Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Hacker fordern von Dieselmotoren-Herstellern, Software offenzulegen



Nach der Analyse der Software zur Steuerung von Dieselmotoren hat der Hacker Felix Domke die Automobilhersteller zur Offenlegung dieser Programme aufgefordert. Beim Kongress des Chaos Computer Clubs (CCC) in Hamburg sagte der Experte am Dienstagabend, die digitalen Kontrollsysteme der Fahrzeuge seien bislang bewusst als «Black Box» entwickelt worden.

Da solche geschlossenen Systeme mit exzessiven Stickoxid-Emissionen der Gesundheit schwersten Schaden zufügen könnten, müssten sie endlich offen gelegt werden. «Ein System, das Leute töten kann, muss auch von Leuten kontrolliert werden können», forderte Domke.

Abgas-Manipulationen entdeckt

Domke hatte im vergangenen Jahr demonstriert, wie er nach Bekanntwerden des Abgasskandals bei Volkswagen in seinem eigenen Auto den Code der Software dekompiliert, also sichtbar gemacht hat. Diesmal zeigte er dies beim «Chaos Communications Congress» bei einem Opel-Motor.

Er habe dabei Anweisungen gefunden, wonach ab einer Geschwindigkeit von 145 Stundenkilometern die vorgesehene Emissionsdrosselung abrupt gestoppt werde. Auch für Temperatur und Luftdruck gebe es in der Software Anweisungen zur Regulierung der Schadstoffreduzierung. Inzwischen sei die Software verändert worden, und er hoffe, dass sie zügig im Markt eingeführt werde, sagte Domke.

(sda/dpa)

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • A7-903 28.12.2016 09:42
    Highlight Highlight Die Wahrscheinlichkeit dazu ist leider sehr klein. Könnte gut sein, dass die Hersteller eher dazu übergehen den Weg der Festplattencontroller-Hersteller zu nehmen und ihr System verschlüsseln, um zu verstecken, was genau sie machen. Nicht mal wegen den Kunden oder Hacker, sondern wegen der Kontrollbehörden...
    Aber vielleicht werden wir ja für einmal positiv überrascht?

Kriminelle versenden gefälschte Swisscom-Rechnungen per E-Mail – so erkennst du den Betrug

Eine neue Phishing-Welle grassiert seit heute Mittag in der Schweiz. Die Betrüger fälschen Swisscom-E-Mails, um an Passwörter, Kreditkartendaten etc. ihrer Opfer zu gelangen und somit das Bankkonto leerzuräumen. Das Computer Emergency Response Team des Bundes schreibt auf Twitter:

Der E-Banking-Trojaner Gozi war erstmals 2007 entdeckt worden. Er wird von Internet-Kriminellen immer wieder verändert und per Fake-Mails oder manipulierte Webseiten neu in Umlauf gebracht. Wer in die Falle tappt, …

Artikel lesen
Link to Article