflussreichsten Oppositionsstimmen im Ausland.
Mehr zu Reza Pahlavi findest du hier:
(sda/dpa/con)
5:49
Trump über künftige Iran-Spitze: «Einige gute Kandidaten»
US-Präsident Donald Trump sieht nach eigenen Angaben «einige gute Kandidaten» für die künftige Führung des Irans. Auf die Frage, ob es jemanden im Iran gebe, den er gerne an der Spitze des Landes sehen würde, sagte Trump dem Sender CBS News nach dessen Angaben in einem Telefoninterview: «Ja, ich denke schon. Es gibt einige gute Kandidaten.»

Trump wurde von CBS News auch gefragt, wer nach seiner Einschätzung nach Chameneis Tod das Sagen im Iran habe. Der US-Präsident antwortete demnach: «Ich weiss genau, wer, aber ich kann es Ihnen nicht sagen.» (sda/dpa/con)

5:45
Wieder Raketenalarm in Israel
In Israel haben am frühen Morgen erneut die Sirenen geheult. Es seien Raketen aus dem Iran in Richtung Israel abgefeuert worden, gab die israelische Armee bekannt. Die Luftwaffe sei im Einsatz, um die Bedrohung abzuwehren. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, den Anweisungen des Heimatschutzkommandos zu folgen. Zuvor hatten israelische Kampfflugzeuge ihre Angriffswellen gegen militärische Ziele im Iran fortgesetzt. (sda/dpa)
4:50
USA: Angriff auf Iran von internationalem Recht gedeckt
Die USA sehen ihren Angriff auf den Iran eigenen Angaben zufolge im Einklang mit internationalem Recht. Die Vereinigten Staaten hätten in enger Abstimmung mit Israel rechtmässige Massnahmen gemäss Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen ergriffen, sagte der UN-Botschafter der USA, Mike Waltz, bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats in New York. Artikel 51 der UN‐Charta verankert das Recht eines Landes auf Selbstverteidigung.

Waltz argumentierte, «das Regime im Iran» sei verantwortlich für eine Reihe bewaffneter Angriffe auf die Vereinigten Staaten und Israel, Verstösse gegen die UN-Charta sowie Bedrohungen des internationalen Friedens und der Sicherheit im Nahen Osten. «Es hat sogar versucht, Präsident (Donald) Trump zu ermorden», behauptete er. Das US-Justizministerium hatte dem Iran im November 2024 vorgeworfen, eine Ermordung Trumps geplant zu haben. Der Iran wies das damals vehement zurück.

Der iranische Botschafter bei den UN rief den US-Botschafter nach dessen Ausführung dazu auf, «höflich» zu bleiben. «Das wäre sowohl für Sie selbst als auch für das Land, das Sie vertreten, von Vorteil.» Auch der Iran hatte das Recht auf Selbstverteidigung nach Artikel 51 nach den Angriffen für sich reklamiert. (sda/dpa)

Mike Waltz.
4:17
Brand an Luxushotel Burj al Arab in Dubai
Bei einem mutmasslich iranischen Drohnenangriff in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist es an einem bekannten Luxushotel in Dubai zu einem Brand gekommen. An der äusseren Fassade des Hotels Burj al Arab, ein mehr als 300 Meter hoher Wolkenkratzer auf einer künstlichen Insel, sei es zu einem «kleinen Brand» gekommen, teilte das Medienbüro von Dubai mit. Zivilschützer hätten umgehend reagiert und das Feuer unter Kontrolle gebracht, hiess es. Verletzte habe es nicht gegeben. Ein Video des Vorfalls zeigte ein Feuer, das in der Nacht über mehrere Stockwerke an einer Aussenwand des Hotels brennt.



Der Wolkenkratzer, der ungefähr so hoch ist wie der Pariser Eiffelturm, gilt mit seiner Silhouette in Form eines Segels als ein Wahrzeichen von Dubai. Es ist auch eines der teuersten Hotels in Dubai. Kosten für ein Zimmer pro Nacht beginnen ab umgerechnet etwa 720 Franken. Eine Suite kann pro Nacht umgerechnet bis um die 18'000 Franken kosten.


Der Burj al Arab ist neben dem Burj Khalifa ein weiteres bekanntes Luxushotel Dubais.

(con/sda/dpa)
4:02
Medien: Tochter und Enkel Chameneis bei Angriffen getötet
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge sind bei den israelisch-amerikanischen Luftangriffen auf den Iran auch mehrere Angehörige des obersten Führers Ali Chamenei getötet worden. Die Webseite Al-Arabiya berichtete unter Berufung auf die iranische Nachrichtenagentur Fars, eine Tochter Chameneis, ein Schwiegersohn, eine Schwiegertochter und ein Enkel seien ums Leben gekommen. Dem Sender Al-Jazeera zufolge berief sich Fars dabei auf Chamenei nahestehende Quellen. Aus dem Iran gab es dafür zunächst keine Bestätigung. Chamenei selbst wurde bei Angriffen am Samstag ebenfalls getötet, die iranischen Staatsmedien bestätigten dies in der Nacht auf Sonntag (Schweizer Zeit). (sda/dpa/con)
4:00
Israels Armee: Mehr als 30 weitere Ziele im Iran angegriffen
Die israelische Luftwaffe hat im Iran nach eigenen Angaben mehr als 30 weitere Ziele bombardiert. Dutzende Kampfflugzeuge hätten eine weitere Angriffswelle gegen ballistische Raketenstellungen und die Luftabwehrsysteme im Westen und im Zentrum des Irans abgeschlossen. Ziele seien unter anderem Raketenabschussanlagen, Einrichtungen der Staatsführung und militärische Kommandozentren gewesen. Die Armee werde ihre Angriffe zur Schwächung der Militärkapazitäten des Irans fortsetzen. (sda/dpa)
3:28
Irans Revolutionsgarden kündigen Rache an
Irans Revolutionsgarden haben Rache für den Tod von Staatsoberhaupt und Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei angekündigt. «Die Mörder des Imams der Nation werden einer harten, entschiedenen und abschreckenden Strafe nicht entgehen», heisst es in einer von der libanesischen Hisbollah-Miliz verbreiteten Erklärung der Elitestreitmacht des Irans.

Die Revolutionsgarden, die Streitkräfte der Islamischen Republik und die Basidsch-Milizen würden «inneren und äusseren Verschwörungen entschieden entgegentreten» und die Aggressoren «mit einer abschreckenden und beispielhaften Antwort bestrafen», heisst es in der Erklärung weiter. Alle Teile der Gesellschaft werden darin aufgerufen, sich an der Landesverteidigung zu beteiligen und vor der Welt «Solidarität und nationale Einheit zu demonstrieren». (sda/dpa)
2:54
Iranische Staatsmedien bestätigen Tod Chameneis
Iranische Staatsmedien haben den Tod von Staatsoberhaupt und Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei bestätigt. Er sei als «Märtyrer» getötet worden, berichteten unter anderem die iranischen Nachrichtenagenturen Irna und Fars. Das Regime soll demzufolge eine 40-tägige Staatstrauer ausrufen (con/sda/dpa)

Zuvor hatte bereits US-Präsident Donald Trump den Tod Chameneis verkündet. «Chamenei, einer der bösartigsten Menschen der Geschichte, ist tot», schrieb der Republikaner auf seiner Plattform Truth Social.

Das sei die «grösste Chance für das iranische Volk, sein Land zurückzuerobern», betonte Trump. Er kündigte an, die Bombardierungen im Iran würden weitergehen, bis Frieden in der Region und in der ganzen Welt einkehre.

Bereits zuvor war nach Berichten über Chameneis Tod in Teheran spontan Jubel ausgebrochen. Bewohner der iranischen Hauptstadt berichteten von Menschen, die vor Freude aus ihren Fenstern schrien. Die Nachricht war unter anderem von iranischen Exilmedien verbreitet worden, die im Iran über Satellit empfangen werden können. Auf den Strassen waren Hupkonzerte zu hören. (sda/dpa/con)
2:32
Drohne trifft Flughafen in Bahrain
Bei einem Drohnenangriff auf den internationalen Flughafen in Bahrain ist Sachschaden entstanden. Es gebe aufgrund des Angriffs auf den Flughafen nahe der Hauptstadt Manama keine Todesopfer, erklärte das Innenministerium auf der Plattform X. Das Gelände werde gesichert. Das Ministerium nannte zunächst keine weiteren Details.

Der Iran greift im Rahmen seiner Gegenangriffe US-Verbündete und amerikanische Stellungen im Nahen Osten an. Zuvor hatten bereits unter anderem die Flughäfen in Abu Dhabi und Dubai Einschläge gemeldet. Bahrain ist unter anderem der Hauptsitz der US-Marine im Nahen Osten. Dort ist die sogenannte Fünfte Flotte der Marine beheimatet. (sda/dpa)
2:16
Verletzte nach «Vorfall» am Flughafen Dubai
Bei einem mutmasslich iranischen Raketenangriff am internationalen Flughafen von Dubai sind vier Menschen verletzt worden. Das Medienbüro der Metropole bestätigte einen «Vorfall», bei dem vier Mitarbeiter verletzt worden seien. In einer der Wartehallen des Flughafens in den Vereinigten Arabischen Emiraten habe es geringe Schäden gegeben. Die meisten Terminals des Flughafens, der zu den wichtigsten Knotenpunkten für Flugreisende im Nahen Osten zählt, seien vorab aber bereits geräumt worden.

Nutzer teilten Videos in sozialen Medien, die zeigen sollen, wie eine Halle des Flughafens geräumt wird. Darin gehen Menschen zügig in eine Richtung – offenbar zum Ausgang. Es sind aber kein Feuer und auch keine Szenen etwa von grosser Panik zu sehen. Der Betrieb an dem Flughafen war zuvor wegen der militärischen Eskalation in der Region schon ausgesetzt worden.

Es blieb unklar, was genau sich bei dem Vorfall ereignete. Mutmasslich entstand der Schaden durch den Angriff einer iranischen Rakete oder durch herabfallende Trümmer von einer iranischen Rakete, die im Raum über Dubai abgeschossen wurde. (sda/dpa)
23:52
Emirate: 132 iranische Raketen und fast 200 Drohnen abgewehrt
Das Militär der Vereinigten Arabischen Emirate hat seit Beginn der iranischen Gegenangriffe nach eigenen Angaben 132 ballistische Raketen und 195 Drohnen abgewehrt. Dies bestätige die hohe Einsatzbereitschaft der Luftabwehr, teilte das Verteidigungsministerium auf der Plattform X mit. Zudem seien fünf ballistische Raketen des Irans ins Meer gefallen. Vierzehn Drohnen seien ebenfalls über Wasser oder an Land abgestürzt, wodurch es einige Schäden gegeben habe, teilte das Ministerium mit. Auch aufgrund abgeschossener Projektile sei es zu kleineren Schäden an zivilem Eigentum gekommen.

Die Emirate verurteilten den Angriff auf das Schärfste. Sie stellen einen Verstoss gegen das Völkerrecht und eine Verletzung der emiratischen Souveränität dar, wie es weiter hiess. (sda/dpa)
23:41
Schah-Sohn Pahlavi ruft Irans Staatskräfte zum Umsturz auf
Der Sohn des 1979 gestürzten Schahs von Persien, Reza Pahlavi, hat die Sicherheitskräfte im Iran zum Umsturz aufgerufen. «Es ist eure letzte Gelegenheit, euch dem Volk anzuschliessen», schrieb der Exil-Politiker auf X nach der Erklärung von US-Präsident Donald Trump, dass Irans oberster Führer getötet worden sei. «Jeder Versuch der Überreste des Regimes, einen Nachfolger für Chamenei zu bestimmen, ist von vornherein zum Scheitern verurteilt», schrieb er weiter.

Er forderte die Sicherheitskräfte auf, einen Übergang zu einer freien und prosperierenden Zukunft zu unterstützen. «Der Tod des verbrecherischen Chamenei bringt zwar die Gerechtigkeit für das vergossene Blut nicht zurück, doch er kann ein Balsam für die verbrannten Herzen der Gerechtigkeit suchenden Familien sein», fügte Pahlavi hinzu.

Pahlavi, den sein autoritär regierender Vater, der letzte Schah von Persien, einst zum Kronprinzen ernannte, lebt seit Jahrzehnten im Exil in den USA. Während der jüngsten Massenproteste beanspruchte er aus dem Ausland eine Führungsrolle in der zerstrittenen und zersplitterten iranischen Opposition. In den sozialen Medien hat er sich ein Millionenpublikum aufgebaut. Er gilt inzwischen als eine der einflussreichsten Oppositionsstimmen im Ausland. (sda/dpa)
23:35
Arabische Staaten verurteilen iranische Angriffe
Mehrere arabische Länder haben die iranischen Gegenschläge infolge der israelischen und US-amerikanischen Angriffe auf das Land scharf verurteilt. «Wir machen die iranische Regierung für diese Angriffe voll verantwortlich und weisen jegliche Rechtfertigungen oder Erklärungen für dieses feindselige Verhalten zurück», sagte Bahrains UN-Botschafter Jamal Fares Al Rowaiei, der während einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates in New York eine Erklärung stellvertretend für die Länder des Golfkooperationsrates sowie Syrien und Jordanien verlas.

Mehrere Ratsmitglieder hatten die Einberufung einer Dringlichkeitssitzung infolge der US-amerikanischen und israelischen Angriffe auf den Iran gefordert, darunter laut Diplomatenangaben Frankreich, Bahrain, China, Russland und Kolumbien. (sda/dpa)
23:15
Iran meldet Angriff auf US-Stützpunkt in Saudi-Arabien
Die iranischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben einen Luftwaffenstützpunkt des US-Militärs in Saudi-Arabien angegriffen. Der Stützpunkt Prinz Sultan sei von Raketen und Drohnen getroffen worden, hiess es in einer Erklärung der Revolutionsgarden, die der staatliche Rundfunk veröffentlichte. Aus Saudi-Arabien und den USA gab es zunächst keine Bestätigung für den Angriff. (sda/dpa)
22:47
Trump: Irans oberster Führer Chamenei ist tot
Irans Staatsoberhaupt und Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump tot. Das schrieb der Republikaner auf seiner Plattform Truth Social. Aus dem Iran lag dafür zunächst keine Bestätigung vor. Das sei die «grösste Chance für das iranische Volk, sein Land zurückzuerobern», betonte Trump. Er kündigte an, die Bombardierungen im Iran würden weitergehen, bis Frieden in der Region und in der ganzen Welt einkehre.

Zuvor war bereits nach Berichten über Chameneis Tod in Teheran spontan Jubel ausgebrochen. Bewohner der iranischen Hauptstadt berichteten von Menschen, die vor Freude aus ihren Fenstern schrien. Die Nachricht war unter anderem von iranischen Exilmedien verbreitet worden, die im Iran über Satellit empfangen werden können. Auf den Strassen waren Hupkonzerte zu hören. (sda/dpa)
22:27
Chameneis Tod: Trump glaubt, dass «Geschichte wahr ist»
US-Präsident Donald Trump hat sich zu Medienberichten über den Tod des iranischen Staatsführers Ali Chamenei geäussert. «Wir glauben, dass diese Geschichte wahr ist», sagte er NBC News nach Angaben des Senders in einem Telefoninterview. Er fügte demnach hinzu, dass eine grosse Zahl hochrangiger Funktionäre getötet worden sei. Ein Grossteil der Regierung in Teheran sei ausgelöscht worden.

Kurz zuvor hatte Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu zunehmende Anzeichen gesehen, dass der iranische Staatsführer Ali Chamenei nicht mehr am Leben ist. «Wir haben Chameneis Anwesen zerstört. Es gibt viele Zeichen, dass der Diktator nicht mehr lebt», sagte er in einer Stellungnahme am Abend.

Am Samstagmorgen hatten Israel und die Vereinigten Staaten den Iran angegriffen. Mit dem Angriff auf den Iran hat Israels Luftwaffe nach Militärangaben den bisher grössten Einsatz ihrer Geschichte ausgeführt. Rund 200 Kampfflugzeuge hätten etwa 500 Ziele angegriffen, teilte das israelische Militär mit. (sda/dpa)
22:12
Explosionen in Tel Aviv - Gebäude getroffen
Bei einem neuen iranischen Raketenangriff ist es in der israelischen Küstenmetropole Tel Aviv nach Angaben von Einwohnern zu lauten Explosionen gekommen. Israelische Medien berichteten, ein Gebäude in Tel Aviv sei direkt getroffen worden. Es habe mehrere Verletzte gegeben. Der Sender N12 zeigte Aufnahmen von einem brennenden Dach und einer Strasse mit Trümmern. Es habe noch weitere Einschlagsorte gegeben. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, ein etwa 40-jähriger Mann habe schwere Verletzungen erlitten. Er werde von Sanitätern behandelt.

Die iranischen Revolutionsgarden erklärten, bei dieser Welle «militärische und sicherheitsrelevante Ziele» mit fortschrittlichen Raketen angegriffen zu haben. Zu den Zielen hätten unter anderem der israelische Marinestützpunkt im Hafen von Haifa, der Luftwaffenstützpunkt Ramat David sowie Rüstungs
21:57
Jubelrufe in Teheran nach unbestätigten Berichten über Chameneis Tod
Nach unbestätigten Berichten über den Tod von Irans obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei ist in Teheran spontan Jubel ausgebrochen. Bewohner der iranischen Hauptstadt berichteten von Menschen, die vor Freude aus ihren Fenstern schrien. Die Nachricht war unter anderem von iranischen Exilmedien verbreitet worden, die im Iran über Satellit empfangen werden können. Auf den Strassen waren Hupkonzerte zu hören. Eine offizielle Bestätigung von Chameneis Tod gibt es bislang nicht.

Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht, sprach mit Blick auf die Meldungen von «psychologischer Kriegsführung». «Der Revolutionsführer ist standhaft und entschlossen dabei, das Feld zu befehligen», zitierte Tasnim eine namentlich nicht genannte Quelle.

Iranische Staatsmedien äusserten sich bislang nicht dazu. (sda/dpa)
Leute in Dubai erhalten Meldung: «Sucht sofort Schutz in Gebäuden»
Die Menschen in Dubai wurden per Warnmeldung dazu aufgefordert, Schutz in Gebäuden zu suchen, teilt eine Watson-Mitarbeiterin vor Ort mit. Grund ist die anhaltende Bedrohung durch Raketen.
21:49
Zentrale Vertreter der iranischen Militärführung tot
Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen im Iran sind nach Angaben aus Israel führende Vertreter der iranischen Militärführung getötet worden. Unter den Toten seien unter anderem der Kommandeur der Revolutionsgarden, Mohammed Pakpur, sowie Irans Verteidigungsminister Asis Nasirsadeh, wie die israelischen Streitkräfte mitteilten. Aus dem Iran gab es zunächst keine Bestätigung dafür.

Pakpur war im vergangenen Jahr auf den einflussreichen Posten aufgerückt. Sein Vorgänger Hussein Salami wurde im Juni 2025 bei israelischen Angriffen getötet. Die Revolutionsgarden gelten als Irans Elitestreitmacht und sind deutlich mächtiger als die regulären Streitkräfte. In den vergangenen Jahrzehnten wurde die Truppe nicht nur militärisch stark aufgerüstet, sondern weitete auch ihren gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Einfluss aus – unter anderem durch Beteiligungen an Hotelketten und Fluggesellschaften.

Israels Streitkräfte berichteten auch über die Tötung vier weiterer einflussreicher Militärvertreter. (sda/dpa)
21:47
Israelische Medien berichten über Tod Chameneis
Mehrere israelische Medien berichten unter Berufung auf Militärs, der iranische Staatschef Ali Chamenei sei tot. Der Sender Kanal 12 berichtete, US-Präsident Donald Trump und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hätten Bilder zu sehen bekommen, auf denen die Leiche Chameneis zu sehen sei, nachdem sie aus den Trümmern seines Anwesens geborgen worden sei. Das Nachrichtenportal «ynet» berichtete unter Berufung auf einen hochrangigen israelischen Beamten ebenfalls, dass der Ajatollah getötet worden sei.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte zuvor in einer Videobotschaft gesagt, es gebe viele Anzeichen, dass Chamenei nicht mehr lebe. Eine offizielle Bestätigung des Todes des iranischen Staatschefs gibt es bisher nicht. (sda/dpa)
21:41
Israel: Chef des iranischen Verteidigungsrats getötet
Bei den Luftangriffen im Iran ist dort nach israelischen Angaben der Generalsekretär des Verteidigungsrates getötet worden. Ali Schamchani sei «eliminiert» worden, berichteten die israelischen Streitkräfte. Bereits im vergangenen Jahr hatte Israel während des Zwölftagekriegs versucht, den Funktionär zu töten. Er überlebte damals schwer verletzt. Von iranischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung für seinen Tod.

Schamchani war zuletzt an die Spitze des neu geschaffenen Verteidigungsrates aufgestiegen. Der 70-Jährige war acht Jahre lang Verteidigungsminister, sowie Marinekommandeur der Revolutionsgarden und kandidierte 2001 für das Präsidentschaftsamt. Er arbeitete auch er als politischer Berater in einer Schlüsselfunktion für Chamenei.

Der Rat wurde im August 2025 gegründet. Dort sollten Strategien zentralisiert werden. Ihm gehören Vertreter der Staatsgewalten, Kommandeure der Streitkräfte sowie Ministerien wie Verteidigung, Inneres und Nachrichtendienst an. Das Gremium untersteht formal dem Sicherheitsrat. Die Gründung folgte auf Israels zwölf Tage langen Krieg gegen den Iran im Juni 2025. Bereits während des Iran-Irak-Kriegs in den 1980er Jahren existierte ein ähnliches Gremium. (sda/dpa)
21:12
Trump deutet verschiedene Optionen für Vorgehen im Iran an
US-Präsident Donald Trump hat verschiedene Szenarien für das weitere Vorgehen im Iran dargelegt. «Ich kann aufs Ganze gehen und die komplette Sache übernehmen, oder es in zwei oder drei Tagen beenden und den Iranern sagen: Wir sehen uns in ein paar Jahren wieder, falls ihr anfangt, (eure Atom- und Raketenprogramme) wieder aufzubauen», sagte er einem Telefoninterview des US-Nachrichtenportals »Axios«.

«Auf jeden Fall wird es mehrere Jahre dauern, bis sie sich von diesem Angriff erholt haben», sagte Trump demnach. (sda/dpa)
20:58
Iran droht mit «unvergesslicher Lektion»
Der Iran hat nach den israelisch-amerikanischen Angriffen mit einer harten Reaktion gedroht. «Die tapferen Soldaten und das grosse Volk Irans werden den höllischen, unterdrückerischen internationalen Akteuren eine unvergessliche Lektion erteilen», schrieb der Generalsekretär des Sicherheitsrats, Ali Laridschani, auf X. Man werde die «verbrecherischen Zionisten» und die «charakterlosen Amerikaner» zur Reue bringen. (sda/dpa)
20:58
US-Militär: Keine Kenntnis über amerikanische Tote
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben bislang keine Kenntnis über amerikanische Tote oder Verletzte infolge iranischer Gegenangriffe. Hunderte iranische Raketen- und Drohnenangriffe seien «erfolgreich» abgewehrt worden, teilte das Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) in einer auf X verbreiteten Mitteilung mit. Der Schaden an US-Einrichtungen sei minimal gewesen und habe keine Auswirkungen auf den Einsatz gehabt, hiess es.

Der Iran hatte bei seinen Gegenangriffen unter anderem US-Militärstützpunkte in der Golfregion ins Visier genommen, nachdem Israel und die USA das Land attackiert hatten.

Dem US-Militär zufolge begannen die Angriffe gegen den Sicherheitsapparat der Führung in Teheran um 1.15 Uhr US-Ostküstenzeit (7.15 Uhr MEZ). Dabei seien Ziele priorisiert worden, «von denen eine unmittelbare Bedrohung ausging». Unter anderem seien Kommando- und Kontrollzentren der Islamischen Revolutionsgarden, iranische Luftverteidigungsanlagen, Raketen- und Drohnenstartplätze sowie Militärflugplätze ins Visier genommen worden, hiess es.

In den ersten Stunden des Einsatzes sei Munition aus der Luft, vom Boden und von offener See aus abgefeuert worden. Dabei seien erstmals kostengünstige Kamikaze-Drohnen eingesetzt worden – diese sind für den einmaligen Einsatz gebaut und zerstören sich beim Angriff selbst.

Die «Einsatz gewaltiger Zorn» umfasst nach Angaben des Regionalkommandos die grösste regionale Konzentration amerikanischer Militärmacht seit langem. (sda/dpa)
20:42
Laut israelischem Offizieller: Chameneis Leiche gefunden
Ein israelischer Offizieller sagte der Nachrichtenagentur Reuters, man habe die Leiche Chameneis gefunden. Auch der israelische Botschafter in den USA habe den Tod verkündet.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu meinte kurz davor in einer Stellungnahme: «Wir haben Chameneis Anwesen zerstört. Es gibt viele Zeichen, dass der Diktator nicht mehr lebt.»

In derselben Stellungnahme rief Netanjahu zudem die Iraner auf, auf die Strasse zu gehen und die politische Führung zu stürzen. Der Krieg im Iran werde zu einem echten Frieden führen, sagte er. (sda/dpa)
20:28
Iran schränkt Arbeit von Journalisten weiter ein
Der Iran hat die Berichterstattung ausländischer Journalisten und Fotografen weiter eingeschränkt. Nach Angaben des Kultusministeriums dürfen Bilder und Informationen über angegriffene Ziele im Inland nur noch mit Genehmigung des Generalstabs veröffentlicht werden. Das betrifft auch Orte, von denen Raketen abgefeuert wurden, sowie militärische Einrichtungen während eines Angriffs.

Unter die neuen Richtlinien fallen auch die «Veröffentlichung jeglicher Nachrichten, die die Stärke des Feindes im Krieg suggerieren oder das Bild des Landes gegenüber dem Feind schwächen, sowie Themen, die während des Krieges Besorgnis und Unruhe in der öffentlichen Meinung hervorrufen.»

Statistiken und Daten über militärische oder zivile Opfer sowie Informationen über Angriffe des Gegners dürfen erst veröffentlicht werden, nachdem offizielle Sprecher die Angaben bestätigt haben.

Das Ministerium warnte ausserdem vor Falschmeldungen und forderte Medienschaffende auf, unzuverlässige Quellen zu ignorieren. (sda/dpa)
20:15
TCS rechnet mit 1000 gestrandeten Schweizern
Hochgerechnet fast 1000 Schweizer Reisende weltweit sitzen am Samstag aufgrund der militärischen Eskalation zwischen den USA, Israel und dem Iran laut dem Touring Club Schweiz (TCS) fest. 400 TCS-Mitglieder seien in 15 verschiedenen Ländern gestrandet.

Seit dem Samstagmorgen seien mehr als 250 Anrufe eingegangen, teilte der TCS am Samstagabend mit. Auch habe man 150 neue Fälle eröffnet. Das vorliegende Lagebild ergebe sich aufgrund der Schliessung mehrerer Lufträume und den damit verbundenen erheblichen Einschränkungen des Flugverkehrs.

Die betroffenen Reisenden sitzen etwa in Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Indien, Sri Lanka, den Malediven, Italien, den Seychellen, Mauritius, Simbabwe, Thailand, Kambodscha, Singapur, Indonesien, den Philippinen und Australien fest. Dabei handle es sich hauptsächlich um Personen, deren Flüge gestrichen wurden und die vorübergehend im Ausland festsitzen, ohne die Möglichkeit, ihre Reise fortzusetzen.

Der TCS habe seine Teams verstärkt, «um dem hohen Anfrageaufkommen gerecht zu werden», hiess es weiter. Auch empfahl der TCS Reisenden, Geduld zu bewahren und sich strikt an die Empfehlungen des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) zu halten. (sda)
20:05
Experte: Zivilisten im Iran sind Angriffen schutzlos ausgeliefert
Die Menschen im Iran sind laut dem Nahost-Experten Simon Wolfgang Fuchs den Gefahren durch die israelisch-amerikanischen Angriffe weitgehend schutzlos ausgeliefert.

Die Zivilbevölkerung laufe ständig Gefahr, zu unbeabsichtigten Opfern zu werden, etwa wenn Mitglieder der politischen Führung angegriffen und dabei Wohngebiete ins Visier genommen würden, sagte der Professor für Islamwissenschaft an der Hebräischen Universität in Jerusalem der Deutschen Presse-Agentur.

Die jüngsten Luftangriffe zeigten, dass die Menschen im Iran weder gewarnt würden, noch auf Luftabwehr oder einen Raketenschirm vertrauen könnten. So sei die Zivilbevölkerung trotz der sich zuletzt häufenden Hinweise auf einen US-Militärschlag von den Angriffen weitgehend unvorbereitet getroffen worden. «Das war ein ganz normaler Arbeitstag in Teheran. Als die Angriffe begannen, waren die Kinder in der Schule», sagte der Experte. «Es zeigt sich nun wieder ein Bild, das wir schon oft gesehen haben in den vergangenen Jahren, nämlich grosse Automassen, die sich aus Teheran heraus wälzen.»

Die Regierung lasse die Menschen weitgehend allein mit der Situation. Kurzfristig ausgewiesene Schutzräume wie U-Bahn-Stationen seien meist nicht für längere Aufenthalte ausgestattet, wie etwa mit Toiletten. (sda/dpa)
19:39
EDA: «Keine Kenntnis von verletzten oder getöteten Schweizer Staatsangehörigen»
Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) teilte watson am Samstag auf Anfrage mit, es habe derzeit keine Kenntnis von verletzten oder getöteten Schweizer Staatsangehörigen. Seit Ausbruch der Kampfhandlungen im Nahen Osten habe die Helpline des EDA über 300 Anfragen beantwortet, die Kapazitäten seien aufgestockt.

Das EDA habe zudem Kenntnis von Schweizerinnen und Schweizern, die aufgrund der Einschränkungen im Luftverkehr aktuell nicht aus der Region ausreisen können. Das EDA und die Vertretungen vor Ort stünden mit den Personen, die sich gemeldet hätten, im Kontakt und unterstützten sie im Rahmen der Möglichkeiten.

Das EDA führt laut eigener Aussage keine organisierte Ausreise für Schweizer Staatsangehörige durch. Ausreisewillige sollen sich bei Fluggesellschaften und Reiseveranstaltern über Möglichkeiten informieren und die Anweisungen lokaler Behörden beachten. In dringenden Fällen sei die Helpline des EDA rund um die Uhr erreichbar: +41 800 24 7 365 / +41 58 465 33 33, Mail: helpline@eda.admin.ch
19:30
Spitzenpolitiker in den USA sehen Angriffe auf Iran kritisch
Zohran Mamdani, Bürgermeister von New York und damit der grössten Stadt des Landes, nannte die Militärschläge der USA und Israels eine «katastrophale Eskalation eines illegalen Angriffskrieges». «Die Amerikaner wollen das nicht. Sie wollen keinen weiteren Krieg, um einen Regimewechsel herbeizuführen», schrieb der linke Demokrat auf der Plattform X.

Die demokratische Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez warf US-Präsident Donald Trump vor, die langfristigen Konsequenzen seines Handels nicht absehen zu können. «Dieser Krieg ist rechtswidrig. Er ist unnötig. Und er wird katastrophal.»

Der demokratische Senator Mark Kelly schrieb auf X: «Trump schickt unsere Soldaten ohne klare Erklärung oder Ziel in Gefahr.» Er kritisierte Trump auch dafür, dass er nicht den Kongress um Zustimmung für die Militäroffensive angerufen habe.

Der republikanische Kongressabgeordnete Thomas Massie monierte, dass der Krieg «nicht dem Motto »America First"« entspreche. Er wolle mit dem Demokraten Ro Khanna, mit dem er in der Vergangenheit regelmässig zusammengearbeitet hatte, eine Abstimmung im Kongress erzwingen.

Konter kam auch aus dem Lager der MAGA-Bewegung (Make America Great Again): Die rechte Hardlinerin Marjorie Taylor Greene schrieb auf X: «Was zum Teufel macht ihr Verrückten da??? AMERIKA UNTERSTÜTZT DAS NICHT!!!» Die frühere Trump-Verfechterin war nach einem Zerwürfnis mit dem Präsidenten von ihrem Amt als republikanische Abgeordnete im Repräsentantenhaus zurückgetreten. (sda/dpa)
19:09
Italiens Verteidigungsminister Crosetto steckt in Dubai fest
Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto steckt infolge der Angriffe der USA und Israels auf den Iran zusammen mit seiner Familie in Dubai fest. Der Politiker der rechten Regierungspartei Fratelli d'Italia (Brüder Italiens) konnte nicht wie geplant zurückkehren, weil viele Fluggesellschaften ihre Flüge in die Region ausgesetzt haben. Crosetto war nach Angaben aus seiner Umgebung erst am Freitag nach Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten gereist.

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni (ebenfalls Fratelli d'Italia) berief wegen der militärischen Eskalation in Rom mehrere Krisensitzungen ein. Crosetto wurde dazugeschaltet. Offen ist, wann der Verteidigungsminister zurückkehren kann. (sda/dpa)


18:48
Friedrch Merz verurteilt Verhalten der iranischen Führung
Der deutsche Bundeskanzler Kanzler Friedrich Merz hat nach der Eskalation im Nahen Osten das Verhalten der iranischen Führung in der Region und im eigenen Land verurteilt. «Die Bundesregierung ruft Iran nachdrücklich dazu auf, sofort die militärischen Schläge gegen Israel und unsere anderen Partner in der Region einzustellen», erklärte Merz. «Iran muss auch andere destabilisierende Aktivitäten in der Region und darüber hinaus unterlassen.» Die Führung in Teheran müsse ausserdem die Gewalt gegen die eigene Bevölkerung beenden.
18:43
Iran warnt Schiffe in der Strasse von Hormus
Die iranischen Revolutionsgarden haben nach Angaben der ihnen nahe stehenden Nachrichtenagentur Tasnim den Schiffsverkehr in der strategisch wichtigen Strasse von Hormus eingeschränkt. Demnach erhielten Schiffe wiederholt Funkmeldungen, in denen ihnen die Durchfahrt untersagt werde. Die Besatzungen würden aufgefordert, die Maschinen zu stoppen und sich auf ein mögliches Entern vorzubereiten.(sda/dpa)
18:40
Bericht: 100.000 Israelis im Ausland gestrandet
Wegen der militärischen Eskalation zwischen Israel und dem Iran sind derzeit einem Medienbericht zufolge rund 100.000 Israelis im Ausland gestrandet. Das berichtete der israelische Sender Channel 12. Wegen der iranischen Gegenangriffe nach den israelisch-amerikanischen Attacken im Iran wurde der Luftraum über Israel bis auf weiteres für zivile Flüge geschlossen.

Dem Sender zufolge sitzen auch Dutzende israelische Passagiere in Saudi-Arabien fest. Sie seien eigentlich auf dem Weg in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) gewesen und in Saudi-Arabien notgelandet. Zu Saudi-Arabien unterhält Israel - anders als zu den VAE - keine diplomatischen Beziehungen. Vor Beginn des Gaza-Kriegs nach dem Hamas-Massaker in Israel am 7. Oktober 2023 hatte es Gespräche über eine Normalisierung der Beziehungen zwischen beiden Ländern gegeben. Laut Channel 12 sind die Israelis noch an Bord ihres Flugzeugs. (sda/dpa)
18:21
Auch in Bahrain soll eine Rakete ein Hotel getroffen haben
Mehreren Berichten zufolge hat eine iranische ballistische Rakete ein Hochhaus in Bahrain getroffen.
18:15
Israel: «Rund 500 Ziele» in Iran seit heute Morgen getroffen
Israels Armee erklärt, sie habe seit Samstagmorgen rund 500 Ziele in Iran angegriffen – darunter Flugabwehr-Batterien und Raketenwerfer, wie die «New York Times» berichtet. Zu den Zielen habe auch ein Boden-Boden-Raketen-Startplatz in der Region Tabriz gehört. Die Angriffe hätten es der israelischen Luftwaffe ermöglicht, ihre «Luftüberlegenheit» über Iran auszuweiten, so das Militär.
17:53
Irans Aussenminister erklärt Angriffe auf «alle Ziele» mit Recht auf Selbstverteidigung
Irans Aussenminister Abbas Araghtschi betont in einem Brief an den UN-Sicherheitsrat das nach Artikel 51 der UN‐Charta verankerte Recht seines Landes auf Selbstverteidigung. Die Streitkräfte der Islamischen Republik würden alle notwendigen Verteidigungsfähigkeiten und Mittel einsetzen, um dieser «kriminellen Aggression» zu begegnen und feindliche Handlungen abzuschrecken. Der Iran betrachte alle Stützpunkte, Einrichtungen und Vermögenswerte der feindlichen Kräfte als legitime militärische Ziele.

Die UN-Mitgliedsstaaten forderte er dazu auf, die Angriffe auf den Iran zu verurteilen. Der UN-Sicherheitsrat will angesichts der Angriffe Israels und der USA auf den Iran noch an diesem Samstag zu einer Dringlichkeitssitzung zusammenkommen. Das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen soll sich um 16.00 Uhr Ortszeit (22.00 Uhr MEZ) treffen. (sda/dpa)
17:42
Hisbollah im Libanon verspricht Solidarität mit Iran
Nach den jüngsten amerikanisch-israelischen Angriffen auf den Iran hat die Hisbollah-Miliz im Libanon den Verbündeten in Teheran ihre Solidarität zugesagt. Die USA und Israel würden von der Konfrontation «nichts ausser Versagen ernten», teilte das Medienbüro der schiitischen Organisation mit. Die Folgen der «verräterischen Gewalt» der USA und Israels würden sich auf die gesamte Region auswirken.

Die Hisbollah im Libanon wird vom Iran unterstützt und gilt als einer der stärksten nicht staatlichen Akteure weltweit. Auch nach dem jüngsten Krieg mit Israel, in dem die Miliz stark geschwächt wurde, soll sie noch über Zehntausende Kämpfer und grosse militärische Fähigkeiten verfügen. Seit Monaten gibt es einen Konflikt über die Frage, ob und wie die Hisbollah ihre Waffen abgeben soll.

Auch die Huthi-Miliz im Jemen, die ebenfalls vom Iran unterstützt wird, versprach die «volle und unerschütterliche Solidarität» mit Teheran sowie mit der Führung, der Regierung und dem Volk des Irans. Die Miliz, die wiederholt vor allem Handelsschiffe im Roten Meer und auch Israel angegriffen hat, drohte aber nicht direkt mit neuen Angriffen dieser Art. (sda/dpa)
17:37
Trump telefoniert mit Netanyahu nach Angriffen auf Iran
US-Präsident Donald Trump hat nach Angaben des Weissen Hauses mit Israels Premierminister Benjamin Netanyahu über die Angriffe auf Iran gesprochen.

Laut Sprecherin Karoline Leavitt verfolgte Trump die Lage in der Nacht von Mar-a-Lago aus zusammen mit Mitgliedern seines nationalen Sicherheitsteams.

Auch auf dem offiziellen X-Account des israelischen Premierministers wurde das Telefonat bestätigt.
17:38
Auch Flughafen von Kuwait mutmasslich von Drohne getroffen
Laut mehreren Berichten wurde der internationale Flughafen von Kuwait am Samstagnachmittag von einer Drohne aus dem Iran getroffen. Der Angriff wurde jedoch noch nicht offiziell bestätigt.
17:17
IAEA: Keine Anzeichen auf radioaktive Auswirkungen im Iran
Nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) gibt es nach den jüngsten Angriffen auf den Iran bislang keine Hinweise auf «radioaktive Auswirkungen». Das teilte die Organisation in Wien auf der Plattform X mit.

Die IAEA mahnte zur Zurückhaltung, «um jegliche nukleare Sicherheitsrisiken für die Bevölkerung der Region zu vermeiden», hiess es zu dem militärischen Konflikt. Die Organisation beobachte die Lage genau und stehe in ständigem Kontakt mit Staaten der Region. (sda/dpa)
17:10
China fordert Ende der militärischen Handlungen
China hat sich «zutiefst besorgt» über die militärischen Angriffe der USA und Israels auf den Iran gezeigt. Die staatliche Souveränität, Sicherheit und territoriale Unversehrtheit Irans müssten respektiert werden, erklärte das Aussenministerium in Peking.

China rufe dazu auf, die militärischen Handlungen sofort einzustellen, eine weitere Eskalation der Spannungen zu vermeiden sowie den Dialog und die Verhandlungen wieder aufzunehmen, hiess es weiter. Ziel müsse es sein, Frieden und Stabilität im Nahen Osten zu wahren. (sda/dpa)
17:09
Iran soll Strasse von Hormus geschlossen haben
Laut einem Bericht der «Times of Israel» haben die iranischen Revolutionsgarden die wichtige Handelsroute Strasse von Hormus geschlossen. Ein EU-Beamter habe der Zeitung gesagt, Schiffe in der Gegend hätten Funkmeldungen erhalten, dass es «keinem Schiff erlaubt ist, die Strasse von Hormus zu durchqueren».

Bisher berichtte die mit den iranischen Revolutionsgarden verbundene Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf Quellen, dass Schiffe vor einer Sperrung der Strasse von Hormus gewarnt würden. Auch die britische Seefahrtsbehörde UKMTO teilt mit, mehrere Meldungen über entsprechende Warnungen erhalten zu haben. Eine offizielle iranische Bestätigung für eine tatsächliche Schliessung liegt bisher nicht vor.


Warum die Meerenge so wichtig ist: Liest du hier.

(hkl/kma)
17:05
Iran fordert Sondersitzung der Internationalen Atombehörde
Der Iran fordert eine Sondersitzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) wegen der israelischen und US-amerikanischen Angriffe auf das Land. Der Gouverneursrat der Organisation in Wien solle dringend tagen, hiess es in einer Mitteilung der iranischen Vertretung bei den Vereinten Nationen in der österreichischen Hauptstadt. Aus dem auf der Plattform X veröffentlichten Schreiben ging nicht hervor, ob bei den jüngsten Militärschlägen so wie im Vorjahr erneut iranische Atomanlagen getroffen wurden. Die iranische Vertretung sprach aber von einer «Bedrohung» der nuklearen Einrichtungen, die in dem IAEA-Gremium besprochen werden müsse.

Am Montag sollte ohnehin die reguläre Frühjahrssitzung des IAEA-Gouverneursrates in Wien beginnen. Nächste Woche waren auch technische Gespräche mit dem Iran in Wien geplant, als Fortsetzung der jüngsten Atomverhandlungen mit den USA in Genf. Dazu äusserte sich die Vertretung aber nicht auf X. (sda/dpa)
16:56
Iran: Selenskyj lobt entschlossene USA
Nach Angriffen Israels und der USA auf Ziele im Iran hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sich demonstrativ hinter Washington gestellt. Immer wenn die USA entschlossen seien, würden globale Verbrecher schwächer, teilte er in einer Videobotschaft mit. Dieses Verständnis müsse auch Russland, das seit mehr als vier Jahren einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt, erreichen.

Es sei nur gerecht, dem iranischen Volk eine Chance zu geben, sich des «Terrorregimes zu entledigen» und allen Völkern Sicherheit zu garantieren, die unter vom Iran ausgehendem Terror gelitten haben, führte er aus. Obwohl die Ukraine den Iran nie bedroht habe, habe sich die iranische Führung entschieden, Kremlchef Wladimir Putins Verbündeter zu sein, sagte Selenskyj. Russland habe in seinem seit mehr als vier Jahren andauernden Angriffskrieg gegen die Ukraine mehr als 57.000 Kampfdrohnen der ursprünglich iranischen Bauart Schahed eingesetzt. (sda/dpa)

16:52
Zentren öffnen im Iran für Blutspenden
Im Iran haben mit Kriegsbeginn landesweit Zentren zur Blutspende geöffnet. «Die Blutspendezentren im ganzen Land sind bereit und empfangen die Mitbürger», hiess es in einer Mitteilung des staatlichen Rundfunks. Damit soll die Versorgung möglicher Verletzter sichergestellt werden. Offizielle Zahlen zu den landesweiten Opfern gibt es bislang nicht. (sda/dpa)
16:21
UN-Sicherheitsrat kommt zur Dringlichkeitssitzung zusammen
Der UN-Sicherheitsrat will angesichts der Angriffe Israels und der USA auf den Iran zu einer Dringlichkeitssitzung zusammenkommen. Das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen soll sich am Samstag um 16.00 Uhr Ortszeit (22.00 Uhr MEZ) treffen. Frankreich und Bahrain hätten die Sitzung angefragt, teilte die israelische Botschaft bei den Vereinten Nationen mit.

UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte die Eskalation unterdessen scharf: «Ich fordere einen sofortigen Stopp der Kampfhandlungen und eine Deeskalation», teilte der UN-Chef mit. Er forderte alle Parteien auf, unverzüglich an den Verhandlungstisch zurückzukehren. (sda/dpa)
16:05
Starmer: Britische Flugzeuge im Nahen Osten im Einsatz
Laut dem britischen Premierminister Keir Starmer sind britische Flugzeuge im Nahen Osten im Einsatz. Diese sollen «im Rahmen koordinierter regionaler Verteidigungsoperationen unser Volk, unsere Interessen und unsere Verbündeten» schützen, sagte Starmer. (hkl)

16:03
Saudi-Arabien bestätigt iranischen Raketenangriff
Iran hat bei seinen Gegenangriffen im Nahen Osten auch Ziele in Saudi-Arabien attackiert. Der Iran habe Ziele im Raum der Hauptstadt Riad und im Osten des Landes angegriffen, teilte das saudische Aussenministerium mit. Diese seien erfolgreich abgewehrt worden. Man verurteile die Angriffe auf das Schärfste, hiess es in der Mitteilung aus Riad. Das Königreich habe seinen eigenen Luftraum zuvor nicht für Angriffe gegen Iran zur Verfügung gestellt. Die Führung in Teheran habe dies gewusst und Saudi-Arabien nun dennoch angegriffen. (sda/dpa)
15:45
Iran-Experte: Angriffe verstossen gegen Völkerrecht
Der Iran-Experte Ali Vaez hält die Angriffe Israels und der USA für völkerrechtswidrig. «Dies ist ein gewollter Krieg, der gegen das Völkerrecht verstösst und auch nach US-Recht illegal ist», sagte der Projektleiter für Iran bei der International Crisis Group dem «Spiegel». US-Präsident Donald Trump habe den Einsatz weder vor dem US-Kongress gerechtfertigt noch genehmigen lassen.

Nach Einschätzung des Politikwissenschaftlers zielen die Angriffe nicht nur auf militärische Infrastruktur, sondern auch auf Führung und Kommando­strukturen der iranischen Revolutionsgarden. Laut Aussagen von Trump und Israels Ministerpräsident Netanjahu «ist das Ziel ein Regimewechsel», sagte Vaez. Er warnte zugleich vor einer raschen Eskalation: Iran habe sich seit dem Zwölftagekrieg im vergangenen Sommer vorbereitet und sei bereit, «massiv und hart zurückzuschlagen», sagte er dem «Spiegel». «Dies kann sehr schnell weiter eskalieren und zu einem regionalen Flächenbrand führen.»

Zwar seien militärische Erfolge der USA und Israels «sicherlich möglich», die beiden Länder hätten jedoch in der Vergangenheit gezeigt, dass sie diese «nicht in langfristige strategische Gewinne ummünzen können», argumentierte Vaez. Der Konflikt könne sich über Tage oder Wochen hinziehen. Die Revolutionsgarden würden ihre Waffen kaum niederlegen.

Die USA hätten sich in der Vergangenheit als unzuverlässiger Verhandlungspartner erwiesen, weshalb iranische Kräfte kaum auf Zusagen Washingtons vertrauen dürften, sagte Vaez. Ein Zusammenbruch des Irans als Staat könne Radikalisierung, neue Fluchtbewegungen und Instabilität bis nach Europa auslösen, warnte der Experte. (sda/dpa)
15:44
Immer wieder Raketenalarm in Israel
Wegen der iranischen Gegenangriffe wird in Tel Aviv und anderen israelischen Städten weiterhin immer wieder Raketenalarm ausgelöst. Zivilschutzbehörde und Militär riefen die Menschen im Land am Samstag mehrfach auf, Schutzräume aufzusuchen und dort auf Entwarnung zu warten. Die Verteidigung sei «nicht hermetisch», hiess es in einer Mitteilung des Militärs. Der Iran feuert als Reaktion auf Angriffe Israels und der USA Raketen auf Israel.

Ein Einwohner Tel Avivs sagte, es seien die intensivsten Angriffe auf die Stadt, die er je erlebt habe. Es gebe etwa jede halbe Stunde Luftalarm. (sda/dpa)
15:29
Emirates stoppt Flüge von und nach Dubai
Wegen der iranischen Angriffe im Nahen Osten hat die emiratische Fluggesellschaft Emirates den Flugverkehr von und nach Dubai ausgesetzt. Grund sei die Schliessung mehrere Lufträume in der Region, teilte Emirates mit.

Das Medienbüro Dubais teilte mit, der Betrieb an den beiden grossen Flughäfen der emiratischen Metropole sei vorerst unterbrochen. Die Luftfahrtbehörde teilte mit, der Luftraum sei als «Vorsichtsmassnahme» geschlossen wegen der Sicherheitslage in der Region.

Nach den amerikanisch-israelischen Militärschlägen im Iran wurde der Luftraum unter anderem auch in Israel, im Iran und im Irak vorübergehend geschlossen. Auch die Golfstaaten Katar und Bahrain schlossen ihren Luftraum.

Unter anderem setzte wegen der aktuellen Lage die Lufthansa mehrere Flüge zu Zielen im Nahen Osten aus. Auch die niederländische Fluggesellschaft KLM setzte Flüge nach Tel Aviv und Dubai aus oder passte diese an. (sda/dpa)
15:29
Iranischer Aussenminister: Chemenei lebt, «soweit ich weiss»
Ajatollah Ali Chamenei sei noch am Leben, «soweit ich weiss», sagte der iranische Aussenminister gegenüber NBC News.

Abbas Araghtschi hatte in einer Liveschalte gesagt, dass zwei Kommandeure ums Leben gekommen seien. Hochrangige Funktionäre hätten jedoch überlebt. Die Behauptungen sind jedoch nicht bestätigt. (hkl)

15:02
Merz, Macron und Starmer verurteilen iranische Gegenangriffe
Nach den israelisch-amerikanischen Angriffen gegen den Iran haben Deutschland, Frankreich und Grossbritannien Gegenschläge der Regierung in Teheran kritisiert. «Wir verurteilen die iranischen Angriffe auf Staaten in der Region auf das Schärfste. Iran muss seine willkürlichen Militärschläge unterlassen», heisst es in einer in Berlin verbreiteten gemeinsamen Erklärung des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz (CDU), Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Grossbritanniens Premier Keir Starmer.

Sie erklärten weiter: «Wir rufen zu einer Wiederaufnahme der Verhandlungen auf und fordern die iranische Führung auf, eine Verhandlungslösung zu finden.» Letztendlich müsse es dem iranischen Volk erlaubt sein, seine eigene Zukunft zu gestalten. Frankreich, Deutschland und Grossbritannien hätten wiederholt an den Iran appelliert, sein Nuklearprogramm einzustellen, von destabilisierenden Aktivitäten abzusehen und Gewalt gegen die eigene Bevölkerung zu beenden.

Merz, Macron und Starmer erklärten: «Wir waren nicht an den Militärschlägen beteiligt, stehen aber in engem Kontakt mit unseren internationalen Partnern, inklusive den Vereinigten Staaten, Israel und Partnern in der Region.» (sda/dpa)

14:59
Bericht: Israels Armee geht davon aus, dass Chamenei tot ist
Die israelische Armee soll davon ausgehen, dass Ajatollah Ali Chamenei heute beim Angriff Israels getötet worden ist. Die Hinweise würden sich verdichten. Das berichtet Channel 12 unter Berufung auf israelische Quellen, die jedoch nicht näher genannt wurden. Offiziell bestätigt ist Chameneis Tod nicht. (hkl)

14:57
Spontane Kundgebung vor der Iranischen Botschaft
Ungefähr 200 Menschen haben am Samstag vor der iranischen Botschaft in Bern für den Sturz des iranischen Regimes demonstriert. «Free Iran» war auf einem der Transparente zu lesen, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete.

Bilder des Schah-Sohns Reza Pahlavi wurden in die Höhe gehalten. Immer wieder wurde dessen Name skandiert. Flaggen der iranischen Monarchie-Opposition dominierten das Bild vor der abgeriegelten iranischen Botschaft auf der anderen Strassenseite.

Auch israelische Flaggen waren an der Kundgebung zu sehen. «Heute ist das ok, die Israeli sind unsere Freunde im Kampf gegen die Mullahs», sagte ein Aktivist. (sda)
14:50
Doch keine TV-Ansprache von Trump
Eigentlich plante US-Präsident Donald Trump eine TV-Ansprache an die Nation zur Lage im Iran. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg wurde die Rede jedoch abgesagt. Ursprünglich sollte sie heute Vormittag (US-Zeit) ausgestrahlt werden. Bloomberg beruft sich dabei auf Regierungskreise. Über die Hintergründe der Entscheidung ist bisher nichts bekannt.
14:40
Mehrere Raketen auf US-Stützpunkt abgefangen
Die kuwaitischen Streitkräfte haben nach Angaben der Regierung mehrere ballistische Raketen abgefangen, die auf den US-Luftwaffenstützpunkt Ali Al-Salem in dem Golfstaat abgefeuert wurden. Der Iran hatte zuvor bestätigt, den Stützpunkt angegriffen zu haben.

Wie aus einer Mitteilung des kuwaitischen Militärs hervorgeht, gingen durch den Abschuss Trümmerteile in der Nähe des Stützpunkts nieder. Die Menschen wurden aufgefordert, sich von möglichen Gefahrenquellen fernzuhalten.

In dem kleinen Staat Kuwait am Persischen Golf liegen wichtige Basen der US-Armee und der US-Luftwaffe. Nach US-Angaben sind im Land rund 13.500 US-Truppen stationiert. Kuwait ist dabei ein wichtiges Transport- und Logistik-Drehkreuz für das amerikanische Militär. (sda/dpa)
14:36
Brand in Bahrain nach iranischen Angriffen
Bei den iranischen Angriffen auf US-Stützpunkte im Nahen Osten ist es in Bahrain zu einem Brand gekommen. An einem Lagerhaus neben dem wichtigen US-Marinestützpunkt im Land stiegen dunkle Rauchwolken auf, wie Anwohner bestätigten. Auf Videos war ein grosses Feuer in einem Hafengelände zu sehen. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht, auch das Ausmass der Schäden war zunächst unklar.

Das Kommunikationsbüro des Golfstaats teilte mit, ein Versorgungszentrum der US-Marine sei mit Raketen angegriffen worden. Bahrain beherbergt die fünfte Flotte der US-Seestreitkräfte. US-Amerikaner im Land wurden aufgerufen, zu Hause oder an einem anderen sicheren Ort zu bleiben und die Nachrichten zur aktuellen Lage zu verfolgen. (sda/dpa)
14:14
Moskau verurteilt Angriffe auf Ziele im Iran
Russland hat die Angriffe Israels und der USA auf Ziele im Iran verurteilt und eine umgehende Rückkehr zur Diplomatie gefordert. Umfang und Art der «militärpolitischen und propagandistischen Vorbereitungen» liessen keinen Zweifel daran, dass es sich um einen «im Voraus geplanten und unprovozierten Akt bewaffneter Aggression gegen einen souveränen und unabhängigen Mitgliedsstaat der Vereinten Nationen handelt», teilte das Aussenministerium in Moskau mit. Die Rede war von einem «unüberlegtem Schritt», der gegen das Völkerrecht verstosse.

Die USA und Israel hätten ein weiteres Mal ein gefährliches Abenteuer unternommen, das die Region rasch einer humanitären, wirtschaftlichen und womöglich radiologischen Katastrophe näherbringe. Moskau warf beiden Ländern vor, die Führung eines ihnen unliebsamen Staats beseitigen zu wollen. Die Verantwortung für die negativen Folgen dieser «menschengemachten Krise», einschliesslich einer unvorhersehbaren Kettenreaktion und Spirale der Gewalt liege vollständig bei ihnen, hiess es. (sda/dpa)
14:13
Kanadas Premier: Unterstützen US-Vorgehen gegen Irans Atomwaffenpläne
Kanadas Premierminister Mark Carney hat sich nach den Angriffen auf den Iran an die Seite der USA und Israels gestellt. «Kanada unterstützt die Vereinigten Staaten bei ihrem Handeln, um zu verhindern, dass Iran eine Atomwaffe erlangt, und um zu verhindern, dass das Regime weiterhin den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit bedroht», teilte Carney mit. Der Iran sei die «Hauptquelle von Instabilität und Terror im gesamten Nahen Osten».

Carney erklärte weiter, Israel habe das Recht, sich zu verteidigen und die Sicherheit seiner Bevölkerung zu gewährleisten. Sein Land stehe an der Seite des iranischen Volkes «in seinem langen und mutigen Kampf gegen das repressive Regime». (sda/dpa)

14:12
Stimmen aus Teheran
Die militärische Eskalation weckt Erinnerungen an den Zwölftagekrieg im vergangenen Sommer. Doch dieses Mal ist vieles anders. Stimmen aus der Hauptstadt, der Millionenmetropole Teheran:

Asghar, ein 34 Jahre alter Angestellter, erinnert sich an seine Sorgen im vergangenen Sommer, als Israel bereits einmal Krieg gegen das Land geführt hatte. «Aber heute Morgen verfolge ich die Nachrichten gleichgültig und ohne Traurigkeit», sagt er. «Nichts bedeutet mir mehr etwas. Das Leben hat für mich keinen Sinn mehr.» In seiner Verzweiflung schwingen die Dauerkrisen und die staatlichen Repressionen mit, als Irans Sicherheitsapparat Anfang Januar Massenproteste blutig niederschlug.

Ein 30 Jahre alter Lehrer, sagt: «Heute Morgen gerieten wir bei den Nachrichten über die Angriffe in Stress und Angst, und alle Schülerinnen und Schüler verliessen nach dem Hören der Explosionsgeräusche im Westen der Provinz Teheran schnell und ohne Genehmigung die Schule.»

Nilufar, eine 24-jährige Studentin, hofft auf den Tod führender Staatsmänner im Iran und «dass die Menschen Freiheit erlangen». Am Morgen habe sie nach langer Zeit wieder lachen können. «Ich hoffe, dass Zivilisten kein Schaden zugefügt wird», fügt sie jedoch hinzu. (sda/dpa)

14:08
Omanischer Aussenminister kritisiert Angriffe auf Iran
Der omanische Aussenminister hat die amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran mit deutlichen Worten kritisiert. «Ich bin bestürzt. Aktive und ernste Verhandlungen wurden erneut untergraben», schrieb Badr al-Bussaidi auf der Social-Media-Plattform X.

Der Oman hatte zuletzt eine wichtige Rolle gespielt als Gastgeber und Vermittler bei den Gesprächen zwischen Washington und Teheran über eine friedliche Beilegung des Streits um die iranischen Atom- und Raketenprogramme. Al-Bussaidi hatte sich noch vor wenigen Tagen optimistisch gezeigt, dass eine Verhandlungslösung in greifbarer Nähe sein könnte.

Die Angriffe seien weder im Interesse der USA noch dienten sie dem Frieden in der Welt, so der Minister des Golfstaats weiter. Er bete für die Unschuldigen, die nun zu leiden hätten. Er rufe die Vereinigten Staaten dazu auf, das Land nicht weiter mit in den Konflikt hineinzuziehen. «Das ist nicht unser Krieg.» (sda/dpa)
14:04
Aktivisten: Fünf Todesopfer in Syrien durch iranische Rakete
In Syrien sind durch Trümmerteile einer mutmasslich iranischen Rakete laut Menschenrechtsaktivisten mindestens fünf Menschen getötet worden. In der syrischen Stadt Suwaida im Süden seien Trümmer auf ein Wohngebäude gefallen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Fünf Zivilisten, darunter ein Kind, seien getötet worden. Die syrische Staatsagentur Sana berichtete zunächst von vier Todesopfern unter Berufung auf die örtliche Gesundheitsbehörde.

Der Vorfall folgt auf die jüngsten amerikanisch-israelischen Militärschläge im Iran und Angriffe Teherans auf Israel und weitere Ziele im Nahen Osten. Syrien grenzt im Süden an Israel und liegt geografisch auf einer Luftlinie zwischen Israel und dem Iran. (sda/dpa)
13:58
Iran: Zweite Raketenwelle auf Israel gefeuert
Die iranischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben mit einer zweiten Raketenwelle auf Israel begonnen. Erneut seien ballistische Raketen auf die «besetzten Gebiete» gefeuert worden, berichtete der staatliche Rundfunk. Gemeint ist damit israelisches Staatsgebiet, das der Iran nicht offiziell anerkennt.

Irans reguläre Armee teilte unterdessen mit, Dutzende Kampfdrohnen in Richtung Israel geschickt zu haben. «Diese Operation wird bis zur vollständigen Bestrafung der aggressiven Feinde fortgesetzt werden», hiess es in der Mitteilung, die iranische Staatsmedien verbreiteten.

Die israelische Armee teilte mit, eine weitere Raketensalve sei vom Iran aus auf Israel abgefeuert worden. Die Bürger seien aufgerufen, den Anweisungen des Zivilschutzes Folge zu leisten und sich bis auf weiteres in Schutzräumen aufzuhalten. Israels Raketenabwehr identifiziere gegenwärtig Bedrohungen und fange diese ab. (sda/dpa)
13:57
Pakistan verurteilt Angriffe auf Iran
Pakistans Aussenminister Ishaq Dar verurteilt die «ungerechtfertigten» Angriffe auf den Iran scharf. Das teilte das pakistanische Aussenministerium nach einem Telefonat mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi auf der Plattform X mit. Dar sprach sich für ein sofortiges Ende der Eskalation aus. Die Krise solle durch diplomatische Bemühungen gelöst werden. (sda/dpa)
13:55
Flughafen Dubai stellt Betrieb vorerst ein
Der Flugbetrieb in Dubai wurde bis auf Weiteres ausgesetzt, teilt der Flughafen auf der Plattform X mit. Gästen werde empfohlen, nicht zum Flughafen zu fahren und sich bei ihrer Fluggesellschaft über den aktuellen Flugstatus zu informieren. (hkl)

13:45
Macron warnt vor Eskalation
Der französische Präsident Emmanuel Macron sagte, der Ausbruch eines Krieges zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und dem Iran habe «schwerwiegende Folgen für den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit». Er forderte ein Ende der «anhaltenden Eskalation» und erklärte, der Iran habe keine andere Wahl, als über ein Ende seiner Atom- und Raketenprogramme zu verhandeln. Frankreich werde auf Ersuchen seiner Partner Ressourcen bereitstellen, sagte Macron und forderte eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates. (lak)

13:45
Israel: Führung in Teheran wurde gezielt angegriffen
Israel hat im Iran nach Militärangaben versucht, gezielt Vertreter der Führung in Teheran anzugreifen. Am Morgen seien gleichzeitig mehrere Orte in der Hauptstadt attackiert worden, teilte die israelische Armee mit. Dort hätten sich «hochrangige Vertreter der politischen und sicherheitspolitischen Führung Irans versammelt».

Die Armee habe sich mit Unterstützung des Militärgeheimdienstes monatelang vorbereitet, hiess es weiter. Es sei darum gegangen, «den operativen Moment zu identifizieren, in dem sich führende Repräsentanten des Regimes versammeln».

Die Entscheidung, am Morgen und nicht in der Nacht anzugreifen, sei absichtlich gefällt worden. Israel sei es damit ein zweites Mal gelungen, «trotz umfassender iranischer Vorbereitungen eine taktische Überraschung zu erzielen». Es sei eine «präzise Lokalisierung von Kommandeuren und der iranischen Führungsspitze erreicht» worden.

Die Armee prüfe gegenwärtig die Ergebnisse des Angriffs und stelle sich auf eine mögliche Ausweitung des Konflikts mit dem Iran auf weitere Regionen ein. Nach iranischen Angaben sind wichtige Staatsmänner wie der Präsident wohlauf. Berichte über den Verbleib von Irans oberstem Führer, Ajatollah Ali Chamenei, gab es zunächst nicht. (sda/dpa)

Mehr dazu:
13:43
Panik am Golf: Anwohner nervös nach Irans Angriffen
In den Golfstaaten ist nach Irans Angriffen teils Panik ausgebrochen. «Ich hörte auf der Strasse eine laute Explosion, was ungewöhnlich ist in Abu Dhabi», berichtete ein Anwohner der dpa. Eine andere Anwohnerin der emiratischen Hauptstadt sagte, die Angst sei spürbar gewesen. Viele seien zu Hause geblieben und hätten die Lage im Fernsehen und in sozialen Medien verfolgt. Videos zeigten Anwohner, die in Abu Dhabi nach Explosionen rennen, um in Sicherheit zu kommen.

Die Vereinigten Arabischen Emirate gelten ähnlich wie die regionalen Nachbarn am Golf als sehr sicher. Polizei und andere Sicherheitskräfte gehen in den emiratischen Metropolen Abu Dhabi und Dubai schnell und strikt gegen Verbrechen vor, auch mit Hilfe von Überwachungstechnik.

Auch in Katar blieben viele Anwohner nach den Angriffen zu Hause und verfolgten die Nachrichtenlage am Fernseher oder am Handy. Mehrere US-Botschaften in den Golfstaaten forderten US-Amerikaner auf, zu Hause oder an sonst sicheren Orten zu bleiben.

In Bahrain wurden Strassen, die zur wichtigen US-Marinebasis führen, gesperrt. Anwohner berichteten, dass einige Familien die Gegend mit Koffern verlassen hätten. An Tankstellen und in Supermärkten kam es zum Gedränge durch Anwohner, die sich mit Treibstoff und Lebensmitteln eindecken wollten. (sda/dpa)
13:33
Israels Armee: Hunderte Militärziele im Iran angegriffen
Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge seit dem Morgen «Hunderte iranische Militärziele» im Westen des Irans angegriffen. Ins Visier habe das Militär etwa Raketenwerfer genommen, hiess es in einer Mitteilung. Die Armee greife weiterhin Ziele im Westen des Irans an.

Laut einem israelischen Militärvertreter feuerte der Iran als Reaktion Dutzende Raketen Richtung Israel. (sda/dpa)
13:32
Katar: Dritte Angriffswelle abgewehrt - keine Schäden oder Opfer
Der Iran hat nach den amerikanisch-israelischen Militärschlägen im Land offenbar mehrmals den wichtigen US-Verbündeten Katar angegriffen. Man habe eine «dritte Angriffswelle» erfolgreich abgewehrt, teilte das katarische Verteidigungsministerium mit. Diese habe auf «mehrere Gegenden» in dem kleinen Staat am Persischen Golf gezielt. Grössere Schäden oder Opfer gab es ersten Berichten zufolge aber nicht.



Anwohner in Katar berichteten von mehreren Explosionen - offenbar durch den Abschuss iranischer Raketen. Am US-Stützpunkt al-Udaid, der wichtigsten Basis des US-Militärs im Nahen Osten, war Anwohnern zufolge Luftalarm zu hören. Der Nachrichtenkanal Al Jazeera zeigte eine Rauchwolke am Himmel über der Hauptstadt Doha, die den Moment nach dem Abschuss einer Rakete zeigt.

Das katarische Innenministerium teilte mit, es gebe einer ersten Einschätzung zufolge keine Opfer und auch keine Schäden. Die Sicherheit der Anwohner habe höchste Priorität.

Auch die Vereinigten Arabischen Emirate berichteten von einer weiteren Angriffswelle. Dabei seien mehrere iranische Raketen abgewehrt worden, teilte das Verteidigungsministerium mit. In mehreren Gegenden der Metropole Abu Dhabi seien Trümmerteile niedergegangen. Schäden habe es nicht gegeben.

In Saudi-Arabien wurde Anwohnern zufolge eine mutmasslich iranische Rakete abgefangen. Im Südosten der Hauptstadt Riad, wo rund 2000 US-Truppen an einem Luftwaffenstützpunkt stationiert sind, sei eine Rakete abgefangen worden, sagten Anwohner der Deutschen Presse-Agentur heute. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es zunächst nicht. (sda/dpa)
12:59
Iran: Wichtige Staatsmänner am Leben
Nach den israelisch-amerikanischen Angriffen sind nach iranischer Darstellung wichtige Staatsmänner am Leben. Wohlauf seien neben Präsident Massud Peseschkian auch Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf sowie der Generalsekretär des Sicherheitsrats, Ali Laridschani. Auch Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi sei am Leben.
Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden.

Berichte über den Verbleib von Irans oberstem Führer, Ajatollah Ali Chamenei, gab es zunächst nicht. Er hatte sich in den vergangenen Wochen angesichts der militärischen Spannungen selten in der Öffentlichkeit gezeigt. Der Staat dürfte dessen Sicherheit zur obersten Priorität gemacht haben. Wo er sich zuletzt aufhielt, ist nicht bekannt. (lak/sda/dpa)
12:18
Iran: Zahl der Todesopfer in Mädchenschule auf 70 gestiegen
Bei einem Raketenangriff im Süden Irans ist die Zahl der getöteten Schülerinnen in einer Grundschule nach iranischen Angaben auf mindestens 70 gestiegen. Der staatliche Rundfunk bezog sich bei seiner Meldung auf den Landrat in dem betroffenen Kreis Minab. (sda/dpa)
11:47
Iran: Fünf Schülerinnen bei Raketenangriff getötet
Bei einem Raketenangriff im Süden Irans sind nach iranischen Angaben mindestens fünf Schülerinnen ums Leben gekommen. Getroffen worden sei eine Grundschule für Mädchen in der Provinz Hormusgan, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim, das als Sprachrohr der Revolutionsgarden gilt, unter Berufung auf den dortigen Vizegouverneur.

Die Trümmerbeseitigung sowie die Rettungsmassnahmen für die Schülerinnen seien im Gange. Der Vorfall ereignete sich demnach im Kreis Minab unweit der Küste am Persischen Golf.

In der Provinz Hormusgan liegen mehrere Marinestützpunkte der iranischen Streitkräfte. Weitere Details zu dem Angriff lagen zunächst nicht vor. (hkl/sda/dpa)
11:46
Berichte über Einschläge in Israel
Nach der Ankündigung iranischer Gegenangriffe hat es Medienberichten zufolge vereinzelte Einschläge in Israel gegeben. Die Polizei habe Granatsplitter in Jerusalem und in der Stadt Beit Schemesch beseitigt, schrieb der israelische Rettungsdienst Magen David Adom auf der Plattform X. Ein Gebäude in der Stadt Tirat Carmel südlich von Haifa sei beschädigt worden. Im Norden sei ein Mann durch die Druckwelle einer Explosion verletzt worden, berichtete die Zeitung «Times of Israel».

In vielen Teilen Israels und des Westjordanlands gab es Luftalarm, um vor anfliegenden Raketen und Geschossen zu warnen. Sirenen heulten im Grossraum Tel Aviv, in Jerusalem, in Samaria und im Negev, wie die Nachrichtenseite Ynet berichtete. Auch aus dem Norden Israels wurde Luftalarm gemeldet. (sda/dpa)
11:43
Ein Verletzter in Israel nach iranischem Angriff
In Israel ist ein Mann bei einem iranischen Raketenangriff verletzt worden. Er sei durch eine Druckwelle nach einem Einschlag leicht verletzt worden, teilte der israelische Rettungsdienst Magen David Adom mit. Zudem hätten sich auch Menschen auf dem Weg in Schutzräume verletzt. Den Angaben zufolge wurden auch Personen wegen Angstzuständen behandelt. (sda/dpa)

11:40
Mindestens eine Person in Abu Dhabi getötet
Bei den Explosionen in Abu Dhabi wurde mindestens eine Person getötet. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Saudi-Arabien verurteilte den Angriff Irans im Namen aller betroffenen weiteren Länder im Nahen Osten. (hkl)
11:35
Irans Sicherheitsrat rät zur Flucht aus Teheran
Angesichts der israelisch-amerikanischen Angriffe hat Irans Sicherheitsrat der Bevölkerung zur Flucht aus der Hauptstadt Teheran geraten. Wegen der Angriffe «sollten Sie, soweit möglich und unter Wahrung der Ruhe, in andere Orte und Städte reisen, sofern es Ihnen möglich ist», hiess es in einer Erklärung des mächtigen Sicherheitsgremiums der Islamischen Republik.

Es bestehe keinerlei Sorge hinsichtlich der Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs, teilte das Gremium weiter mit. Die Bevölkerung soll Ansammlungen in Einkaufszentren vermeiden, da dies Gefahren für sie mit sich bringen könnte. Schulen und Universitäten bleiben bis auf Weiteres geschlossen. Banken sollen weiter geöffnet sein. Einschränkungen gebe es bei Behördendiensten, hiess es. (sda/dpa)
11:31
Israel mobilisiert 70.000 Reservisten für Einsatz gegen Iran
Israel will für den neuen Krieg mit dem Iran rund 70.000 Reservisten einberufen. Ein israelischer Militärvertreter sagte, die meisten gehörten zur Luftverteidigung und zum Heimatschutzkommando. «Es wird aber auch eine starke Präsenz an unseren Grenzen geben», sagte er Journalisten. Die Armee sei auf «verschiedene Szenarien» vorbereitet, mit Blick auf die Grenzverteidigung sowie auf mögliche Angriffe von Verbündeten des Irans auf Israel. Auf die Frage, wie lange der neue Militäreinsatz dauern werde, sagte er: «So lange wie notwendig». Der Iran habe bisher Dutzende von Raketen auf Israel abgefeuert, es habe aber keine schwerwiegenden Treffer gegeben. Zu den Angriffen Israels im Iran sagte er: «Unsere erste Salve richtete sich gegen Ziele, die für die Handlungsfreiheit relevant sind.» Ausserdem seien sie gerichtet gegen «Ziele von hoher Bedeutung, Personen, die am Plan zur Zerstörung Israels beteiligt sind». Mehr Details dazu werde er nicht nennen. (sda/dpa)
11:25
Swiss setzt Flüge nach Tel Aviv und auch Dubai aus
Die Swiss fliegt wegen der Angriffe der USA und Israels gegen den Iran vorerst bis am 7. März nicht mehr nach Israel. Weil zahlreiche Lufträume geschlossen sind, annullierte die Schweizer Fluggesellschaft auch die Flüge vom Samstag und Sonntag nach Dubai. Insgesamt seien 14 Flüge von und nach Tel Aviv betroffen, teilte die Swiss am Samstag mit. Für die Swiss stehe die Sicherheit ihrer Besatzungen und Passagiere jederzeit an erster Stelle. Auf dieser Basis sei der Entscheid getroffen worden. Am Samstag waren gemäss dem Flugplan von Zürich aus zwei Flüge nach Tel Aviv angesetzt gewesen. Die Eskalation im Nahen Osten hat aber für den Flugbetrieb weitere Auswirkungen. Wegen der Schliessung zahlreicher Lufträume, unter anderem auch im Irak, startete die Swiss auch nicht nach Dubai. Auch der Flug vom Sonntag in den Wüstenstaat findet nicht statt. Bereits seit längerer Zeit setzt die Swiss Nachtflüge nach Tel Aviv aus. Die Swiss folgt mit den Massnahmen ihrer Muttergesellschaft: Die Lufthansa fliegt am Wochenende auch nicht nach Dubai (und Abu Dhabi). Bis am 7. März strich das deutsche Unternehmen zudem vorsorglich alle Flüge nach Jordanien, Libanon, in den Irak und den Oman. Die Lufträume in den entsprechenden Ländern würden nicht genutzt, teilte ein Sprecher der Lufthansa mit.
11:23
Reza Pahlavi: «Wir, das iranische Volk, werden diese letzte Schlacht zu Ende führen»
Der Sohn des verstorbenen iranischen Schahs, Reza Pahlavi, hat sich in den Sozialen Medien zu Wort gemeldet: «Wir, das iranische Volk, werden diese letzte Schlacht zu Ende führen. Die Zeit, wieder auf die Straße zu gehen, rückt näher.» Zudem richtet er sich auch an das iranische Militär sowie an weitere Sicherheitskräfte des Landes: «Ihr habt einen Eid geschworen, den Iran und das iranische Volk zu schützen, nicht die Islamische Republik und ihre Führer. Eure Pflicht ist es, das Volk zu verteidigen, nicht ein Regime, das unser Heimatland durch Unterdrückung und Verbrechen als Geisel genommen hat. Schliesst euch der Nation an und helft dabei, einen stabilen und sicheren Übergang zu gewährleisten. Andernfalls werdet ihr mit Khamenei und seinem Regime auf ihrem zerschmetterten Schiff untergehen.»
11:14
Iran: Werden USA und Israel nie dagewesene Lektion erteilen
Nach Beginn israelisch-amerikanischer Angriffe auf den Iran hat dessen Militär mit einer entschlossenen Reaktion gedroht. «Wir werden Israel und den USA eine Lektion erteilen, wie sie sie in ihrer Geschichte noch nicht erlebt haben», zitierte der staatliche Rundfunk den Sprecher des Generalstabs der Streitkräfte. Irans Aussenamtssprecher Ismail Baghai sprach von einem «offenkundigen Verbrechen». Irans Erwartung an andere Länder sei, dass sie nicht gleichgültig blieben, sagte der Sprecher laut dem Rundfunk. «Auch der Sicherheitsrat muss unverzüglich eine Dringlichkeitssitzung einberufen.» (sda/dpa)
11:09
CNN: «Noch nie solche Angriffe gesehen»
CNN schreibt, dass man «noch nie zuvor solche Angriffe im Nahen Osten gesehen hat». Der Iran greife gleichzeitig US-Ziele in mehreren Ländern an, wobei Explosionen von den Stränden Dubais bis zu den Strassen von Doha zu hören seien. Für den US-Sender ist klar: «Das iranische Regime betrachtet die Situation als existenziellen Moment.» (ome)
10:53
Lufthansa setzt Flüge zu Zielen im Nahen Osten aus
Der Angriff auf den Iran durch Israel und die USA hat Auswirkungen auf den Luftverkehr. Die Lufthansa setzt nach Angaben eines Sprechers mehrere Flüge mit Ziel Naher Osten aus. Die Städte Tel Aviv (Israel), Beirut (Libanon), Amman (Jordanien), Erbil (Irak) und Teheran (Iran) würden bis einschliesslich 7. März nicht angeflogen. Ebenfalls bis einschliesslich 7. März würden folgenden Lufträume nicht genutzt: Israel, Libanon, Jordanien, Irak und Iran. Flüge von und nach Dubai und Abu Dhabi fänden heute und morgen nicht statt, sagte der Sprecher. Betroffene Fluggäste könnten kostenfrei auf ein späteres Reisedatum umbuchen oder erhielten den Ticketpreis zurück. Die Lufthansa bedauere die Unannehmlichkeiten, die Sicherheit für Passagiere und Crews habe für die Lufthansa Group aber oberste Priorität. (sda/dpa)
10:51
Deutsche Bundesregierung berät mit Partnern über Nahost
Die Bundesregierung berät über die Eskalation in Nahost nach den Angriffen Israels und der USA auf den Iran. «Sie beobachtet die Entwicklung genau und befindet sich in enger Abstimmung mit den europäischen Partnern», teilte Regierungssprecher Stefan Kornelius mit. Kanzler Friedrich Merz (CDU) habe sich ausserdem mit seinen Fachministern der sicherheitsrelevanten Ressorts beraten und werde im Laufe des Tages weitere Gespräche führen. Die Bundesregierung sei am Morgen über die Militärangriffe Israels auf den Iran vorab informiert worden, sagte Kornelius.




10:48
Iran: Vier US-Stützpunkte in der Region angegriffen
Die iranischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben als Reaktion auf die Angriffe Israels und der USA vier US-Militärstützpunkte in der Region attackiert. Unter den Zielen war der Militärstützpunkt Al-Udeid in Katar, der Stützpunkt Al-Salem in Kuwait, der Luftwaffenstützpunkt Al-Dhafra in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie die US-Flotte in Bahrain, wie die Nachrichtenagentur Fars berichtete. (sda/dpa)
10:45
Iran fordert Handeln der internationalen Gemeinschaft
Der Iran hat die Weltgemeinschaft angesichts der Angriffe der USA und Israels zum Handeln aufgefordert. In einer Mitteilung des Aussenministeriums forderte die Regierung in Teheran die Vereinten Nationen und die internationale Staatengemeinschaft dazu auf, die Attacken zu verurteilen und Massnahmen zu ergreifen. Die Sicherheit der Region und der Welt seien einer beispiellosen Bedrohung ausgesetzt, hiess es.
10:43
Das gewaltige Militäraufgebot der USA im Nahen Osten
Donald Trump hat vor dem Iran eine riesige Drohkulisse aufziehen lassen: Flugzeugträger, Luftabwehr, Kampfjets. Die USA haben seit 2003 und dem Irak-Krieg nie mehr so viele Flugzeuge in den Mittleren Osten verlagert. Die Grafik zeigt das gewaltige Militäraufgebot der USA im Nahen Osten.

10:38
US-Senator kritisiert Trump-Regierung
Jack Reed, der führende Demokrat im Senatsausschuss für Streitkräfte, kritisierte die Trump-Regierung in einer Erklärung am Samstag dafür, dass sie dem Kongress vor den Angriffen auf den Iran keine «echten Briefings oder Geheimdienstinformationen» vorgelegt habe: «Der Kongress hat keine echten Briefings oder Geheimdienstinformationen erhalten», so Reed. (ome)

10:36
IDF: Monatelange «enge und gemeinsame» Planung
Gemäss dem israelischen Militär (IDF) fanden vor dem Angriff auf den Iran monatelange «enge und gemeinsame» Planungen zwischen den USA und Israel statt. Die Koordination ermöglichte es den beiden Streitkräften, einen «umfassenden Angriff in vollständiger Synchronisation und Koordination» durchzuführen. (ome)
10:31
Trump: Iran wird nie eine Atomwaffe haben
Der gemeinsame Angriff Israels und seines Verbündeten USA erfolgt nur zwei Tage nach einer weiteren Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran über das umstrittene Atomprogramm der Islamischen Republik. Einen Durchbruch hatte es bei den Gesprächen in Genf nicht gegeben. Trump hatte der iranischen Führung in den vergangenen Wochen wiederholt mit militärischen Angriffen gedroht. Trump stellte dem Iran kürzlich ein Ultimatum bis Anfang März. «Entweder wir erzielen eine Einigung oder es wird für sie bedauerlich».

Trump kündigte nun an, die Raketen des Irans zu vernichten. «Wir werden ihre Marine vernichten», sagte er weiter. Man werde sicherstellen, dass der Iran keine Atomwaffe haben werde. «Sie werden nie eine Atomwaffe haben.» Die iranische Führung werde bald lernen, dass man die Stärke der US-Streitkräfte nie herausfordern sollte, erklärte Trump weiter. Er forderte die Revolutionsgarden, iranischen Streitkräfte und Polizeikräfte zudem auf, ihre Waffen niederzulegen. Der Einsatz solle verhindern, dass durch diese «radikale Diktatur» die nationalen Sicherheitsinteressen der USA bedroht würden.
10:19
Iran: Militäreinrichtung der USA in Bahrain angegriffen
Die iranischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben als Reaktion auf die Angriffe Israels und der USA auch eine US-Militäreinrichtung attackiert. Ein Logistikzentrum der US-Marine sei im Golfstaat Bahrain mit Raketen angegriffen worden, hiess es im staatlichen Rundfunk. (sda/dpa)
10:09
Libanesischer Premierminister warnt davor, in Krieg hineingezogen zu werden
Der libanesische Premierminister Nawaf Salam hat erklärt, er werde nicht akzeptieren, dass jemand «das Land in Abenteuer hineinzieht, die seine Sicherheit und Einheit gefährden» – eine offenbar indirekte Botschaft an die Hisbollah, sich nicht zur Unterstützung des Iran einzumischen.

«Angesichts der gefährlichen Entwicklungen in der Region appelliere ich erneut an alle Libanesen, Weisheit und Patriotismus zu zeigen und die Interessen des Libanon und des libanesischen Volkes über alles andere zu stellen», sagte Salam in einer Erklärung auf X. (hkl)
9:53
Netanjahu: Angriff auf Iran wegen existenzieller Bedrohung
Israel will nach Darstellung seines Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu mit den neuen Angriffen im Iran gemeinsam mit den USA eine existenzielle Bedrohung durch Teheran beseitigen. «Es darf nicht zugelassen werden, dass sich das mörderische Terrorregime mit Atomwaffen ausrüstet, die es ihm ermöglichen würden, die gesamte Menschheit zu bedrohen», sagte Netanjahu in einer Videobotschaft. Er danke dem US-Präsidenten Donald Trump «für seine historische Führung».

Netanjahu rief die Bürger Israels dazu auf, sich an die Anweisungen des Zivilschutzes zu halten. «In den kommenden Tagen der Operation »Brüllen des Löwen« werden wir alle Geduld und seelische Stärke benötigen.» (sda/dpa)
9:52
Schweiz hat Botschaftspersonal im Iran leicht reduziert
Die Schweiz hat die Anzahl des in der Botschaft im Iran arbeitenden Personals bereits in den letzten Tagen leicht reduziert. Die Vertretung bleibt aber in Betrieb.

Das Schweizer Botschaftspersonal sei in den letzten Tagen von 14 auf 10 Personen reduziert worden, teilte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Samstagmorgen auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit.

Die Botschafterin Nadine Olivieri Lozano sei vor Ort und die Botschaft sei derzeit «operationell». Auch die Schweizer Botschaft in Tel Aviv in Israel bleibe in Betrieb. Nähere Angaben, auch zu konkreten Massnahmen und Vorkehrungen zum Schutz des Personals, machte das EDA nicht.

Gemäss Angaben des EDA vom Samstagvormittag seien derzeit fünf Personen auf TravelAdmin als Reisende im Iran registriert. In Israel seien es 20 Personen.

Das EDA hielt weiter fest, dass es keine organisierten Ausreisen für Schweizer Staatsangehörige durchführe. Diese seien angehalten, die Anweisungen der lokalen Behörden zu befolgen. In Israel sind rund 25'000 Schweizer Staatsbürgerinnen und -bürger gemeldet, im Iran deren 180. (sda/dpa)
9:48
Iran: Raketenwelle auf Israel gefeuert
Die iranischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben eine Raketenwelle auf Israel gefeuert. Die Revolutionsgarden sprachen von einer «Antwort auf die Aggression des feindlichen und verbrecherischen Gegners», wie aus einer Mitteilung der staatlichen Nachrichtenagentur Irna hervorging. (sda/dpa)
9:42
Panik in Teheran: Massen flüchten aus der Stadt
In der Millionenmetropole Teheran bilden sich nach den Angriffen durch Israel und die USA lange Schlangen an den Tankstellen. Massen versuchten, die Hauptstadt zu verlassen, wie Augenzeugen berichteten. Läden waren vielerorts geschlossen. Im Norden der lebendigen Metropole herrschte gespenstische Stille. (sda/dpa)
9:41
Netanjahu fordert Regimewechsel in Teheran
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu forderte am Samstagmorgen in einer Videobotschaft einen Regimewechsel in Teheran.

Netanjahu rief «alle Teile des iranischen Volkes» dazu auf, «das Joch der Tyrannei abzuwerfen und einen freien und friedlichen Iran zu schaffen». Er sagte: «Unsere gemeinsamen Massnahmen werden die Voraussetzungen dafür schaffen, dass das mutige iranische Volk sein Schicksal selbst in die Hand nehmen kann.» (hkl)

9:35
Kliniken im Iran in Alarmzustand versetzt
Nach den neuen militärischen Angriffen gegen den Iran hat das Gesundheitsministerium erste Massnahmen getroffen. Der Rund-um-die-Uhr-Betrieb in Kliniken werde aufrechterhalten, hiess es in einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Ebenfalls sollen landesweit ausgewählte Apotheken Tag und Nacht geöffnet sein. Ärzte und Personal im Gesundheitswesen solle sich in Bereitschaft halten. Kriegsverletzungen sollen kostenlos behandelt werden. (sda/dpa)
9:26
Iran meldet massive Cyberangriffe
Der Iran ist nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars Ziel von massiven Cyberangriffen geworden. Betroffen sind demnach mehrere inländische Nachrichtenagenturen und zentrale Plattformen, die mit erheblichen Störungen zu kämpfen hätten. Dazu zählten auch die Websites der Nachrichtenagenturen Irna und Isna. Die Agentur Fars steht den Revolutionsgarden nahe.

Die Behörden verhängten eine Internetsperre. Die auf Netzsperren spezialisierte Organisation Netblocks berichtete, es sei ein «fast vollständiger Internetausfall».

Viele Menschen im Iran umgehen staatliche Medien und informieren sich - solange sie Zugang zum Internet haben - über Websites der Auslandsopposition oder in sozialen Medien wie Instagram oder Telegram. (sda/dpa)
9:21
Iranische Staatsmedien melden Explosionen bei Isfahan
Iranische Staatsmedien haben Explosionen am Rande der Stadt Isfahan gemeldet. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Südöstlich von Isfahan liegt ein wichtiges Nuklearzentrum, das bereits im vergangenen Jahr bombardiert wurde. (sda/dpa)
9:16
Israel: Iran startet Gegenangriff
Der Iran hat nach Angaben des israelischen Militärs Raketen in Richtung Israel abgefeuert. Die Luftabwehr sei aktiviert, um die Geschosse abzufangen, teilte das Militär mit. (sda/dpa)
9:15
Bund rät von Reisen nach Israel ab
Nach der Eskalation in Nahost in der Nacht auf Samstag rät der Bund von Reisen nach Israel ab. Für den Iran gilt derselbe Hinweis bereits seit einiger Zeit.

Nachdem die israelische Regierung den Notstand ausgerufen und den Luftraum gesperrt hat, hat das Eidgenössische Departement für äussere Angelegenheiten (EDA) am Samstag mit einer verschärften Reisewarnung reagiert.

Die Entwicklung der Lage sei ungewiss, heisst es. Schweizer Staatsangehörige, die sich in Israel aufhalten, werden vom EDA darauf hingewiesen, dass sie die kommerziellen Transportmittel nutzen sollen, wenn sie das Land verlassen möchten. Der Entscheid zur Ausreise erfolge freiwillig, auf eigenes Risiko und auf eigene Kosten. (sda)
9:14
Iran: Präsident Peseschkian am Leben
Irans Präsident ist nach den Angriffen auf sein Land Staatsmedien zufolge am Leben. Massud Peseschkian sei wohlauf, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Bislang hat sich noch kein Regierungsmitglied zu den neuen Attacken der USA und Israel geäussert. Die Polizei teilte mit, die Lage sei unter Kontrolle und es bestehe keinerlei Anlass zur Sorge.

Explosionsgeräusche waren neben Teheran auch in Ghom, Lorestan, Kermanschah, Karadsch und Tabris zu hören.

Aus dem Land dringen Nachrichten kaum nach aussen und Kontakte waren nicht zu erreichen. Das Internet wurde wieder massiv eingeschränkt. Es gab Medienberichten zufolge parallel zu den Militärangriffen auch landesweit Cyberangriffe auf iranische Infrastruktur. (sda/dpa)
9:01
Trump fordert iranische Bevölkerung auf, in Häusern zu bleiben
«Überall werden Bomben fallen», warnt Trump und fordert die iranische Bevölkerung auf, in ihren Häusern zu bleiben. (hkl)
9:00
Israel nennt Operation «Roaring Lion»
Israel hat laut Angaben des Büros des Premierministers bekannt gegeben, dass die neue Operation gegen Iran den Namen «Roaring Lion» (Brüllen des Löwen) trägt.

Bereits den Krieg gegen den Iran im vergangenen Jahr hatte Israel nach dem Raubtier benannt. Damals lautete der Name der Operation «Rising Lion» - auf Deutsch: Operation sich erhebender Löwe. Die Bezeichnung bezieht sich auf eine Stelle in der Bibel, in der es unter anderem heisst: «Siehe, ein Volk erhebt sich wie ein junger Löwe.» (hkl/sda/dpa)
8:54
Trump: US-Amerikaner könnten ums Leben kommen
US-Präsident Donald Trump sagt in seinem Video, dass durch seine Militäroperation im Iran möglicherweise Amerikaner ums Leben kommen könnten.

«Das iranische Regime will töten. Mutige amerikanische Helden könnten ihr Leben verlieren, und wir könnten Verluste erleiden – das kommt im Krieg oft vor –, aber wir tun dies nicht für jetzt. Wir tun dies für die Zukunft, und es ist eine noble Mission», sagt der Präsident.

Die USA hätten jedoch «alle möglichen Schritte unternommen, um das Risiko für US-Personal in der Region zu minimieren». (hkl)
8:51
Trump richtet sich an iranisches Volk
Trump richtet sich in seinem Video-Statement direkt an das iranische Volk: «Wenn wir fertig sind, könnt ihr die Kontrolle über die Regierung übernehmen. Es ist Zeit, euer Schicksal in die Hand zu nehmen.»

Die Militäroperation ziele darauf ab, sicherzustellen, dass der Iran keine Nuklearwaffen entwickeln könne, sagt Trump. Ausserdem werde man die Marine des Iran vernichten, um «das amerikanische Volk zu verteidigen». (hkl)

8:43
Israels Luftraum für zivile Flüge geschlossen
Nach Israels Angriff auf Ziele im Iran ist der Luftraum über Israel in Erwartung eines iranischen Gegenschlags bis auf weiteres geschlossen worden. Verkehrsministerin Miri Regev habe die zivile Luftfahrtbehörde angewiesen, den Luftraumraum für zivile Flüge zu schliessen, teilte die israelische Flughafenbehörde mit. Grund sei die Sicherheitslage. Reisende seien angewiesen, vorerst nicht zum Flughafen zu kommen. Passagiere im Ausland sollten die Fluginformationen über Medien und die verschiedenen Fluggesellschaften verfolgen.

Auch im Irak wurde der Luftraum geschlossen, wie das Transportministerium mitteilte.

Der israelische Zivilschutz veröffentlichte ausserdem neue Anweisungen für die Bürger des Landes. Es sollten nur noch notwendige Aktivitäten im ganzen Land stattfinden. Schulen und andere Bildungseinrichtungen sollen vorerst geschlossen bleiben. Grosse Versammlungen sollen unterbleiben. Ausgenommen sei der lebensnotwendige Versorgungssektor. Die neuen Regelungen sollten vorerst bis Montagabend um 19.00 Uhr MEZ gelten. (hkl/sda/dpa)
8:40
Trump: USA haben Angriff gegen Iran begonnen
Das US-Militär hat nach Angaben von Präsident Donald Trump umfangreiche Angriffe gegen den Iran begonnen. Das sagte der Republikaner in einem auf seiner Plattform Truth Social verbreiteten Video. (hkl/sda/dpa)
8:32
Iran nach Israels Angriff: Wir haben Euch gewarnt
Der Iran hat nach Beginn der Angriffe Israels und seines Verbündeten USA mit drastischen Worten reagiert. «Wir haben Euch gewarnt. Nun habt Ihr einen Weg eingeschlagen, dessen Ausgang nicht mehr in Eurer Hand liegt», sagte der Leiter der Sicherheitskommission, Ebrahim Azizi.

Nach Augenzeugenberichten aus der iranischen Hauptstadt Teheran wurde unter anderem die Residenz von Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei getroffen. Er selbst habe sich aber vermutlich in Sicherheit gebracht.

Irans Präsident Massud Peseschkian hatte mit einem «umfassenden Krieg» gedroht, sollte Chamenei attackiert werden. (hkl/sda/dpa)
8:31
Iran kündigt Vergeltung an
Iranische Offizielle haben gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters gesprochen. Es seien mehrere Ministerien im Süden Teherans angegriffen worden.

Weiter heisst es, dass man sich aktuell auf «Vergeltung» vorbereite. Die Reaktion werde «vernichtend» sein. (hkl)
8:14
Bilder zeigen Rauch über Teheran

keystone


keystone
8:11
Medien: USA beteiligen sich
Die USA beteiligen sich nach Angaben des israelischen TV-Senders N12 an den Angriffen des Verbündeten. Eine Bestätigung dafür gab es zunächst nicht. Bereits im vergangenen Jahr hatten Washington und Teheran über Irans umstrittenes Atomprogramm verhandelt, ehe Israel den Iran angriff. Die USA schlossen sich den Luftangriffen an und bombardierten zentrale Atomanlagen. Irans Luftstreitkräfte feuerten daraufhin ballistische Raketen auf Israel. (sda/lak)
8:06
Regierung ruft Ausnahmezustand aus
In ganz Israel heulten die Sirenen. In der iranischen Hauptstadt Teheran gab es Explosionen in der Stadtmitte.

Israelische Regierung ruft Ausnahmezustand aus. Das Militär schreibt auf X: Nach einer Lagebeurteilung wurde beschlossen, dass ab heute (Samstag) um 08:00 Uhr sofortige Änderungen an den Richtlinien des Heimatfrontkommandos vorgenommen werden.
Im Rahmen dieser Änderungen wurde beschlossen, alle Gebiete des Landes von «voller Aktivität» auf «wesentliche Aktivität» umzustellen. Dies umfasse ein Verbot von Bildungsaktivitäten, Versammlungen und Arbeitsplätzen, mit Ausnahme von wesentlichen Sektoren. (lak)

8:02
Der X-Post der Israeli Defense Forces (IDF)
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Iran-Proteste 2026

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487 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Zanzibar
28.02.2026 08:10registriert Dezember 2015
Hoffentlich gelingt es die Mullahs von der Macht zu drängen und dass die Iranische Bevölkerung wieder frei leben kann, nach europäischem Vorbild.
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Jacques #23
28.02.2026 08:18registriert Oktober 2018
Hab erst vor zwei Tagen hier geschrieben, dass Nethanjahu Trump dann schon sagt, was er tun müsse.

Voilà.
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SamsonP
28.02.2026 08:08registriert April 2024
Immer am Wochende, damit die Börsen nicht überreagieren. Man kann schon bald darauf gehen. Wäre interessant zu sehen, wie der Gold-Kurs bzw Edelmetalle allgemein reagiert hätten. Schade, immer wenn auch mal die kleinen Anleger hätten profitieren können, wird es sogar auf geopolitischer Ebene verhindert. Jetzt wird klar, warum der Goldpreis gestern Abend bzw bei US-Marktöffnung rapide gestiegen ist, da waren wohl nicht die kleinen Anleger die treibenden Kräfte.
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