Social-Media-Videos & Teletext: Hier wollen Schweizer bei der SRG sparen
Mit deutlichen 62 Prozent wurde die SRG-Initiative zur Kürzung der Serafe-Gebühren am Abstimmungssonntag vom Schweizer Volk abgelehnt. Trotzdem werden die Radio- und TV-Gebühren auf 300 Franken sinken. Das hat Medienminister Albert Rösti per Verordnung beschlossen. Das bedeutet, dass die SRG bis 2029 rund 270 Millionen Franken einsparen muss. 20 Minuten und Tamedia haben nun Leewas beauftragt, herauszufinden, auf welche Bereiche der SRG die Schweiz am ehesten verzichten möchte.
Bei der Gesamtübersicht der Untersuchung zeigt sich ein relativ klares Bild. So wollen die Befragten Social-Media-Videos (39 Prozent), Teletext (33 Prozent) und Podcasts (30 Prozent) als Erstes abbauen. Bildung (sieben Prozent) und Information (sieben Prozent) sehen dafür die meisten als fixen Bestandteil der SRG. 27 Prozent der Teilnehmenden sind zudem der Meinung, dass gar kein Abbau stattfinden sollte.
Linke Wählende wollen nirgends abbauen
Zusätzlich hat Leewas auch untersucht, welche Bereiche die Befragten abbauen würden, je nachdem, mit welcher Partei sie sympathisieren. Teilnehmende, die die SVP wählen, waren dabei für einen Abbau in fast jedem Bereich. Am stärksten bei Social-Media-Videos, Podcasts und der Kultur. Linke Wählerinnen und Wähler wollen hingegen beim Teletext, den Social-Media-Videos und der Unterhaltung kürzertreten. Ein Grossteil der linken Befragten waren jedoch der Meinung, dass nirgends abgebaut werden sollte.
Abweichungen gibt es bei den Abbauwünschen auch bei den verschiedenen Altersgruppen. Bei den 18- bis 34-Jährigen wollen 39 Prozent als erstes beim Teletext sparen. Bei den 65+-Jährigen sind es dort nur 26 Prozent. Die älteren Befragten sehen einstimmig bei den Social-Media-Videos das grösste Sparpotenzial, während dieser Bereich auch bei den Jungen auf Platz zwei landet.
Über die Altersgruppen hinweg sind sich aber alle Generationen ähnlich einig: Bis zu 28 Prozent finden, dass bei der SRG gar nicht abgebaut werden sollte.
