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Sexuelle Übergriffe in Linienflugzeugen nehmen laut FBI zu



Die US-Bundespolizei FBI hat einen «alarmierenden» Anstieg sexueller Übergriffe auf Linienflügen registriert. Meist handle es sich um unerwünschtes Anfassen. Die meisten Täter seien Männer, ihre Opfer Frauen oder unbegleitete Minderjährige.

Das geht einem FBI-Bericht vom April hervor, den der Sonderbeauftragte David Rodski am Mittwoch (Ortszeit) in Baltimore vorstellte. Häufig sässen Opfer an Fensterplätzen oder auf Sitzen in der Mitte, die vom Kabinenpersonal weniger gut überblickt werden könnten. Nicht alle Fälle würden gemeldet. Oft handle es sich um Gelegenheitstäter.

Im Haushaltsjahr 2017 zählte die Behörde 63 gemeldete Vorfälle, wie aus dem Bericht hervorgeht. Das sei im Vergleich zu 2014 - damals waren es 38 Fälle - ein Anstieg um mehr als 60 Prozent. Die Zahlen stiegen stetig an: Im Haushaltsjahr 2015 waren es laut CNN 40 Fälle, im Jahr danach 57. Das Haushaltsjahr in den USA beginnt jeweils am 1. Oktober und endet am 30. September.

Die meisten Übergriffe ereigneten sich dem Bericht zufolge auf längeren Flügen von drei oder mehr Stunden, vor allem im Dunkeln, wenn die Kabinenlichter gedimmt würden. Auch Alkoholkonsum spiele eine Rolle, erklärte Rodski laut Medienberichten. Einen Grund für den Anstieg der Vorfälle nannte er nicht. «Wir sind nicht sicher, warum», so Rodski.

«Leider denken Menschen nicht daran, dass solche Dinge in Flugzeugen passieren können», sagt die FBI-Sonderbeauftragte Caryn Highley in dem Bericht von April. «Man nimmt an, dass man sich in einem Flugzeug in einer Sicherheitsblase befindet», so Highley. (sda/dpa)

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