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Drei unterschiedlich teure Modelle, eine Zukunft: Tim Cook mit den Apple-Uhren. Bild: ROBERT GALBRAITH/REUTERS

Die Apple Watch kommt. Geht die Ära der Smartphone-Zombies zu Ende?

Anstatt das iPhone zu zücken, sollen wir vermehrt ans Handgelenk greifen. Heute Abend verrät Apple die Preise und andere wichtige Informationen rund um sein erstes Wearable.

09.03.15, 09:35 09.03.15, 12:01

Heute ist ein grosser Tag für Apple

Ein grosser Tag für Millionen Fans rund um den Globus. 

Und ein grosser Tag für alle Kritiker, Hater und Besserwisser.

In wenigen Stunden geben die Kalifornier die noch fehlenden Details zur Apple Watch bekannt. watson berichtet live.

Eine Stunde früher als gewohnt

Die von Apple im Internet übertragene Keynote findet in San Francisco statt und beginnt wegen der US-Sommerzeitumstellung eine Stunde früher als gewohnt, bereits um 18 Uhr (MEZ). Europäische Journalisten sind nach Berlin eingeladen. watson ist vor Ort und berichtet mit Live-Ticker. Im Anschluss an die maximal 90-minütige Show ist mit ersten aussagekräftigen Hardware- und Software-Tests zu rechnen. Wir gehen davon aus, dass Apple die verschiedenen Modelle zum Ausprobieren anbietet. 

Zwar wissen wir schon einiges über die Smartwatch, die im September 2014 als «One More Thing» enthüllt wurde. Doch nun fügen sich die Puzzleteile zu einem Bild zusammen. Und dieses Bild lässt nur einen Schluss zu. Die Kalifornier wollen nicht einfach nur ein weiteres Gadget lancieren, sie wollen eine Delle ins Universum schlagen. So, wie es der Vorgänger von Tim Cook, Apple-Gründer Steve Jobs, mit dem iPod, iPhone und dem iPad schaffte. 

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Heulen und Zähneklappern

Vieles erinnert an den Januar 2010, als das Ur-iPad enthüllt wurde. Auch damals kursierten im Vorfeld tonnenweise Spekulationen. Branchenvertreter und die Medien zeigten sich skeptisch oder prognostizierten gar ein Debakel. Viele fragten sich, wozu man einen grossen Touchscreen-Computer ohne Tastatur brauche. Man hatte ja schliesslich das iPhone in der Tasche ... 

Das iPad verkaufte sich innert drei Jahren über 100 Millionen mal. Aber noch viel wichtiger: Das erste benutzerfreundliche Tablet verbesserte, ja revolutionierte in vielen Branchen und Unternehmen den Umgang mit Software. Endlich war man nicht mehr zwingend auf sperrige Laptops und traditionelle Eingabegeräte wie die Maus angewiesen. Die Mehrfinger-Gestensteuerung (Pinch to Zoom etc.) vereinfachte die Bedienung. Die Apps eroberten die Geschäftswelt. 

Wiederholt sich diese Dynamik mit der Apple Watch? Schafft Apple erneut eine disruptive Technologie, die bestehende Märkte auf den Kopf stellt und für die Konkurrenten neue Spielregeln diktiert?

Die jüngsten Gerüchte aus den USA sind vielversprechend. Angeblich hat Apple auch eine Antwort auf die Akku-Frage.

Tschüss Smartphone-Zombies, hallo Handgelenk-Flüsterer?

Wenn die Apple Watch einschlägt, dann werden wir uns im Alltag an neue Szenen gewöhnen (müssen). Heute zücken die Leute in jeder möglichen oder unmöglichen Situation das Smartphone. Neu gäbe es weniger auffällige , aber auch schrägere Aktivitäten. Das Gegenüber im Zug oder Tram hebt das Handgelenk, tippt kurz auf die Uhr oder spricht mit ihr, respektive mit der Sprachassistentin Siri ...

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Beim Uhrenverkauf sieht sich der erfolgsverwöhnte Konzern mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Das Gadget fürs Handgelenk kann nicht wie das iPhone als Massenware vom Regal verkauft werden. 

Die Kalifornier tragen dem Wunsch nach Individualität Rechnung, indem sie die Apple Watch in drei Editionen, zwei Grössen und verschiedenen Materialien (für Gehäuse und Armband) anbieten. Weil man die Uhr (in der Regel) sichtbar und direkt auf der Haut trägt, ist es das bislang persönlichste Produkt. Die Kunden müssen beraten werden und die Optionen ausprobieren können. 

Wie wird dies in den Läden, den Apple Stores, gewährleistet? Auch darauf erwarten wir heute Abend eine Antwort. 

Auf dieser inoffiziellen Website kann man sich die Apple Watch schon jetzt nach eigenem Geschmack zusammenstellen. screenshot: MixYourWatch.com

Laut Analysen der Schweizer Smartwatch Group wurden 2014 insgesamt 6,8 Millionen Smartwatches verkauft. Von 89 Firmen. Der durchschnittliche Preis betrug 189 Dollar. 

Das Geld spielt auch heute Abend an der Keynote eine wichtige Rolle. Schon jetzt ist abzusehen, dass die ewigen Nörgler das Preisgefüge als schlecht einstufen werden. So, wie es beim iPad der Fall war. 

Die Antwort geben die Konsumenten ab April, wenn das erste Apple-Wearable offiziell in den Verkauf kommt.  

Alles Wissenswerte zur Apple-Uhr

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Zap 09.03.2015 21:04
    Highlight Eine Uhr die von meinem Smartphone abhängig ist und die täglich geladen werden muss, finde ich uncool. Ist das Teil eigentlich wasserdicht?
    0 0 Melden
    • @schurt3r 09.03.2015 21:39
      Highlight Laut Auskunft eines Apple-Angestellten während dem Hands-on in Berlin soll man sie nicht mit unter die Dusche nehmen... Sie sei aber spritzwasserdicht.
      0 0 Melden

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