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Frankreich: Ein Hirntoter und fünf Verletzte bei Medikamententest in Frankreich



Nach einem «schweren Zwischenfall» bei einem Medikamentenversuch in Frankreich liegt ein Teilnehmer hirntot auf der Intensivstation. Fünf weitere Versuchspersonen mussten ebenfalls ins Universitätsspital von Rennes gebracht werden.

Das teilte das Gesundheitsministerium in Paris am Freitag mitteilte. Nähere Details zu dem Medikament nannte das Ministerium in seiner Mitteilung zunächst nicht. Gemäss verschiedenen Medienmeldungen soll es sich um ein Schmerzmittel auf Cannabisbasis handeln, das als Tablette eingenommen wird.

Das Labor habe die Nationale Behörde für die Sicherheit von Medikamenten und Medizinprodukten über den Stopp des Tests informiert und alle freiwilligen Versuchsteilnehmer informiert, heisst es in der Mitteilung des Gesundheitsministeriums weiter. Es ist derzeit unklar, wie viele Menschen an der Studie teilnahmen. Die Pariser Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen eingeleitet.

Die Arzneimittelbehörde werde vor Ort technische Inspektionen vornehmen und auch das Gesundheitsministerium will die Versuchsklinik genauer unter die Lupe nehmen. Gesundheitsministerin Marisol Touraine wollte noch am Freitag nach Rennes reisen.

Bei der Studie handelte es sich um die sogenannte Phase 1 eines Medikamententests. Dabei wird das Präparat einer kleinen Gruppe von freiwilligen gesunden Probanden verabreicht, die vor allem die Sicherheit der Anwendung und die Verträglichkeit des Mittels testen. In späteren und deutlich umfassenderen Phasen wird die Wirkung des Präparats getestet. (sda/dpa)

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