Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Venezuela: Referendum für Maduros Amtsenthebung nimmt ers teHürde



Die erste Hürde für ein Referendum zur Amtsenthebung von Präsident Nicolas Maduro ist offenbar überwunden. Nach Angaben der Opposition anerkannte die Wahlkommission 1.3 Millionen Unterschriften von Unterstützern für die Einleitung eines Referendums als gültig.

Damit könnten die nächsten Schritte des aufwändigen Verfahrens eingeleitet werden, an dessen Ende Maduros Amtsenthebung durch das Wahlvolk stehen soll. Die Wahlkommission werde am Mittwoch Details zum weiteren Vorgehen bekannt geben, sagte Oppositionssprecher Jesús Torrealba am Dienstag (Ortszeit) in Caracas.

Die Rechtslage sieht vor, dass in einem nächsten Schritt 200'000 der Petitionsunterzeichner ihre Identität durch einen Fingerabdruck bestätigen müssen. Die Opposition müsste dann noch einmal vier Millionen Unterstützerunterschriften - das entspricht einem Fünftel der Wahlberechtigten - sammeln, um das Referendum tatsächlich stattfinden zu lassen.

Vorwurf der Verzögerung

Die Opposition will den sozialistischen Präsidenten ablösen, den sie für die aktuelle Wirtschaftskrise verantwortlich macht. Der Verfall der Ölpreise hat das Förderland Venezuela in eine tiefe Versorgungskrise gestürzt. Es fehlt an Nahrungsmitteln, Energie und Arzneien. Die Opposition wirft der Regierung vor, die Krise durch wirtschaftliches Missmanagement noch verschärft zu haben.

Die Regierungskritiker werfen den Behörden vor, den Referendumsprozess vorsätzlich zu verschleppen. Am Dienstag löste die Polizei einen Demonstrationsmarsch von rund 1000 Regierungskritikern mit Tränengas auf. Venezuelas Vizepräsident Aristobulo Isturiz hatte am Montag kategorisch erklärt: «In diesem Jahr wird es kein Referendum mehr geben.» (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter