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IWF-Chefin: Private Investitionen für Uno-Entwicklungsziele nötig

23.01.2019, 12:04

Die Entwicklungsziele der Vereinten Nationen sind nach Ansicht der Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, nur über zusätzliche private Investitionen in ärmeren Ländern zu erreichen. Lagarde betonte dies am Mittwoch am WEF in Davos.

Die Privatwirtschaft müsse Teil der Lösung sein, sagte Lagarde. «Die Steigerung von Steuereinnahmen in den Ländern allein wird das niemals schaffen.»

Um auch nur die grundlegendsten fünf von 17 Zielen der Vereinten Nationen bis 2030 zu erreichen, müssten in Schwellenländern rund 4 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung zusätzlich dafür ausgegeben werden, in noch ärmeren Entwicklungsländern sogar 15 Prozent. Derzeit lägen die Steuereinnahmen gemessen am Bruttoinlandprodukt in Schwellen- und Entwicklungsländern bei im Schnitt 13 Prozent, sagte Lagarde.

«Wirtschaftswachstum ist die Grundlage», sagte Lagarde. Zudem müssten die niedrigen Steuereinnahmen in den Ländern erhöht werden. Das nütze aber alles nichts, wenn das Geld für Prestigeprojekte ausgegeben werde oder die Korruption hoch sei.

Die Uno hatte 2015 Entwicklungsziele für das Jahr 2030 formuliert, unter anderem die Reduzierung von Armut, Hunger und Ungleichheit sowie die Förderung von Bildung und Umwelt. Laut der Uno-Handels- und Entwicklungskonferenz (Unctad fehlen allein in ärmeren Entwicklungsländern nach derzeitigem Stand jährlich 2.5 Billionen US-Dollar zum Erreichen der Ziele. (sda/dpa)

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