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Musik: Lucerne Festival Orchestra: Riccardo Chailly wird Abbado-Nachfolger



Scala-Musikdirektor Riccardo Chailly wird neuer Chefdirigent des Lucerne Festival Orchestra. Der 62-jährige Italiener tritt damit die Nachfolge seines 2014 verstorbenen Lehrmeisters und Freundes Claudio Abbado an. Chailly übernimmt die neue Aufgabe im Sommer 2016.

Der Vertrag mit Riccardo Chailly sei auf fünf Jahre angelegt, teilte das Lucerne Festival am Donnerstag mit. Er soll das Sinfonieorchester jeweils in vier bis fünf Konzerten während der Festivalsommer dirigieren. Erster Auftritt als neuer Chefdirigent ist am 12. August 2016 am Eröffnungskonzert mit Gustav Mahlers Achter Sinfonie.

Während des diesjährigen Klassik-Festivals in Luzern, das am Freitag beginnt, wird das Ensemble von Bernard Haitink und bei zwei weiteren Konzerten von Andris Nelsons dirigiert.

Riccardo Chailly ist seit Januar 2015 Musikdirektor am Mailänder Opernhaus Scala. Er dirigierte in der Vergangenheit grosse Sinfonieorchester in Europa und den USA. Von 1988 an leitete er 16 Jahre lang das Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam. Nach dem Studium in Perugia, Rom und Mailand war Chailly im Alter von 18 Jahren Assistent von Claudio Abbado an der Sacla.

«Orchester der Freude»

Auch für Lucerne Fesitval-Besucher ist Riccardo Chailly kein Unbekannter. Er ist seit 1988 regelmässig in Luzern mit dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam und mit dem Gewandhausorchester Leipzig zu Gast.

Das Lucerne Festival Orchestra bleibt mit Chailly in italienischen Dirigentenhänden. Das Sinfonieorchester wurde 1938 von Arturo Toscanini ins Leben gerufen. 2003 begründete der italienische Maestro Claudio Abbado das Ensemble neu und eröffnete mit diesem jeweils das Lucerne Festival im Sommer.

Abbado nannte es «Orchester der Freude». Im Januar 2014 starb der Klassikstar nach langer Krankheit im Alter von 80 Jahren. (sda)

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