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Medikamentenpreise: Pharmabranche steigert Umsatz mit Medikamenten in der Schweiz



Nach Jahren der Stagnation ist der Schweizer Medikamentenmarkt 2015 wieder gewachsen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Umsatz mit Medikamenten um fünf Prozent. Neben neuen Medikamenten gegen Hepatitis C half der Branche auch, dass es keine Preissenkungen gab.

In den Jahren davor hatten die jährlichen Preissenkungsrunden des Bundes das Umsatzergebnis um 2.8 Prozent nach unten gedrückt, wie die Branchenverbände vips und Interpharma in einer Mitteilung vom Donnerstag schreiben.

Seit einigen Jahren überprüft der Bund jährlich die Preise eines Drittels der Arzneimittel, die von der Grundversicherung der Krankenkassen vergütet werden. Auf diese Weise verfügte er seit 2012 bei 1500 Medikamenten tiefere Preise. Jährlich wurden damit mindestens 600 Millionen Franken eingespart. Aufgrund der Einführung des neuen Preisbildungssystems fanden 2015 keine Preissenkungen statt.

Für die Branche währt die Freude aber nur kurz. Bereits in diesem Jahr steht eine neue Preissenkungsrunde an. «Das sind schmerzhafte Einschnitte für die Firmen, die ohnehin schon unter dem starken Franken leiden», wird vips-Geschäftsführer Thomas Binder in der Mitteilung zitiert.

Umsatzplus dank teurerer Medikamente

Am stärksten gewachsen ist der Umsatz bei den antiviralen Medikamenten. Der Verkauf neuer Präparate gegen Hepatitis C bescherte der Branche in diesem Segment eine Wachstumsrate von 50 Prozent.

Insgesamt erhöhte sich der Umsatz um 257.6 Millionen auf 5.4 Milliarden Franken. Dabei zeigte sich, dass die Pharmabranche in der Schweiz vor allem mehr Packungen von teureren Arzneien verkaufte. Mengenmässig verzeichnete der Medikamentenmarkt im vergangenen Jahr dagegen nur ein Plus von 0.5 Prozent auf 211 Millionen Packungen.

Die Daten zum Medikamentenmarkt werden jährlich vom Marktforschungsinstitut IMS Health im Auftrag der Vereinigung Pharmafirmen in der Schweiz (vips) und des Verbands Interpharma erhoben. (sda)

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