Klima: Schweiz macht in Paris bei Koalition reicher und armer Staaten mit
Die Schweiz ist an der Klimakonferenz in Paris einem breiten Bündnis aus reichen und armen Staaten beigetreten, damit die Verhandlungen zu einem guten Abschluss kommen. Laut Bundesrätin Doris Leuthard ist es jetzt an den Ministern, den Durchbruch zu schaffen.
Die Experten in den Delegationen könnten noch Jahre lang über technische Einzelheiten verhandeln. «Aber diese Zeit haben wir nicht mehr», mahnte Leuthard am Donnerstag vor den Medien in Paris. Es sei jetzt an den Ministern, die nötigen Entscheide zu fällen.
Sie bleibe in Paris, da jetzt die «entscheidende Nacht» folge. Für Freitag erwarte sie einen weiteren Text, der dann vielleicht die Endfassung sein werde. Sie bleibe weiterhin zuversichtlich, dass ein Durchbruch erzielt werden könne.
Die Schweiz mache jetzt bei der am Mittwoch bekannt gewordenen Koalition der Ehrgeizigen (High Ambition Coalition) mit, zu der auch die EU, die USA, die kleinen Inselstaaten in Pazifik und Atlantik sowie auch Mexiko und Norwegen angehören.
Das Bündnis wolle im Abkommen einen Mechanismus für die Klimaziele, eine Überprüfung dieser Ziele alle fünf Jahre, einen klaren Weg hinaus aus der fossilen Energie und Klimafinanzierung mit einem Jahresbudget von 100 Milliarden Dollar. Als Fernziel setzt sich der Zusammenschluss für eine Erderwärmung von 1.5 Grad ein. (sda)
