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R.I.P. Pebble-Smartwatch. Das jähe Ende enttäuscht die Kundschaft. screenshot: pebble.com

Kommentar

Pebble? Tot! Das ist nicht nur für Smartwatch-Fans schlimm

Als Kickstarter-Sensation gefeiert, hat das Start-up durch den Ausverkauf an Fitbit seine engagierte weltweite Community verraten. Der «Vorgang» dürfte dem Crowdfunding generell schaden.



Schon gehört? Fitbit schluckt Pebble.

Das sind keine guten Nachrichten für Smartwatch-Fans.

Die kleine, aber feine Firma, die 2012 als Kickstarter-Projekt durchstartete, ist am Ende. Und mit ihr die treuen Kundinnen und Kunden, die eine weltweite Community bilden.

Nachdem entsprechende Gerüchte letzte Woche publik wurden, machten es die Verantwortlichen am Mittwoch offiziell: In einem Beitrag im Firmen-Blog verkündeten sie die Hiobsbotschaft, dass der Betrieb mit sofortiger Wirkung eingestellt werde:

«Pebble is no longer promoting, manufacturing, or selling any devices.»

quelle: blog.getpebble.com

Der amerikanische Fitnessarmband-Hersteller Fitbit hat sich mit der Firmenübernahme die Technik und das Know-how geschnappt, lässt aber die Marke Pebble sterben.

Der Pebble-Chef ging auf Tauchstation.

Ob sein Angebot noch gilt?

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Die treuen Fans und Kunden sind zurecht – Entschuldigung! – angepisst. Das Unternehmen, dem sie vertrauensvoll ihr hartverdientes Geld überwiesen haben, lässt sie im Regen stehen.

Die vorherrschende Emotion scheint aber Wehmut zu sein. Denn Pebble ist war viel mehr als eine junge Firma mit innovativen Produkten, die Apple, Samsung und Co. herausforderte. Der Erfolg basiert auf dem Engagement der Community. Und die ist traurig, dass das grosse Abenteuer so jäh enden muss.

Gizmodo fasst zusammen:

Was lernen wir daraus?

In ein Kickstarter-Projekt zu investieren ist immer ein Hochrisiko-Unterfangen. Und das selbst bei bekannten Namen.

Wer sein hartverdientes Geld für die Entwicklung eines völlig neuen Produkts ausgibt, rechnet vermutlich damit, dass es bei der Auslieferung zu Verzögerung kommen könnte. Aber wer geht schon im Status Vorfreude von einem Totalausfall aus ...

So ist leider zu befürchten, dass sich das Pebble-Debakel auch negativ auf andere Crowdfunding-Kampagnen auswirkt.

Sind Smartwatches am Ende?

Natürlich werden nun auch wieder jene kritischen Stimmen laut, die es schon immer gewusst haben wollen: Smartwatches seien eine völlig überschätzte neue Produkte-Kategorie. Niemand brauche einen solchen Klotz am Handgelenk.

Laut Marktforschern ist der weltweite Wearables-Absatz nur dank der einfachen Fitnessarmbänder am Wachsen. Bei den Smartwatches sei hingegen Ernüchterung eingekehrt.

Das ist Bullshit! Smartwatches sind gekommen, um zu bleiben.

Allerdings wachsen die Bäume nicht in den Himmel, wie verschiedene Hersteller von an sich attraktiven Android-Uhren bereits herausfinden mussten.

Wie bei den Smartphones zeichnet sich langsam aber sicher ein Zweikampf zwischen Apple und Samsung ab. Die beiden Tech-Giganten haben derzeit die attraktivsten Smartwatches am Start. Dabei setzen die Südkoreaner bezüglich System-Software nicht auf Android Wear, sondern auf das eigene Tizen.

Und bei Apple klingeln nach angeblich verkaufsschwachen Geschäftsquartalen im Weihnachtsgeschäft die Kassen.

Und was ist mit Fitbit?

Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete am Mittwoch, Fitbit bezahle weniger als 40 Millionen Dollar für Pebble. Die Schulden und andere Verbindlichkeiten seien höher als der Betrag.

Laut aktuellen Medienberichten hatte Fitbit zuletzt eigene Probleme, die auch mit der Konkurrenz von Computer-Uhren wie die Apple Watch zu tun haben. Das Unternehmen enttäuschte die Börsianer mit der Prognose fürs Weihnachtsgeschäft ...

Die Apple Watch 2 (mit Nike+) im Test

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    Alle Leser-Kommentare
  • dmark 08.12.2016 17:09
    Highlight Highlight Ausgerechnet Fitbit. Die können doch eigentlich nur, überteuerte, in buntem Silikon verpackte Sensoren bauen. Ich hoffe mal, dass sie wenigstens die Technik von Pebble fort- bzw. weiterführen werden.
    • #bringhansiback 09.12.2016 07:58
      Highlight Highlight @dmark: nein werden sie nicht. Nur die Softwareentwickler haben anscheinend Stellenangebote von FitBit erhalten.
  • Thinktank 08.12.2016 16:01
    Highlight Highlight Wer braucht die ganzen China-Clone, wenn es das Apple-Original gibt?
    • #bringhansiback 09.12.2016 07:59
      Highlight Highlight Auf die Gefahr hin einem Troll zu Antworten: Dir ist schon bewusst, ohne die Pebble gäbs keine Apple Watch?
    • bendr 09.12.2016 10:54
      Highlight Highlight @ #bringhansiback
      Best username ever!
  • Caturix 08.12.2016 14:55
    Highlight Highlight Sämtliche Produkte-Garantien erloschen.
    Das glaube ich nicht. Die Firma ist nicht konkurs, sondern wurde verkauft. Die Garantie läuft weiter für in der CH gekaufte Geräte.
    • @schurt3r 08.12.2016 15:08
      Highlight Highlight Laut Pebble werden defekte Geräte ab sofort nicht mehr auf Garantie repariert/ersetzt.

      «Any active Pebble watches are also no longer covered by a warranty for repair or exchange.»

      Quellen:
      http://bit.ly/2geqgmk (Pebble Support)
      http://bit.ly/2gZEVGg

      Wer hingegen bei einem Retailer/Online-Händler gekauft hat, hat bessere Aussichten.
    • Alnothur 08.12.2016 19:32
      Highlight Highlight Doch, Caturix, Pebble IST pleite. Deshalb haben sie die Reste der Firma verscherbelt.
  • FancyFish - Stoppt Zensur! 08.12.2016 13:52
    Highlight Highlight Der freie Markt frisst seine Kinder...
    • Alnothur 08.12.2016 19:33
      Highlight Highlight Wenn man seine Produkte nicht los wird oder unter Wert verkauft, geht man halt pleite...
  • The Destiny // Team Telegram 08.12.2016 12:58
    Highlight Highlight So ist das eben mit startups :/
  • TanookiStormtrooper 08.12.2016 12:28
    Highlight Highlight Crowdfunding ist doch schon spätestens tot, seit sich Oculus an Facebook verkauft hat. Der Gedanke bei Kickstarter und Co. ist für mich, dass da ein Produkt für MICH produziert wird und nicht für eine Datenkrake wie z.B. Facebook. Nicht gehaltene Versprechungen tun ihr übriges. Es ist schön, wenn damit eine wirklich gute Idee so Starten kann, aber wenn es läuft kann man auch immer noch später das Produkt erwerben.
    • Cmo 08.12.2016 13:42
      Highlight Highlight Das soll der Gedanke von Kickstarter sein? Dann habe ich den wohl immer falsch interpretiert. Ich ging davon aus dass da jemand eine tolle Idee hat aber kein Kapital um sie umzusetzen. Deswegen sammelt man bei den Fundern das Geld ein, und gibt für einen Spezialpreis jeweils einen Artikel zurück.
      Wenn das ganze dann richtig ins Rollen kommt, ist man von den Fundern unabhängig und kann mit der Firma machen was man will.
      So sehe ich das auch weiterhin.
    • TanookiStormtrooper 08.12.2016 14:07
      Highlight Highlight Wenn du einfach nur Geld brauchst, kannst du dir bei einer Bank einen Kredit holen. Alternativ hätten die Typen von Oculus auch direkt zu Facebook, Microsoft usw. gehen können.
      Ausserdem gibt es inzwischen auch grössere Konzerne, die Risiken so auf den Kunden abwälzen. Frei nach dem Motto: "Soll doch der Kunde die Entwicklung finanzieren, wir kommen dann später dazu und machen die Knete."
    • Cmo 08.12.2016 15:11
      Highlight Highlight Falsch, die Bank finanziert nicht jeden "Seich". Bei Crowdfunding sieht das schon anders aus, resp. die Funder sind viel schneller von einer Idee zu überzeugen. Da muss man nicht so viele Zahlen vorlegen um an Geld zu kommen.
  • hoorli 08.12.2016 12:01
    Highlight Highlight 😭



    Ich werde meine Pebble noch tragen bis sie den Geist aufgibt.
    • mastermind 08.12.2016 14:04
      Highlight Highlight Ich hätte sonst noch eine Pebble Steel zu verkaufen ;-)
    • hoorli 09.12.2016 04:36
      Highlight Highlight @mastermind Genau die hab ich schon 😊

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