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bild: shutterstock

Vergesst den Elternurlaub nach der Geburt – jetzt kommt der «Pubertätsurlaub»

Während wir immer noch über einen Vaterschaftsurlaub nach der Geburt diskutieren, empfehlen uns Experten, einen Elternurlaub zu nehmen, wenn unsere Kinder am schwächsten sind: Während der Pubertät.

21.10.15, 20:34

nathalie sassine-hauptmann / wir eltern



Ein Artikel von

Ihr erinnert euch sicherlich an Anne-Marie Slaughters kontroversen Artikel 2012, der übersetzt lautete, «Wieso Frauen nicht alles haben können». Während einer wichtigen Sitzung im Ausland, denke sie nämlich unentwegt an ihren 14-jährigen Sohn, der seit einiger Zeit die Schule schwänze. Wieso hatte sie diesen Artikel – dem ja dann auch ein erfolgreiches Buch folgte – nicht geschrieben, als ihre Kinder noch in die Primarschule gingen?

Vielleicht, weil man bei einem 8-Jährigen weniger Angst haben muss, dass er Drogen nimmt? Genau das. Sagt die Wissenschaft. Nachdem wir das Mantra «die ersten drei Jahre sind die wichtigsten im Leben eines Kindes» über Jahre auswendig gelernt haben, kommt jetzt eine Studie raus, die besagt, dass das am Verhalten eines Kindes rein gar nichts – oder nur in seltenen Fällen – ändert.

Zeit mit dem Teenager ist umso wichtiger

Das andere Ergebnis der Studie ist dafür umso logischer: Die schwierigste Zeit im Leben eines Kindes ist die Pubertät. Konkret: Mehr Zeit mit den Eltern bedeutet «weniger Verhaltensprobleme, bessere Leistungen in Mathe (!!), weniger Drogenkonsum und weniger Straftaten.»

Wieso das so ist? Der präfrontale Cortex, der sozusagen die Exekutive des Gehirns bildet, ist noch nicht fertig entwickelt. Ihr Gehirn badet in Dopaminen und bildet wie verrückt synaptische Verbindungen, weshalb sie dazu neigen, Belohnungen aus Risiken zu erwarten, die schlicht unrealistisch sind. Oder anders gesagt: Wie ein Ferrari mit schwachen Bremsen. Würdet ihr diesen nicht auch unter Beobachtung haben wollen? Eben.

Für berufstätige Mütter besonders gemein

Für berufstätige Eltern – und seien wir ehrlich, vor allem Mütter – ist es besonders gemein, dass die Kids uns ausgerechnet dann noch mehr brauchen. Gerade, als wir uns vielleicht wieder eine Karriere aufgebaut haben, wieder einen Job machen könnten, der uns wirklich gefällt oder unser eigenes Business endlich wirklich gut läuft, sollten wir wieder mehr zu Hause sein.

Umfrage

Was hältst du von einem «Pubertätsurlaub»?

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226 Votes zu: Was hältst du von einem «Pubertätsurlaub»?

  • 10%Doofe Idee. Kinder brauchen ihre Eltern als Baby eindeutig am meisten.
  • 45%Gute Idee. Pubertierende brauchen ihre Eltern.
  • 12%Ich sag's doch: Am besten gehen Mütter gar nie arbeiten.
  • 33%Bloss nicht! Teenager wollen Eltern sowieso nicht sehen.

Nur, wie stellen wir das an? Einen erneuten Mutterschaftsurlaub einführen? Na, viel Glück damit! Auf Teilzeit zurückstufen? Wenn das geht, unbedingt!

Teenager wünschen sich mehr Zeit ihrer Eltern

Und wenn ihr jetzt denkt, «aber mein Teenager will mich ja gar nicht in seiner Nähe haben!»: Stimmt nicht. Umfragen bei jungen Erwachsenen besagen genau das Gegenteil: Sie wünschen sich, ihre Eltern hätten mehr Zeit für sie.

>>> Was denkt ihr? Brauchen Teenies mehr Aufmerksamkeit als Säuglinge? Schreibt eure Meinung in die Kommentare!

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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Eli Ot 22.10.2015 16:50
    Highlight Der Artikel ist sichtlich undurchdacht und vergleicht Dinge mit ungleichem Nenner. Dann doch lieber sagen: " Eltern verbringt auch mal wieder Zeit mit euren Nächsten Generation."

    ps:Und wenn man Zeit mit seinen Jugendlichen verbringt, dann bitte regelmässig und nicht nur in Form eines einmaligen Urlaubes.
    10 0 Melden
  • Eli Ot 22.10.2015 16:49
    Highlight Irgendwie bringt dieser Artikel da was durcheinander.
    Ich denke es geht es hier um zwei verschiedene Sachen.
    Beim Mutter- und Vaterschaftsurlaub nach der Geburt gehts doch nicht nur um das Baby, sonder um die Eltern, die Mutter, die sich von der Geburt und ihren körperlichen Folgen erholt, und um das Einleben beider Elternteile mit dieser neuen Situation. Und um die gegeseitige Hilfestellung.
    Bei dieser Idee eines Elternurlaubs in der Pupertät gehts nur um die Kids.
    Ob sich die Eltern für ihre Kinder Zeit nehmen während der Pupertät, das hat was mit deren Einstellung zutun.
    14 0 Melden
  • Karl33 22.10.2015 00:37
    Highlight das ist wäre ja noch schöner, wenn dieser traum der feministinnen in erfüllung ginge: gegen den vaterschaftsurlaub kämpfen, um dann einen neuen mutterschaftsurlaub zu fordern.
    5 20 Melden
    • gupa 22.10.2015 14:30
      Highlight Also ich kenne nun wirklich keine Feministin die gegen den Vaterschaftsurlaub kämpft...
      19 2 Melden
    • Karl33 22.10.2015 18:05
      Highlight gupa, wie wärs mit margret kiener-nellen von der sp?
      http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/sorgerecht-unterlegener-vater-geht-nach-strassburg/story/23867958
      "SP-Nationalrätin Margret Kiener-Nellen, die das gemeinsame Sorgerecht als Regelfall stets kritisch beurteilt hatte, reagierte in Medienberichten auf das Urteil des Bundesgerichts, einem Mann das Sorgerecht zu entziehen «hocherfreut»"
      7 7 Melden
    • gupa 22.10.2015 20:55
      Highlight Lese in diesem Artikel kein einziges Wort von Vaterschaftsurlaub.
      11 3 Melden

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