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Südkoreas Kulturministerin soll schwarze Liste geführt haben



Südkoreas Kulturministerin Cho Yoon Sun ist wegen des Vorwurfs verhaftet worden, eine schwarze Liste mit den Namen tausender regierungskritischer Künstler angelegt zu haben. Cho wird Amtsmissbrauch vorgeworfen.

Das Bezirksgericht in Seoul bewilligte den Antrag der Ermittler auf Haftbefehl, weil es die Gefahr der Beweismittelvernichtung gesehen habe, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap am Samstag. Fast 10'000 Kulturschaffende und Künstler sollen auf der schwarzen Liste geführt worden sein, um ihnen den Zugang zu staatlicher Unterstützung zu verwehren.

Damit erschüttert ein weiterer politischer Skandal Südkorea: Gegen die vorläufig entmachtete Staatspräsidentin Park Geun Hye läuft wegen einer Korruptionsaffäre ein Amtsenthebungsverfahren. Das Verfassungsgericht muss nun über ihre Absetzung entscheiden. Sie soll in den nächsten Wochen in ihrem Verfahren vorgeladen werden. (sda/dpa)

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