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Unfall mit 12 Toten: Französische Justiz verdächtigt Fahrer der fahrlässigen Tötung



Nach dem Unfall von vergangener Woche bei Moulins F mit zwölf Toten hat die französische Justiz ein Strafverfahren gegen den Lenker des Unfallfahrzeugs eröffnet. Der 19-jährige wird der fahrlässigen Tötung verdächtigt.

Das Verfahren gegen den Mann läuft auch wegen des Verdachts auf fahrlässige schwere Körperverletzung, wie der zuständige Staatsanwalt Pierre Gagnoud der Nachrichtenagentur sda sagte.

Ein Strafverfahren ist auch gegen den Onkel des Lenkers eröffnet worden, den mutmasslichen Besitzer des verunfallten Kleintransporters. Auch er wird der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen schweren Körperverletzung verdächtigt.

Die beiden Männer waren am Donnerstag einem Untersuchungsrichter vorgeführt worden, der sie verhörte, die Eröffnung des Strafverfahrens beschloss und ihre Haft verlängerte. Ein anderer Richter muss nun darüber entscheiden, ob die beiden Männer weiterhin in Haft bleiben oder nicht. Das soll in den nächsten Tagen passieren.

Zum Unfall war es in der Nacht auf Karfreitag gekommen. Kurz vor Mitternacht prallte der Kleintransporter auf einer für viele Unfälle berüchtigten Fernstrasse frontal gegen einen entgegenkommenden Sattelschlepper. Im Kleintransporter starben zwölf Portugiesen aus der Westschweiz. Nur der Chauffeur überlebte.

Der Onkel des Lenkers war in einem anderen Fahrzeug unterwegs. Alle wollten die Ostertage in Portugal verbringen.

Fahrer hat «schwarzes Loch»

Für die französische Justiz steht als Ursache für den Unfall weiterhin ein Überholmanöver im Vordergrund. Dies, nachdem der italienische Fahrer des Sattelschleppers und dessen Beifahrer vernommen worden sind.

Der Chauffeur des Unfallfahrzeugs könne keine Aussagen machen zum Unfallhergang, sagte dessen Rechtsanwalt Antoine Jauvat zur französischen Nachrichtenagentur AFP. Der Mann erinnere sich an nicht an die fraglichen Sekunden und habe ein «schwarzes Loch».

Gemäss den beiden Anwälten der Verdächtigten haben die beiden Männer beim Unfall Familienangehörige verloren und äusserten Suizidgedanken. Deshalb seien sie in psychiatrische Behandlung genommen worden, sagte der Anwalt des Onkels, Rechtsanwalt William Hillairaud. (sda)

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