Neuer Uno-Sondergesandter für Syrien erstmals in Damaskus

Neuer Uno-Sondergesandter für Syrien erstmals in Damaskus

15.01.2019, 11:1615.01.2019, 11:16

Der neue Uno-Sondergesandte für Syrien ist zum ersten Mal nach Damaskus gereist. Der norwegische Diplomat Geir Pedersen traf am Dienstag in der syrischen Hauptstadt ein.

Pedersen war im Oktober zum neuen Uno-Sondergesandten für Syrien ernannt worden und hatte vor einer Woche sein Amt angetreten. Er ist der Nachfolger von Staffan de Mistura, der nach mehr als vier Jahren erfolgloser Vermittlungsbemühungen im Syrienkrieg zurückgetreten war.

Pedersen wolle sich in der syrischen Hauptstadt am Dienstag mit Aussenminister Walid al-Muallim treffen, hiess es aus Uno-Kreisen. Beiden Seiten geht es bei den Gesprächen vor allem darum, sich kennenzulernen. Unklar war zunächst, ob Pedersen auch Syriens Machthaber Baschar al-Assad treffen wird.

Pedersen war zuvor Norwegens Botschafter in China. Von 2012 bis 2017 war er der Vertreter des skandinavischen Landes bei der Uno. Zuvor war er unter anderem als Uno-Gesandter für den Libanon tätig. In den 90er Jahren war der Diplomat an den Verhandlungen zwischen Israel und der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) beteiligt, die 1993 zum Friedensvertrag von Oslo führten.

Pedersen ist bereits der vierte Uno-Sondergesandte für Syrien. Vor de Mistura hatten bereits der ehemalige algerische Aussenminister Lakhdar Brahimi und Ex-Uno-Generalsekretär Kofi Annan als Syrien-Sondergesandte vergeblich nach Auswegen aus dem blutigen Konflikt gesucht.

In Syrien herrscht seit 2011 Bürgerkrieg. In dem Konflikt wurden mehr als 360'000 Menschen getötet, Millionen Syrer wurden in die Flucht getrieben. (sda/afp/dpa)

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