Schweizern fehlen Gestaltungsmöglichkeiten bei Arbeitszeit

Schweizern fehlen Gestaltungsmöglichkeiten bei Arbeitszeit

23.11.2017, 09:4023.11.2017, 09:40

Schweizer Arbeitnehmende können ihre Arbeitszeit zunehmend weniger frei gestalten. Dies zeigt die Studie «Barometer Gute Arbeit» von Travail.Suisse, dem Dachverband der Arbeitnehmerverbände.

Die Studie, die am Donnerstag publizierte wurde, zeige, dass Arbeitnehmende im Vergleich zu 2015 «massiv weniger Einfluss auf die Gestaltung ihrer Arbeitszeit haben», schreibt Travail.Suisse in der Mitteilung zur Studie. Das schade der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.

Zudem sei der Druck auf die Arbeitnehmenden hoch und die psychosozialen Belastungen wie Stress oder emotionale Erschöpfungszustände würden zunehmen. «41 Prozent der Befragten fühlen sich häufig oder sehr häufig durch ihre Arbeit gestresst, das sind eindeutig zu viele», lässt sich Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik bei Travail.Suisse, in der Mitteilung zitieren.

Den Studienteilnehmern wurden zum ersten Mal Fragen zur Digitalisierung gestellt. Jede zehnte Person erachtet die Wahrscheinlichkeit, dass ihre Stelle in den nächsten zehn Jahren durch digitale Technologien ersetzt wird, als hoch oder sehr hoch. Diese Ansicht vertreten vor allem Personen im Detailhandel, im Finanz- und Versicherungswesen sowie Menschen mit tieferem Ausbildungsgrad.

Die Studienergebnisse würden auch mangelnde Förderungen der Weiterbildung aufzeigen, schreibt Travail.Suisse. Der Dachverband fordert daher, dass sich Arbeitgeber mehr für die Ausbildungen engagieren. Zudem sollen mit einem Fonds Weiterbildungen oder Umschulungen im Zuge der Digitalisierung finanziert werden. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!