Olaf Scholz will bei Niederlage im Bundestag bleiben

Bundeskanzler Scholz (Archivbild) will in der Politik weitermachen – auch nach einer Niederlage.
Bundeskanzler Scholz (Archivbild) will in der Politik weitermachen – auch nach der sich abzeichnenden Niederlage.Bild: imago-images.de

Olaf Scholz will im Bundestag bleiben – jüngste Umfrage lässt tief blicken

Ob er weiter Bundeskanzler bleibt, ist höchst ungewiss. Der SPD-Politiker will seine Karriere aber selbst bei einer Niederlage nicht beenden.
22.02.2025, 19:3725.02.2025, 14:03
Ein Artikel von
t-online

Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz will im Fall eines Gewinns des Direktmandats in Potsdam bei der Wahl am Sonntag die gesamte Legislaturperiode im Bundestag bleiben – auch, wenn er nicht erneut Regierungschef wird. «Das steht schon ewig lange fest», sagte er bei seinem Wahlkampfabschluss in Potsdam auf eine entsprechende Journalistenfrage.

Die SPD liegt in den Umfragen weit abgeschlagen hinter der Union. Es gilt daher als wahrscheinlich, dass Scholz von Friedrich Merz (CDU) als Kanzler abgelöst wird. Der SPD-Kanzlerkandidat hat aber gute Chancen, seinen Wahlkreis in Potsdam wie bei der letzten Wahl 2021 erneut zu gewinnen.

Die INSA-Umfrage vom 22. Februar:

Fragestellung: Welche Partei würden Sie wählen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre? Befragungszeitraum: 21.02. - 22.02.2025, Anzahl Befragte: 2005
Fragestellung: «Welche Partei würden Sie wählen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre?». Befragt wurden 2005 Personen.Screenshot: T-Online

Auf den Spuren von Kohl

Auch Helmut Kohl war 1998 nach seiner Abwahl im Bundestag geblieben. Kanzler Gerhard Schröder gab dagegen 2005 kurz vor seiner Amtsübergabe an seine Nachfolgerin Angela Merkel (CDU) bekannt, dass er sein Bundestagsmandat niederlegen werde. Er wurde anschliessend Lobbyist bei russischen Energiekonzernen. Merkel hatte 2021 nicht mehr für den Bundestag kandidiert.

Scholz hatte immer wieder betont, wie wichtig ihm das Direktmandat ist. «Das höchste Amt, in das man in Deutschland direkt gewählt werden kann, ist das des Abgeordneten im Deutschen Bundestag», hatte er im November bei seiner Aufstellung als Direktkandidat in Potsdam gesagt. Vor etwa einer Woche hatte Scholz im Podcast «Jung und Naiv» noch gesagt, dass Bundeskanzler sein letzter Job sein wird – vor allem Tätigkeiten in der Wirtschaft schloss er aus.

Verwendete Quellen:

  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa

(t-online)

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