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Palästinensischer Ex-Regierungschef soll Libyen-Gesandter werden



Der frühere palästinensische Regierungschef Salam Fajad soll künftig im Auftrag der UNO zwischen den Konfliktparteien in Libyen vermitteln. UNO-Generalsekretär Antonio Guterres will den 65-Jährigen zum Nachfolger des deutschen Diplomaten Martin Kobler ernennen.

Guterres habe den UNO-Sicherheitsrat in einem Brief über seine Personalwahl informiert, berichteten Diplomaten am Donnerstag. Das Gremium hat nun zwei Tage Zeit, um Bedenken anzumelden. Mit Widerstand gegen die Ernennung Fajads sei aber nicht zu rechnen, verlautete aus Diplomatenkreisen. Kobler ist seit November 2015 als UNO-Sondergesandter für das nordafrikanische Land tätig.

Fajad war von 2007 bis 2013 palästinensischer Regierungschef. Aufgabe des neuen UNO-Gesandten wird es sein, die Verhandlungen über Änderungen an dem von der UNO vermittelten Abkommen zur Bildung einer Einheitsregierung in Libyen voranzutreiben.

Diese war im vergangenen Jahr nach jahrelangen Kämpfen zwischen rivalisierenden Milizen im März 2016 gebildet worden. Bis heute ist es ihr aber nicht gelungen, die Kontrolle über das gesamte Land zu übernehmen. Bei den Verhandlungen geht es vor allem um die Rolle von General Chalifa Haftar, der mit seiner selbsternannten libyschen Nationalarmee eine in Ost-Libyen angesiedelte Gegen-Regierung unterstützt. (sda/afp)

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