Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Angreifer sticht Bürgermeister von Danzig nieder



Der Bürgermeister der polnischen Hafenstadt Danzig, Pawel Adamowicz, ist bei einer öffentlichen Veranstaltung von einem Angreifer niedergestochen worden. Er erlitt schwere Verletzungen.

Nach Polizeiangaben stürmte der Mann am Sonntagabend bei einer Benefizveranstaltung auf die Bühne und stach mit einem Messer mehrfach auf Adamowicz ein. Der Bürgermeister wurde vor Ort wiederbelebt und anschliessend ins Spital gebracht.

Ein Arzt bezeichnete Adamowicz' Zustand als «sehr ernst». Nach Angaben des stellvertretenden Bürgermeisters Piotr Grzelak wurde er im Universitätsspital operiert.

Der Angriff ereignete sich vor den Augen hunderter Menschen. Der Angreifer wurde von Sicherheitsleuten rasch überwältigt und anschliessend von der Polizei festgenommen. Laut Polizei handelt es sich um einen 27-jährigen Danziger.

Ein Video des Angriffs zeigte, wie der Mann auf das Podium stürmte und ein Mikrofon an sich riss. Anschliessend rief er, er sei von der früheren Regierung der Zivilen Plattform (PO) unschuldig ins Gefängnis gebracht worden. «Deshalb stirbt Adamowicz!» Die PO hatte Adamowicz bei der letzten Kommunalwahl im Herbst unterstützt. Der 53-Jährige ist seit 1998 Bürgermeister von Danzig.

Innenminister Joachim Brudzinski verurteilte den Angriff als «Akt unverständlicher Barbarei». Die Hintergründe müssten aufgeklärt werden. Staatspräsident Andzrej Duda erklärte auf Twitter, ungeachtet aller politischen Meinungsverschiedenheiten stehe er bedingungslos hinter Adamowicz und seinen Angehörigen und bete für seine Genesung. (sda/afp)

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen