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Auch private Suche nach Flug MH370 erfolglos



Aus und vorbei: Nach mehr als vier Jahren ist die Suche nach Malaysia-Airlines-Flug MH370 für beendet erklärt worden. Die Angehörigen sind enttäuscht. Jetzt ruhen die Hoffnungen auf einem Zufallsfund - und modernerer Technik.

Der Chef der US-Firma Ocean Infinity, Oliver Plunkett, gab am Dienstag bekannt, dass die gross angelegte private Mission mit Tauchrobotern gescheitert ist.

Die Boeing 777 mit 239 Menschen an Bord war im März 2014 plötzlich von den Radarschirmen verschwunden. Vom Rumpf des Flugzeugs und den Insassen fehlt seither jede Spur.

Vermutet wird, dass die Maschine in mehreren Kilometern Tiefe auf dem Grund des südlichen Indischen Ozeans liegt. Bislang wurden an verschiedenen Küsten nur zwei Dutzend Wrackteile angeschwemmt.

Das Schicksal von Flug MH370 gilt inzwischen als eines der grössten Rätsel der Luftfahrtgeschichte. Mittlerweile gibt es auch zahlreiche Theorien, was passiert sein könnte - von einem Absturz aus Treibstoffmangel über eine Entführung bis hin zu einem Suizid des Piloten, der dabei 238 weitere Menschen umgebracht hätte. Eine schlüssige Erklärung für die gesamte Tragödie fehlt jedoch.

Finderlohn in Millionenhöhe

Der Chef der US-Firma erklärte nach mehrmonatiger Arbeit: «Wir beenden unsere laufende Suche mit schwerem Herzen, ohne dass wir unser Ziel erreicht haben.» Das Ergebnis sei «extrem enttäuschend».

Zugleich äusserte Plunkett die Hoffnung, die Arbeit irgendwann fortsetzen zu können. Ocean Infinity hatte in einem Suchgebiet von mehr als 100'000 Quadratkilometern versucht, das Wrack auf dem Meeresgrund mit Tauchrobotern ausfindig zu machen.

Nach zweimaliger Verlängerung kündigte Malaysias Regierung jedoch an, dies von Dienstag an nicht länger zu unterstützen. Bei einem Erfolg hätte die US-Firma umgerechnet etwa 70 Millionen Franken bekommen sollen.

Hinterbliebene der MH370-Insassen äusserten sich enttäuscht. Die staatlich finanzierte Suche war bereits Anfang 2017 mangels Aussicht auf Erfolg gestoppt worden. Malaysia will demnächst auch einen eigenen Bericht zum Stand der Ermittlungen veröffentlichen. (sda/dpa)

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